The Phantom of the Opera (2004)
Das Phantom der Oper
The Phantom of the Opera (2004) Das Phantom der Oper
Paris, vor 130 Jahren. Die komischerweise alle englisch sprechenden Pariser sind wild auf Opern. Und da kann kommen was will, die Vorstellungen sind immer weit im Voraus ausgebucht. Wäre da nicht ein bösartiger Geist (Gerard Butler), der seinen Schabernack mit Publikum und Akteuren spielt, und gleichzeitig noch fett Schmiergeld der Opernbesitzer einsackt. Man lebt ja nicht von der Luft alleine. Doch Mr. Phantomas ist weit mehr als nur ein Störefried, nein, eigentlich ist er ein richtiger Siebensiech. Denn neben coolen Zaubertricks kann er auch komponieren und ist heimlicher Mentor der schönen Christine (Emmy Rossum). Deren Zeit ist nun gekommen, da das Phantom geschickt die Diva und Hobbyzicke Carlotta (Minnie Driver) um ihr ohrenbetäubendes Organ bringt und somit ein Ersatz her muss.
Es kommt wie es kommen muss, das Phantom verknallt sich in die Schöne, die dank seiner zweifelhaften Hilfe zum gefeierten Bühnenstar wird. Doch auch der neue Opernchef Raoul (Patrick Wilson) hat ein Auge auf die Kleine geworfen, und so bahnt sich ein gnadenloser Kampf des Gentlemans und des eigentlich gar nicht so übel aussehenden Phantoms an. Christine inmitten der Fronten fühlt sich nicht besonders wohl, und ist zwischen den beiden Charaktertypen hin- und hergerissen. Sie muss sich nun entscheiden ob sie in die Katakomben zu Phantomas will, oder doch lieber an der Seite von Raoul leben soll.
Kinofilm-Rating
Aus etlichen Bühneninterpretationen und noch mehr Filmen sollte ja die Geschichte des liebeskranken Phantoms den meisten geläufig sein. Insofern war der Anspruch auf Spannung relativ gering, was mich umso mehr dazu brachte, auf die akustische und visuelle Umsetzung des Romans von Gaston Leroux zu achten.
Um's vorneweg zu nehmen: Es war gut. Die Bilder sind wunderschön, die Oper liebevoll gestaltet und die Garderobe der Akteure ist der Hammer. Joel Schumacher hat sich recht ins Zeug gelegt, und auch die nicht besonders bekannten Schauspieler machen ihre Sache gut. Desweiteren ist es amüsant, wie eine so kleine Maske ein so hässliches Gesicht so schön machen kann.
Musiktechnisch ist das ganze auch recht interessant, schliesslich werden fast alle Konversationen gesungen. Da Andrew Lloyd Webber den Stoff schon in den achziger Jahren produzierte, waren die meisten Stücke schon gegeben, wurden aber selbstverständlich neu arrangiert. Heraus kam dabei ein pompöser Orchestersound, der jedoch ab und zu mit modernen Elementen, zum Beispiel einem fetten Gitarrenriff, verziert ist.
Zusammenfassend ist das Phantom der Oper ein sehenswertes Musical, auch wenn die Geschichte ab und zu bisschen harzig vonstatten geht. Kein Tiefgänger, aber man wird nett unterhalten.
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5.1 Sterne (62 Bewertungen) | 25 Kommentare



