Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events (2004)

Lemony Snicket's Rätselhafte Ereignisse

Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events (2004) Lemony Snicket's Rätselhafte Ereignisse

Oder: Welcom to the Jim Carrey Show!

Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events

Weise Waisen

Die drei Baudelaire-Kinder sind geschockt. Ihre Eltern sind soeben im grossen Feuer ums Leben gekommen und nun stehen die Kids auf der Strasse. Sind zu Waisen geworden. Und bekommen einen neuen Vormund, der sich gewaschen hat. Violet (Emily Browning) ist 14 Jahre alt und eine sehr begabte Erfinderin. Ihr Bruder Klaus (Liam Aiken) ist eine Leseratte und merkt sich alles, was er in Bücher gelesen hat. Die dritte im Bunde ist Nesthäckchen Sunny, die sich an allem festbeisst, was so rumsteht. Sie kommuniziert auch mit unverständlichen Lauten, die aber allesamt einen Sinn zu ergeben scheinen.

Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events

"Show me the money!"

Diese drei Kinder werden nun ihrem neuen Vormund vorgestellt. Graf Olaf (Jim Carrey). Der ist ecklig, verschlagen, ausgeflippt und natürlich nur hinter dem immensen Vermögen der Familie her. Und um das zu kriegen, ist er bereit, alles zu tun. Sein erster Plan, die Kinder zu ermorden, schlägt fehl. Die Kids werden ihm weggenommen und zu Onkel Monty (Billy Connolly) gebracht. Doch auch da ist es nur eine Frage der Zeit, bis Olaf in irrwitziger Verkleidung auftaucht und dafür sorgt, dass die Kinder nicht glücklich werden und er einen Schritt näher ans Geld kommt.

Auch als die Kinder zu Tante Josephine (Meryl Streep) gebracht werden, taucht urplötzlich eine Figur auf, die verdächtig nach Onkel Olaf aussieht. Wie werden es die Kinder schaffen, den anhänglichen, bösen und gefährlichen Onkel Olaf in Schach zu halten? Oder wird sich der schlechteste Theaterschauspieler der Welt schlussendlich doch noch auf der Siegerstrasse finden? Zu all dem muss auch noch das Familiengeheimnis der Baudelaires gelüftet werden. Und auch da spielt Olaf eine entscheidende Rolle.


DVD-Rating

"Die Alternative zu Harry Potter". "Zu gruselig für kleine Kinder". "One man Show von Jim Carrey". So lauten einige Bezeichnungen für diesen Film. Und während man die ersten zwei Aussagen getrost als Mumpitz abtun kann, ist die Dritte absolut zutreffend. Doch wenn man schon einen genialen Hampelmann wie Jim Carrey im Cast hat, dann darf man hoffen, den auch viel zu Gesicht zu bekommen. Und genau das ist bei diesem nur bedingt gelungenen Film nicht unbedingt der Fall.

Aber fangen wir doch dort an, wo es sich gehört. Am Beginn. Da wird sich der eine oder andere erst mal fragen, ob er denn im richtigen Film sitzt.... Elfen begrüssen uns, singen, tanzen und sind für einige Lacher gut. Nachdem uns ein Off-Erzähler namens Lemony Snicket (der sich als Jude Law entpuppt) hingewiesen hat, dass wir, wenn wir Elfen sehen wollen, doch bitte das Kino verlassen sollen, geht die Geschichte um Waisen, gierige Onkel, Familiengeheimnisse und schräge Figuren richtig los.

Das Dumme an diesem Film ist halt einfach die Tatsache, dass von allem Notwendigen (Humor, Action, Grusel, Spannung) immer mindestens eine Schippe fehlt, um den Film auch wirklich gut zu machen. Zuwenig Witz (obwohl sich Jim Carrey alle Mühe gibt und zum Schreien lustige Szenen hat), kaum Spannung, nur vereinzelt Grusel und eine Handlung, die von Anfang an klar gestrickt ist und so auch kaum überraschen kann.

Durch das Fehlen dieser Attribute versinkt die Geschichte im Mittelmass. Da können auch keine aberwitzigen Verkleidungen des Bösewichts helfen, der für mich das einzige wirklich Gute an diesem Film war. Auch die Auftritte einer Meryl Streep oder der Cameo von Dustin Hoffman sind zwar nett, bleiben aber kaum in der Erinnerung hängen.

Fazit: Lemony Snicket ist (leider) ein Durchschnittsfilm geworden, mit dem man über 10-Jährige kaum mehr beeindrucken kann. Und wäre Jim Carrey nicht gewesen, hätte man von einem gelungenen Flop sprechen können. Dass die Geschichte dieser Waisen fortgesetzt wird, scheint durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen. Denn nicht umsonst deutet das Ende auf weitere Abenteuer hin und ein paar Bücher sind ja noch geschrieben worden, die nur auf eine Verfilmung warten. Mal schauen, obs dann besser wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt.. :)

Die DVD ist natürlich ganz im Zeichen des wandelbaren Hauptdarstellers Jim Carrey, dessen Leistung man in den Features grossen Tribut zollt. In knapp 12 Minuten werden die Verwandlungen in die verschiedenen Figuren unter die Lupe genommen. Zwar wird auch noch speziell auf die kindlichen Darsteller eingegangen, doch das beschränkt sich auf drei Minuten, bevor man sich wieder um "Count Olaf" kümmert. Dieser kommt dann im Feature "Interactive Count Olaf" mehr als genug zum Zug. Dort werden vier seiner Figuren vorgestellt und er darf mal so richtig losblödeln. Dazu hat man die Möglichkeit ein paar Szenen anzuwählen, die es nicht in den finalen Film geschafft haben und natürlich dürfen Outtakes und der obligate Audiokommentar zum Film nicht fehlen. Leider sind diese Features weder richtig interessant noch lustig. Wie halt leider der ganze Film auch nicht....

3.8 Sterne 2.0 Sterne
3.8 Sterne (66 Bewertungen) | 0 Kommentare

3.0 Sterne3 von 0.0-6.0
12.06.2005 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 23.08.2001

  • Bildformat: 1,85:1
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1), Türkisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch Türkisch
  • Extras: Audiokommentar, Casting für Count Olaf, Casting für die Kinder, Count Olaf interaktiv, unveröffentlichte Szenen, Outtakes