Napoleon Dynamite (2004)

Napoleon Dynamite (2004)

Oder: Willkommen in Absurdistan

Napoleon Dynamite

Dude, where's my car?

Der Teenager Napoleon Dynamite (Jon Heder) wohnt mit seinem älteren Bruder Kip (Aaron Ruell) und seiner Grossmutter (Sandy Martin) in Idaho. Genauer gesagt mitten im Nirgendwo von Idaho. An seiner High School herrscht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Auf der einen Seite die beliebten Schüler, meistens Cheerleader und Sportler, und auf der anderen Seite die unbeliebten Schüler. Als ziemlicher Nerd gehört Napoleon zur unbeliebten Fraktion der Schülerschaft. Das macht sein Leben nicht gerade leichter.

Als seine Grossmutter sich beim Extremsport verletzt und ins Krankenhaus kommt, zieht Onkel Rico (Jon Gries) bei den beiden Brüdern ein. Kip sieht zu seinem Onkel auf und beginnt mit ihm zusammen Tupperware in der Umgebung zu verkaufen. Napoleon hingegen ist von der Anwesenheit Ricos alles andere als begeistert. Da kommt es grade recht, dass ein neuer Schüler an seine Schule kommt. Pedro (Efren Ramirez), der einzige an der Schule mit einem Schnurrbart, und Napoleon freunden sich schnell an. Bei einem Schulball entschliesst sich Pedro für das Amt des Schülerpräsidenten zu kandidieren. Napoleon bietet sofort seine Hilfe an, schliesslich ist Pedros Gegenkandidatin die beliebteste Schülerin der High School.


DVD-Rating

Napoleon Dynamite war 2004 der Überraschungshit in den USA. Der Film gewann mehrere Auszeichnungen und war beim Sundance Film Festval für den grossen Preis der Jury nominiert. Nichtsdestotrotz ist es ein Film, der spaltet. Denn es ist einer dieser Filme, die man entweder liebt oder hasst. Das macht es auch so schwierig, ihn zu bewerten. An welchem Ende der Skala man landet, hängt davon ab, ob man die Charaktere im Film gut findet oder nicht. Die Story ist zu schwach und zu belanglos um aufzufallen. Einzig die Macken und schrägen Eigenschaften der sehr surreal geratenen Figuren verleihen dem Film einen gewissen Unterhaltungswert.

Den Schauspielern kann man keinen Vorwurf machen. In diesem Film über das Anderssein, sind sie das auf jeden Fall. Aber ein paar ungewöhnliche Figuren reichen einfach nicht aus, um der schwachen Story die nötige Substanz zu verleihen. Da mir hier bestimmt Einige widersprechen werden, rate ich denen, die den Film noch nicht kennen, sich den Trailer anzuschauen. Dann kann sich jeder selber überlegen, ob er (oder sie) gewillt ist diesen Figuren 82 Minuten seines Lebens zu widmen.

Die Extras sind kaum der Rede wert. Neben dem üblichen Audiokommentar gibt es ein paar nicht verwendete Szenen, die ebenfalls kommentiert sind. Als letztes gibt es noch einen Trailer eines Making Of's. Oder Featurette wie man es in der Branche gerne nennt.

Fazit: Mit knapp zwei Jahren Verspätung hat es der Film jetzt auch in die Schweiz geschafft. Im Kino war er hierzulande erst gar nicht zu sehen. Auch an der DVD werden sich die Geister scheiden. Aber ohne eine ausgeprägte Vorliebe für skurrile Figuren kann man den Silberling getrost ignorieren. Mehr hat er nämlich nicht zu bieten. Abgesehen vielleicht von den insgesamt 30 verschiedenen Untertiteln. Aber das ist immerhin auch etwas.

4.5 Sterne 3.8 Sterne
4.5 Sterne (36 Bewertungen) | 10 Kommentare

2.0 Sterne2 von 0.0-6.0
08.11.2006 / sknepp


DVD-Infos

DVD erschienen am 15.11.2005

  • Bildformat: 1.78:1 (Anamorphic Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Arabisch, Dänisch, Bulgarisch, Tschechisch, Griechisch, Hebräisch, Kroatisch, Isländisch, Ungarisch, Holländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Slowenisch, Serbisch, Finnisch, Schwedisch, Türkisch
  • Extras: Nicht verwendete Szenen, Audiokommentar von Regisseur Jared Hess, Schauspieler Jon Heder und dem Produzenten Jeremy Coon , Making Of Featurette