Seed of Chucky (2004)
Chuckys Baby
Seed of Chucky (2004) Chuckys Baby
Oder: I am Chucky the Killerdoll, and I dig it!
Die sprechende Puppe mit dem Namen Shitface (Billy Boyd) hat ein schweres Leben. Sie wird als Bauchrednerpuppe vorgeführt, hat fürchterliche Alpträume und keine Eltern. Dies ändert sich jedoch, als sie am TV eine Dokumentation über den neusten Horrorfilm mit den Killerpuppen Chucky und Tiffany (Jennifer Tilly) sieht und Shitface sofort ihre Eltern erkennt. Die Puppen sind zu Legenden aufgestiegen, und Shitface beschliesst, sie zu besuchen.
Nach einer kurzen Reise mit dem Flugzeug, trifft Shitface endlich auf ihre Eltern, welche nach einem Voodoo-Zauber wieder zum Leben erwachen und sie sehr überrascht empfangen. Kurzerhand tauft Chucky seinen neuen Sohn Glen, während Tiffany überzeugt ist, dass Shitface ein Mädchen ist und ihn Glenda tauft. Doch das ist erst der Anfang einer Familie, die von grossen Problemen belastet ist, denn die Eltern bleiben nach wie vor psychopatische Killer, was Glen(da) sehr zuwider ist, denn sie/er kann keiner Fliege etwas zuleide tun. Doch das hält sie nicht davon ab, eine richtige Familie zu werden. Doch um eine richtige Familie zu werden brauchen sie erstmals richtige menschliche Körper. Als die Killerpuppen auf Jennifer Tilly treffen beschliesst Tiffany, ihren Geist in Jennifers Körper zu transferieren. Da kommt es gerade recht, dass Jennifer mit dem Rapper Redman ins Bett steigen will, um ihre nächste Rolle zu bekommen, so ist der Körper für Chucky gleich dabei.
Doch das ist leichter gesagt als getan, der Weg zur perfekten Familie ist - und für allem für Tiffany und Cucky - sehr lang und hart, denn immer wieder kommt ihnen ihr Serienkiller-Trieb in den Weg. Bis sie endlich zu Fleisch und Blut werden, gibt es noch viele unschuldige Opfer und literweise vergossenes Blut...
DVD-Rating
Chucky, die Killerpuppe, geht in die fünfte und vorläufig letzte Runde. Seed of Chucky folgt ganz dem Motto "vergesst die Osbournes, jetzt kommt Chucky" - ein Portrait einer Killerfamilie, die abgefahrener nicht sein könnte. Horror sucht man hier vergebens, das ist simpel eine wilde Achterbahnfahrt mit viel Blut und noch mehr schwarzem Humor, genau so muss ein Chucky Streifen sein.
Seed of Chucky knüpft nahtlos an Bride of Chucky an und erzählt die Geschichte des Sprösslings und wie Chucky und Tiffany darauf reagieren, dass sie plötzlich eine Familie sind. Natürlich verläuft das nicht wie bei anderen Familien. Die Eltern Chucky und Tiffany müssen erstmals zum Wohle des Kindes ihren Drang zum Morden überwinden, um ein gutes Beispiel darzustellen. Doch das hilft nur wenig, kurze Zeit später gibt Chucky dem Begriff "Männerabend" eine ganz neue Bedeutung. Es ist köstlich mit anzusehen, wie das Killerpaar versucht der/dem kleinen Glen/Glenda - bis zum Schluss kann sie/er sich in diesem Punkt nicht entscheiden - zu erziehen und wenigstens etwas Positives zu lernen.
Natürlich müssen dabei einige Unschuldige dran glauben, blutig wie nie zuvor geht es bei Seed of Chucky zur Sache. Seien es bei Paparazzi, irgendwelche Mitarbeiter oder Assistentinnen, alle müssen dran glauben und dies teilweise auf sehr bizarre Weise. Dabei gibt es nicht nur viele Anspielungen auf andere Filme, wie The Shining sondern auch bitterböse Kommentare und viele gnadenlos übertriebene Splattereffekte. Dies macht das Ganze zu einem kurzweiligen und absolut unterhaltenden Vergnügen, welches zwar völlig sinnfrei ist, aber dennoch soweit spannend ist, dass man Seed of Chucky ohne Zögern mit einem breiten Grinsen zu Ende sieht.
Für die Rollen konnten, wie zuvor in der Chucky Serie, die Überlebenden des vorherigen Teiles wiedervereinigt werden, was einen Einstieg sehr erleichtert. Dabei spielt die Story ganz im Stil von Nightmare on Elm Street 7 in der realen Welt, und Hauptdarstellerin Jennifer Tilly mimt sozusagen sich selber. Dies macht sie auf so eine überzeichnete selbstironische Art, dass man nur noch den Hut ziehen muss. Die anderen geben ebenfalls eine solide Leistung ab, Redman jedoch erweckt eher einen deplatzierten Eindruck.
Fazit: Seed of Chucky gewichtet klar auf die Stärken der Chucky Serie und konstruiert mit Chucky, Tiffany und Glen/da eine sehr bizarre und bluttriefende Familienstory, die sich gar nicht bemüht, einen Sinn zu ergeben, sondern einfach Spass und Spannung bietet. Schwarzer Humor und derbe Splattereffekte sind Trumpf und täuschen geschickt über die fehlende Story hinweg. Jedenfalls ist es ein Riesengaudi der Familie zuzusehen, und alles ist so over the top, dass man sich gar nicht erst fragt, warum und wieso, sondern nur noch geniesst. Viel Spass!
Die DVD bietet im Bonusmaterial die gleiche Breitseite schwarzen Humors wie der Film selber. So wird eine Diashow mit der Chuckyfamilie geboten, wo sie überall in den Ferien gewesen sind, Interviews mit der Familie und ein ausführliches Making Of. Darin kommen alle Beteiligten zu Wort. Sie ist genau so amüsant wie der Film. Sehr gut gemacht!
![]()
3.7 Sterne (8 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 06.10.2005
- Bildformat: 1.78:1 (Anamorphic Widescreen)
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Deutsch: DTS 5.1 Surround, Englisch: Dolby Digital 5.1
- Untertitel: -
- Extras: Audiokommentar mit Don Mancini & Jennifer Tilly, "Helli-Day" (ca. 3.5 Min.), Interviews mit den Chucky-Stars (ca. 4.5 Min.), Making of (ca. 18.5 Min.), Easter Egg



