The Notebook (2004)
Wie ein einziger Tag
The Notebook (2004) Wie ein einziger Tag
Oder: Erinnerungen aus einem Buch.
Allie (Gena Rowlands) lebt im Pflegeheim. Sie leidet unter Gedächtnisverlust und kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Noah (James Garner) wohnt im selben Heim, jedoch freiwillig. Er ist zwar auch krank und hatte schon 2 Schlaganfälle, könnte aber auch gut zu Hause bei der Familie sein. Doch er weicht Allie nicht von der Seite. Um sie aufzuheitern liest er ihr täglich aus seinem Notizbuch die gleiche Liebesgeschichte vor:
In einem Dörfchen am Mississippi im Süden von Amerika (North Carolina) lebt ein junger Mann (Ryan Gosling) mit seinem Vater (Sam Shepard). Er arbeitet in der örtlichen Sägerei und hat einen Traum: Er will ein altes Herrschaftshaus am Fluss kaufen und es renovieren. Doch erstmal trifft er auf ein Mädchen (Rachel McAdams), das den Sommer mit der Familie im Dorf verbringt. Auf sein Drängen hin lernen sich die beiden kennen und lieben. Sie verbringen einen wundervollen Sommer zusammen. Doch irgendwann ist es Zeit für den Abschied. Denn die reichen Eltern der jungen Frau wollen nicht, dass ihre Tochter mit einem Arbeiter anbandelt. Sie soll in New York studieren und einen Mann ihres Standes heiraten. Vorzeitig reist die Familie ab und die beiden Liebenden können sich nicht einmal mehr verabschieden.
Doch sie vergessen sich trotz der grossen Distanz nicht so schnell. Er schreibt ihr unzählige Briefe und sie weint sich monatelang in den Schlaf. Seine Briefe kommen nie an und so sehen sie sich jahrelang nicht mehr. Er erfüllt sich seinen Traum, kauft das Haus und lässt es in seinem alten Glanz erstrahlen. Sie lernt jemanden anderen kennen und will heiraten. Kurz vor der Hochzeit beschliesst sie jedoch noch mal ihre erste Liebe zu besuchen und die alte Leidenschaft flammt erneut auf.
Da erinnert sich Allie.
Kinofilm-Rating
Diesen Film kann man nur kitschig finden. Oder wunderschön.
Es beginnt bei den Bildern. Der Film fängt an mit einem Sonnenuntergang über dem Mississippi. Sicher unvergesslich, wenn man das mal in echt gesehen hat. Aber auch auf der Leinwand sehenswert. Schön sind die Bilder über den ganzen Film hinweg. Kein Wunder. Sie sind Robert Fraisse zu verdanken. Und der war schon Kameramann für 7 Years In Tibet.
Die 4 Hauptdarsteller spielen überzeugend. Einzig Gena Rowlands passt irgendwie nicht voll in ihre Rolle. Dafür ist James Garner umso besser. Bei den jungen Darstellern spielt Ryan Gosling auffallend gut. Er war hierzulande noch nicht allzu oft zu sehen (Remember The Titans, Murder By Numbers), hat aber schon mal in einer Hauptrolle (The United States Of Leland) neben Don Cheadle überzeugen können. Ich handle ihn schon mal als das amerikanische Pendant zu Heith Ledger. In The Notebook kommt er aber mal so richtig zum Zug. Zu Recht.
Regisseur Nick Cassavetes hat bisher hauptsächlich als Schauspieler Erfahrungen gesammelt (Face/Off). Doch scheint er jetzt seine wahre Berufung gefunden zu haben.
Bei diesem Projekt hatte er aber auch eine gute Grundlage. Die Romanvorlage von Nicholas Sparks (Message In A Bottle, A Walk To Remember, beide verfilmt) wurde von Jan Sardi (Mission Impossible) gekonnt adaptiert.
Negativ fällt eigentlich nur auf, dass die jungen Charaktere äusserlich nicht altern. Vor allem Sam Shepard sieht in seiner kurzen Rolle immer genau gleich aus, auch wenn zwischendurch einige Jahre verstreichen.
Ansonsten kann einen der Film sehr berühren, wenn man dazu bereit ist. Sehr empfehlenswert.
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