Resident Evil: Apocalypse (2004)
Resident Evil: Apocalypse (2004)
Oder: Ene, mene, Nemesis!
Tage nach dem Biotech-Unfall im Hive erwacht Alice (Milla Jovovich) aus ihrem künstlichen Koma. In dieses hatten Söldner des Umbrella-Konzerns sie versetzt, nachdem sie sich mit ihrem Freund Matt aus dem verseuchten Forschungslabor retten konnte.
Doch nun haben die Lebenserhaltungs-Maschinen gestoppt, und mit ihnen scheinbar auch jegliches normales Leben: der T-Virus hat inzwischen Raccoon City kontaminiert. Verseuchte sterben und erwachen als Untote wieder, getrieben von einer Gier nach Menschenfleisch. Tausende von ihnen bevölkern die Strasse. Doch auch Alice wurde im Hive mit einer modifizierten Version des Virus infiziert. Die Mutationen haben bei ihr jedoch die Sinne verschärft... Und sie weiss was sie zu tun hat.
Alice ist jedoch nicht die einzige Überlebende in Raccoon City: Umbrella Corp. hat die Stadtgrenzen verriegelt und missbraucht noch (lebenden) Stadtbewohner für einen grossangelegten Feldversuch. Schon bald trifft so Alice auf den zurückgelassenen Umbrella-Söldner Carlos Olivera (Oded Fehr) und sein geschrumpftes Team, auf den schrägen L.J. (Mike Epps) und auf die Ex-Polizistin Jill Valentine (Sienna Guillory). Gemeinsam versuchen sie, einen sicheren Weg aus der Stadt zu finden. Doch nicht nur Untote machen ihnen Ärger - die "Lickers", mutierte Hunde, sind aus dem Hive entwischt.
Der wahre Gegner jedoch offenbart sich erst spät: Die von Umbrella geschaffene Wunderwaffe Nemesis. Gentechnisch manipuliert und mit Kybernetik-Technologie verstärkt, wurde Nemesis darauf programmiert, alle noch lebenden Menschen in Raccoon City zu töten. Das eigentliche Ziel der Kreatur ist jedoch Alice - denn Umbrella-Boss Major Cain (Thomas Kretschmann) will seine beiden erschaffenen Geschöpfe gegeneinander antreten lassen...
Alice und ihre Gruppe erhält unverhofft Hilfe von aussen: Der an den Rollstuhl gefesselte Umbrella-Wissenschaftler Dr. Charles Ashford (Jared Harris) teilt ihnen ein Fluchtweg mit - sofern sie seine kleine Tochter Angie (Soühie Vavasseur) aus der Stadt mit evakuieren. Denn die Zeit drängt: Um Spuren zu verwischen, will Umbrella einen Kraftwerksunfall vortäuschen und die ganze Stadt mit einer A-Bombe dem Erdboden gleich machen...
Kinofilm-Rating
Trotz treuer Fan-Basis war für viele die Game-Verfilmung Resident Evil langweilig, billig und mit schlechten Special-Effects versehen. Tja, good News: Teil 2 ist hier!
Resident Evil: Apocalypse knüpft exakt an der Stelle an, wo Teil 1 endete - Alice flieht aus dem verlassenen Krankenhaus. Und schon bald jagt Regisseur Alexander Witt sie von einem Kampf in den nächsten, noch grösseren... um nur kurz später nochmals nachzudoppeln und -trippeln. Damit hat nun die Fortsetzung, was beim ersten Teil ein bisschen fehlte: konstant Action mit noch mehr toten ... erhm ... Untoten, mit kleinen humorvollen Einlagen um das ganze aufzulockern. Wer hier eine tiefgründige Geschichte erwartet ist definitiv im falschen Film. Trotzdem (oder erst recht?) macht RE:2 Spass!
Auch visuell vermag RE:2 zu überzeugen. Ignoriert man die mutierten "Hunde", lassen sich die Special Effekte durchaus sehen. Die Sets sind schön düster und schön gestylt. Doch besonders hübsch anzusehen ist auch hier wieder Milla Movovich als ebenso schöne wie toughe Heldin... Und trotzdem wird wohl auch diese Fortsetzung als "nobrainer", stupide und unnötig verschrien werden. Doch was soll's: Wem Teil 1 schon gefallen hat, ist auch mit RE:2 gut bedient.
Wer die Games aus der Resident Evil Reihe kennt, kann sich darauf freuen, einige Charaktere und Handlungsstränge aus Resident Evil 3: Nemesis und Resident Evil: Code Veronica zu sehen. Und in den letzten - ein bisschen gar konstruierten - Szenen wird schliesslich der Weg zu einem weiteren Sequel geebnet. Na dann, auf ein baldiges Wiedersehen, Alice!
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