Meet the Fockers (2004)
Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich
Meet the Fockers (2004) Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich
Oder: Sexy Mother Fockers
Wir erinnern uns: Gaylord "Greg" Focker (Ben Stiller) liebt Pam Byrnes (Teri Polo). Ihre Familie, also hauptsächlich ihr strenger Vater Jack (Robert de Niro), kann mit der männlichen Krankenschwester nicht viel anfangen und so handelte der erste Teil von Meet the Parents darum, wie sehr sich diese beiden unterschiedlichen Charaktere annähern und in welche Fettnäpfchen ein einzelner Mann treten kann, wenn er einen guten Eindruck hinterlassen will.
Nun sind ein paar Jahre vergangen. Das glückliche Paar plant die Hochzeit, Greg ist in den heiligen "Circle of Trust" der Familie Byrnes aufgenommen worden und das nächste Problem steht bereits vor der Tür. Denn dieses Mal steht ein Kennenlern-Weekend bei der Familie Focker auf dem Programm auf dem Programm. Dinas steife und traditionelle Eltern treffen auf Gregs Hippie-Vater Bernie (Dustin Hoffman) und seine als Sexualtherapeutin arbeitende Mutter Roz (Barbara Streisand).
Zusammen mit Little Jack, dem kleinen Sohn von Pams Schwester, macht man sich, per raumschiff-ähnlichem Wohnmobil mit allen Extras, ins sonnige Florida um einander zu beschnuppern und um das Weekend gemeinsam zu verbringen. Dass dabei so einiges in die Hosen geht, sich die vollkommen unterschiedlichen Charaktere gegenseitig an Peinlichkeiten überbieten und dass nicht alles so läuft, wie vorgesehen, davon darf ausgegangen werden.
Denn was es mit unehelichen Söhnen, scharfen Haushälterinnen, Sexualpraktiken, verschwiegenen Schwangerschaften oder sonstigen Peinlichkeiten auf sich hat, wird die geplante Hochzeit mehr als einmal richtig fett in Frage stellen.
DVD-Rating
Per Telefon hatte damals Ben Stiller versucht, die seit acht Jahren nicht mehr in einem Kinofilm als Schauspielerin aufgetretene Barbara Streisand für seine Film-Mutter zu casten. Und nach eigener Aussage sei die Diva so gerührt gewesen, dass man sie für einen Film so liebevoll angefragt hätte, dass sie kaum ablehnen konnte. Zudem sei der Cast mit Stars wie Robert de Niro oder Dustin Hoffman sowieso fast selbstredend. Ausserdem verbinde sie mit dem Zweitgenannten eine gemeinsame Vergangenheit, was man den beiden beim Schauspiel auch durchaus ansieht. Denn lockerer, freier und spassiger kommen solche sogenannten Altstars selten daher.
Das ist dann auch das grosse Plus an Meet the Fockers. Diese Leichtigkeit der Szenen in Florida. Die Sonne scheint, den gut verdienenden Stars sieht man die Lust an ihren jeweiligen Rollen an und man bringt eine Leichtigkeit auf die Leinwand, respektive den TV-Screen, die halt einfach schön anzuschauen ist. Leicht, locker, luftig und auf keinen Fall vom Publikum zuviel Anstrengung verlangend. Halt ein richtiger Gute-Laune-Film.
Aber der Film hat leider nicht nur diese guten Seiten zu bieten, sondern auch bietet auch (in der heutigen Zeit wohl nicht mehr zu vermeidenden) WC-Humor. Angehängte Brüste, davonspickende Vorhäute und Katzen, die Hunde die Toilette runterspülen. Wen das nicht stört, wird hier ein Highlight des lockeren Humorfilms zu Gesicht bekommen. Den anderen (und da zähle ich mich auch dazu) schmecken diese Witze nicht mehr und die wünschen sich auch mal wieder Filme, die ohne solche Sauereien auskommen.
Ebenfalls recht zurückstecken muss die Figur von Ben Stiller, deren Duelle mit dem CIA-Schwiegervater im ersten Teil noch witzig waren und nun zur Nebenhandlung verkommen. Auch Teri Polo kommt nicht wirklich gut zur Geltung und steht ebenfalls im Schatten der grossen Drei. Die rocken den Film im Alleingang, können ihn aber auch nicht vor zeitweiligen Schwächen retten.
Fazit: Meet the Fockers spielt natürlich mit den Assoziationen dieses Familiennamens. Focker hier, Focker da. Ist anfänglich lustig, läuft sich aber mit der Zeit leider ab. Die schwache Story und die teils recht blöden Witze werden durch den Charme und die Luftigkeit der Altstars gerade noch so überdeckt und machen aus einer eher durchschnittlichen Fortsetzung einen ganz passablen Film. Lachen ist auf alle Fälle garantiert und wenn schon jetzt vom dritten Teil Meet the Focker Baby gesprochen wird, dann kann man die verrückten Familien wohl noch mindestens einmal auf der grossen Leinwand erleben.
Die Extras dieser DVD sind ein paar an der Zahl. Der übliche Audiokommentar vom Regisseur ist dabei schon fast normal. Wer Hintergründe, lustige Anekdoten oder sonst interessantes über Meet the Fockers erfahren will, sollte unbedingt mal reinhören. Sparen können hätte man sich die unveröffentlichten Szenen, denn verpassen tut man da echt nichts. Lustiger hingegen sind die verpatzten Szenen, in denen man einen kleinen Einblick in die Stimmung am Set bekommt. Und die scheint extrem gut gewesen zu sein. Berichte über die Katze und deren Training, sowie einen Einblick in die Herstellung der künstlichen Brust sind Geschmacksache. Anklicken kann man die kurzen Features auf jeden Fall. Die Fockers dürfen dann in kurzen Sequenzen ihre Familie vorstellen und das machen sie in Kommentaren, Filmausschnitten und Interviews. Dass Arbeiten mit Kindern nicht einfach ist, wird in einem kleinen Feature ebenfalls nochmals betont, bevor dann in knapp acht Minuten die Stars selber nochmals zu Wort kommen und in einem Interview im gemütlichen Rahmen über den Film, die Rollen und natürlich ihre Kollegen und deren Scherze plaudern. Ein Trailer von Lemony Snicket (!) macht dann den Abschluss. Eigentlich hätte ich hier den zum Film gehörenden Trailer erwartet, aber den gibts ned.
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3.8 Sterne (144 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 04.08.2005
- Bildformat: 1,85:1 (16:9 Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: Audiokommentar, unveröffentlichte Szenen, verpatzte Szenen, Hinter den Kulissen mit dem Kater, Männliches Euter, Familienporträit der Fockers, Abenteuer mit dem Baby, Interview, Trailer "Lemony Snicket"



