7 Zwerge - Männer allein im Wald (2004)
7 Zwerge - Männer allein im Wald (2004)
Oder: Es kann nur 7 geben!
Es war einmal eine siebenköpfige Männer-WG, die hinter den Sieben Bergen im Wald seinem Frauenhass fröhnte. Allen voran Brummboss - der väterliche Chef (Heinz Hoenig) will seit "jener Nacht" *donnergroll* nichts mehr vom schwachen Geschlecht wissen. Und wehe, einer der anderen sechs Zwerge spricht ihn auf "jene Nacht" *donnergroll* an. Die kleinwüchsige WG hat drum nach herzzerreissenden Erlebnissen mit den Damen ihren Wald kurzerhand zur frauenfreien Zone erklärt, der nur über eine einzige Steinbrücke zu erreichen ist.
Davon weiss aber Rotkäppchen nichts. Es verirrt sich beim Blümchen pflücken und dippt gerade den grossen Zeh im kalten Waldsee als es von Bubi (Otto Walkes), dem Zwerg der nicht die geringste Ahnung hat, überrascht wird. Das Zwergenfindelkind ist ganz aus dem Häuschen über das Wesen ohne Zipfelchen. Wenn aber beim jüngsten Mitglied der berühmtesten Männer-WG der Welt das Interesse am anderen Geschlecht erwacht, besteht Handlungsbedarf. Bubi wird gnadenlos durchgekitzelt und kriegt von seinen sechs Zwergenkumpanen was auf die Mütze. Und es müssen schleunigst neue Abwehrmechanismen gegen das Weibervolk her. Wie Rotkäppchen bewiesen hat, nützt der dunkle Wald alleine nicht mehr.
In direkter Nachbarschaft zu den Zwergen regiert eine böse Königin (Nina Hagen), die eine Tochter mit Namen Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) hat. Dass das Mädchen zu einer wahren Schönheit erblüht, kann auch das berühmte Spieglein an der Wand (Rüdiger Hoffmann) nicht übersehen. Zwar hätte der königliche Adjutant und Leibfriseur Spliss (Hans Werner Olm) das Mädchen schon um die Ecke bringen sollen, aber er schaffte es nur bis zur Ecke im Märchenland mit dem besten Waisenhaus. Dort sitzt nun Schneewittchen schon seit Jahren und spielt mir ihren Gaby-Puppen.
Die Königin ist erzürnt über das Weiterleben ihrer Tochter und schickt den Jäger (Christian Tramitz) mit seinem Bluthund Brutus auf die Mission, Schneewittchen zu finden. Diese ist, vom Spiegel gewarnt, schon auf der Flucht lässt sich von der neuen Verbotstafel an der Steinbrücke zum Wald "Frauen müssen leider draussen bleiben" nicht abschrecken und findet im Hüttchen der Zwerge Unterschlupf...
DVD-Rating
Nachdem alle Ostfriesenwitze bildlich in Filmen wie Otto-der Film und dessen Fortsetzungen verewigt wurden, war es nun Zeit für den Komiker mit schütterem Haar, einen Märchenfilm zu realisieren. Otto Waalkes sammelte sich die Creme de la Creme der RTL-Komödianten um sich und versuchte, eine Geschichte zu erzählen, die jeder kennt. Dass es dabei nicht langweilig werden soll, dafür sorgen die illusteren Gäste, deren Aufzählung hier nur einen kleinen Platz einnehmen soll. Man darf sich auf Auftritte von Harald Schmidt, Helge Schneider, Christian Tramitz, Tiefflieger Atze Schröder oder Rüdiger Hoffmann freuen. Manche Auftritte sind gelungen, andere weniger. Was man auch für den ganzen Film als Vorabfazit benutzen kann. Denn so viele Witzchen, die da geschossen kommen, können unmöglich lustig sein. Aber immerhin zünden ein paar.
Zu den Schauspielern gibt es nicht viel zu sagen. Jeden kennt man aus irgendeiner "die nervigsten Sowieso"-Show oder sonst im Freitäglichen Spätprogramm auf RTL oder Sat1. Wer mit diesem Humor etwas anfangen kann, der wird hier den Film seines Geschmacks sehen. Denn jede Figur, macht genau das, was man von ihr verlangt. Der Narr ist Atze pur, Otto hampelt als "Bubi" im Film rum, Rüdiger Hoffmanns "Ja, Hallo erstmal" wird ebenfalls gezeigt, wie auch die extrem nervös machende Art von Mirco Nontschew. Was ist nur aus dem geworden. Der war doch mal so verdammt lustig...
Die "seriösen" Schauspieler versuchen drum ebenfalls der vermeintlich witzigen Garde beizutreten. Bei Heinz Hoenig klappt das gar nicht. Er geht, als eigentlicher Anführer, richtiggehend im Getümmel der Witzchenmacher unter. Die Hagens sind okay. Die Jüngste sieht am besten aus, die Mutter betreibt gnadenloses "Overacting" und die Grossmutter ist nur kurz zu sehen.
Fazit: "7 Zwerge" reiht sich ein, in die deutschen Komödien und Blödelfilme, nimmt aber hinter dem Wixxer und dem (T)Raumschiff Suprise einen hinteren Rang ein. Lustig ist er allemal und zum lachen gibt's immer etwas. Auch wenn von 10 Gags 7 verpuffen, hab ich mich gut unterhalten und konnte bei manchen Szenen (erstaunlicherweise meist bei Martin Schneider) so richtig laut losbrüllen. Also, wer nicht zuviel erwartet, kann sich den Film ungeniert anschauen. S'gab schon miesere Filme aus dem grossen Kanton. Und davon grad ein paar.
Die DVD bietet Zwergen-Extras en masse. Angefangen vom obligaten Audiokommentar, finden sich vor allem auf der zweiten Disc zahlreiche Extras. Seien es Interviews (zwischen 2 und 4 Minuten lang) mit so ziemlich allen Darstellern, eine Menge von Trailern und Teasern oder schöne Posterentwürfe. Dazu gibts ein Making-of ("Dawn of the Dwarves"), welches dem Zuschauer einen schönen Blick hinter die Kulissen ermöglicht und in dem man den Aufbau des Waldes in einer Halle beobachten kann. Natürlich hats auch Szenen dabei, die nicht verwendet wurden und das Gag-Reel ist auch recht witzig. Vor allem natürlich, wenn die kleinen Episoden mit den Trompetern kommen. Abschliessend gibt es noch ein Musikvideo anzugucken, welches aber weder musik- noch videotechnisch überzeugen mag. Ein Alternatives Ende (Otto erzählt) und die Möglichkeit, weitere Extras im DVD-Rom-Feature abzurufen, runden das volle Programm ab.
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DVD-Infos
Zipfel-Edition, erschienen am 03.05.2005
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Audiokommentar Regisseur, Interviews, Trailers, Making-of, Musikvideo, nicht verwendete Szenen, verpatzte Szenen, alternatives Ende, DVD-Rom




