King Arthur (2004)
King Arthur (2004)
Oder: Das ist wirklich so passiert, ehrlich...
Im 7. Jahrhundert nach Christus wird das Römische Imperium von den vom Norden gegen den Hadrianswall strömenden Sachsen bedroht. Artus (Clive Owen) ist der Chef einer Gruppe von loyalen sarmatischen Rittern, die für die Römer in Britannien die Drecksarbeit als Bodyguards und mobile Söldnertruppe verrichten. Diese Sarmaten wurden als Kinder von den römischen Besetzern rekrutiert und mussten für 15 Jahre Militärdienst beim römischen Heer leisten. Nun warten sie auf die langersehnte Freiheit.
Bevor man sie aber nach Hause entlässt, werden sie gezwungen, noch einmal im Auftrag des Papstes einen seiner Lieblingsgöttibuben im bald von den Sachsen besetzten Norden Brittaniens aufzuspüren und nach Rom zu liefern. Das einst grosse Römische Reich ist aber korrupt geworden. Die lokalen Heiden werden vom katholischen Statthalter und Vater des gesuchten Jungen versklavt und gefoltert.
Eines der Folteropfer, das von Artus' Mannen befreit wird, ist Guinevere (Keira Knightley). Sie bandelt mit Artus an und kämpft, nachdem sie von den erleideten Qualen genesen ist, an der Seite der Ritter gegen die immer schneller vorrückenden Sachsen.
DVD-Rating
Jerry Bruckheimer erfreute uns bisher mit Filmen wie Pearl Harbor oder Pirates of the Caribbean. Sein neuster Film King Arthur steht diesen Filmen, was die Aufwendigkeit angeht, um nichts nach. Armeen von Statisten in ausgefeilten Kostümen, spektakuläre Stunts und starke Special Effects lenken in gewohnter Manier von der Story ab, so dass man die fast schon obligatorischen Schwächen fast übersieht. Aber auch nur fast.
Denn die Charaktere sind so überzeichnet, dass es nicht einfach ist den Film zu überstehen ohne dem Zynismus zu verfallen. Der herzensgute Held, der geradezu besessen ist von der utopischen Vorstellung von Freiheit und Gleichheit aller Menschen. Seine getreuen Gefährten, die freudig für ihn in den Tod gehen. Das Mädchen, das Verwirrung stiftet und am Ende doch alles rettet. Diese Liste könnte man mit der gesamten Cast fortsetzen. Zum Glück gibt es ein paar Schlachten, die zwar nett anzusehen sind, aber leider nicht ganz an die Schlachten aus Troja und Lord of the Ring heranreichen. Insgesamt ist der Film aber doch recht kurzweilig, und wenn man ihn mit der entsprechender Einstellung ansieht, kann er sogar richtig lustig werden.
Die DVD hat durch den Director's Cut 14 Minuten mehr zu bieten als in die Kinoversion. Die fallen aber nicht weiter auf. Laut Hülle werden die Kämpfe und Actionszenen hier von ihrer schonungslosen Seite gezeigt. Ich habe den Film zwar nicht im Kino gesehen, aber dort müssten die Kämpfe dann echt mager ausgefallen sein. Das Bonusmaterial ist auch nur unteres Mittelmass. Im mittlerweile obligatorischen Making Of loben Schauspieler, Regisseur und sonstige Beteiligte den Film in den Himmel. Dazu gibt es noch ein alternatives Ende, welches diesen Namen eigentlich nicht verdient. Eigentlicher Höhepunkt ist aber eine Fotogalerie, geknipst von Produzent Bruckheimer himself. Insgesamt 20 langweilige Bilder vom Set. Darauf hat die Welt gewartet.
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3.4 Sterne (173 Bewertungen) | 16 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 30.12.2004
- Bildformat: 1:2.35
- Sprachen: Deutsch (DTS 5.1 / DD 5.1) / Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch / Englisch / Französisch / Italienisch / Spanisch / Türkisch
- Extras: Making Of / Hinter den Kulissen / Alternatives Ende / Fotogalerie des Produzenten



