Man on Fire (2004)

Man unter Feuer

Man on Fire (2004) Man unter Feuer

Oder: Feuer unterm Hintern!

Man on Fire

Die Bombe ist im Arsch.

Creasy (Denzel Washington) ist ein abgehalfterter CIA-Agent, der als Bodyguard bei einer reichen mexikanischen Familie anheuert. Der Auftrag des bibelfesten und dem Alkohol nicht abgeneigten Schwarzen ist es, das kleine Töchterchen Pita zu beschützen. Kindesentführungen gehören in Mexico City fast schon zur Tagesordnung. Das organisierte Verbrechen macht gutes Geld damit.

Er nimmt den Job eher widerwillig an. Erst recht als er merkt, dass das zu beschützende Subjekt (Dakota Fanning) ein neunmalkluger Fratz ist. Als sein Selbstmord missglückt, sieht Creasy das als göttliches Zeichen und wird zum Ersatzvater für das Mädchen. Trotz höchstem Einsatzwillen wird Pita aber dennoch entführt. Creasy wird schwer verletzt beim Kidnapping, was ihn aber nicht daran hindert, sich blutig an den Entführern zu rächen.


DVD-Rating

Man on Fire ist ein Remake des gleichnamigen Actionfilms aus den 80ern mit Scott Glenn in der Titelrolle. Damals schon war Tony Scott als Regisseur vorgesehen, wurde allerdings auf Grund mangelnder Erfahrung dann doch nicht mit dem Projekt betraut. Letztes Jahr konnte er das nachholen und die Rolle des "gestrandeten" Leibwächters mit Denzel Washington prominent besetzen.

Der gemächliche Auftakt mit kurzen Charaktereinführungen weicht nach der für den Ausgang des Films wichtigen und unausweichlichen Ergründung von enger Freundschaft, fast väterlicher Beziehung und dem Weg zur Besserung, einem lang gezogenen Racheakt. Eine vernichtende Einmann-Show mit den ausgefeiltesten, wenn man denn überhaupt so sagen darf, Überredungsmethoden, nichts für schwache Gemüter und hie und da über dem Level des Erträglichen, für einen Normalsterblichen notabene. Wem das nichts ausmacht, dem bietet Man on Fire trotz der stattlichen Länge von fast zweieinhalb Stunden recht viel Spannung und wirklich gutes Schauspiel, allen voran natürlich von Washington, aber eben auch von Christopher Walken (in einer erstaunlich sympathischen Rolle) und dem weiteren Darstellerstab. Die im Moment beinahe allerorts präsente Dakota Fanning gibt sich wiederum sehr erwachsen und reif, manchmal nervt das schon gewaltig.

Genrefreunde dürften hier einen guten und relativ vielschichtigen, schnörkellos bodenständigen Film vorfinden, der hie und da auch mal ein bisschen weit geht. Ein Vergleich mit dem Original wäre ausserdem durchaus interessant.

Extras: Die vorliegende DVD bietet leider keine zusätzlichen Features. Das Bild ist in seiner gewollten, teilweise ruppigen und dokumentarischen Art sehr sauber und klar. Die Tonspur ist vor allem in der zweiten Hälfte voluminös ausgelastet und effektvoll. Nebst dieser DVD gibt es eine Special Edition unter anderem mit einem alternativen Ende und Deleted Scenes.

4.2 Sterne 3.0 Sterne
4.2 Sterne (104 Bewertungen) | 8 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
24.10.2005 / rm (Inhalt), pb (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 05.05.2005

  • Bildformat: 2.35:1 (anamorph)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch
  • Extras: weitere DVDs; Teleclub-Werbespot.