I, Robot (2004)

I, Robot - Fehler im System

I, Robot (2004) I, Robot - Fehler im System

Oder: Die spinnen, die Robots

I, Robot

"Was!? Welche Gage kriegst du?"

Wir schreiben das Jahr 2035. Seit Jahren sind Roboter nicht mehr aus dem Alltagsleben weg zu denken. Die Hightech-Maschinen auf zwei Beinen erledigen alle Arbeiten welche die Menschen nicht mehr selber machen wollen. So gehen sie mit den Hunden Gassi, liefern Pakete aus oder tragen den betagten Damen ihre Einkaufstüten. Jeder Bewohner mit dem nötigen Kleingeld kann sich einen solchen Helfer anschaffen und nach Wunsch einsetzen - die Maschinen haben lediglich drei Regeln die sie einhalten müssen und welche fix in ihrer Software programmiert sind:

1. Ein Roboter darf kein Mensch verletzen oder zulassen, dass wegen Untätigkeit ein Mensch zu Schaden kommt.

2. Ein Roboter muss Befehlen von Menschen folge leisten, insofern diese nicht mit Regel Nr. 1 in Konflikt geraten.

3. Ein Roboter muss sich selber schützen, sofern dadurch Regeln Nr. 1 und Nr. 2 nicht verletzt werden.

I, Robot

3... 2... 1...

Die Firma U.S. Robotics (USR) bereitet die Auslieferung des neuen Robotermodell NS-5 vor. Die neuen Roboter sind noch schneller, zuverlässiger und präziser beim erledigen ihrer Arbeiten und können sogar von der USR mit Updates versorgt werden. Obwohl jeder fünfte Amerikaner einen solchen Assistenten zu Hause hat, macht Polizist Del Spooner (Will Smith) einen grossen Bogen um die Robotertechnik. Er glaubt nicht daran, dass man Roboter vertrauen kann und versucht zu beweisen, dass es auch im Jahr 2035 Softwarefehler gibt.

Als sich im Firmengebäude der USR der Chefentwickler Dr. Alfred Lanning (James Crowdell) das Leben nimmt glaubt Spooner, dass er von einem Roboter ermordet wurde. Und als auch noch ein Roboter vor ihm flüchtet ist der Verdächtige klar: Sonny, eines der neuen NS-5 Modelle. Doch Spooners Chef (Chi McBride) stellt die Ermittlungen ein da er, wie jeder andere Mensch, weiss, dass ein Roboter keine der drei Regeln brechen kann...


DVD-Rating

Will Smith, einer der Bad Boys, der Kerl der uns schon den Independence Day gerettet hat und der auch nicht davor zurückschreckt, als einer der Men in Black Aliens aller Art zu vertreiben. Dieser nette Mann mit den grossen Ohren, hat sich echt gemausert. Erst der lustige Typ mit dem lockeren Mundwerk, hat er sich auch durch Rollen wie in Ali zu einem ernst zu nehmenden Schauspieler hochgearbeitet. Und jetzt in I Robot noch in einer Geschichte von Isaac Asimov? *freu*, dass kann nur gut werden. Oder?

Nunja, der gute Will hat auch in der Zukunft nichts von seiner Coolheit verloren. Er hört noch immer CD's aus normalen Playern, trägt Schuhe aus 2004 und hat in seiner Garage ein Motorrad stehen. Dazu trägt man wohl zu dieser Zeit auch Nachts ein Käppi und auch sonst macht die Zukunft eigentlich einen recht sympathischen Eindruck. Schön farbig, schön mechanisch und dem Menschen werden (fast) alle Arbeiten von Robotern abgenommen und auf der Polizeistation sieht's auch noch ähnlich wie heute aus. Als dann ein Mord passiert, nimmt der Film Zug an. Das heisst, die Spannung steigt, die Action wird satt, die Guten trennen sich von den Bösen.

Die nachfolgenden gut 90 Minuten bieten alles, was ein Actionherz begehrt. Die Effekte sind genial, die Aufmachung des ganzen Filmes lässt einem den Mund fast nicht mehr schliessen, die Action ist hammerhart und auch die witzigen Sprüche von Will Smith tun das Ihrige, um den optimalen Kinogenuss zu garantieren. Dass zu all diesen Attributen noch eine Geschichte dazu kommt, bei der man tatsächlich überlegen muss und deren Hintergrund für nachträgliche Diskussionen anregt, macht den Film zusätzlich interessant und imposant.

Will Smith zeigt, dass er als Schauspieler gereift ist und eine solche Produktion wirklich tragen kann. Er überzeugt nicht nur durch einen (erstaunlich) wohlgeformten Körperbau, sondern kann auch mal so richtig ernst zur Sache gehen, ohne dabei seinen Schalk und Charme zu verlieren. Die restlichen (menschlichen) Darsteller verkommen zur Staffage und sind eigentlich keine grosse Erwähnung wert. Allesamt spielen solide, stehen aber klar im Schatten von Big Willie und seinen Robotern.

Fazit: I Robot ist ein Actionhighlight dieses Jahres und wird sich wohl nach den Kinocharts auch in den DVD-Hitparaden vorne etablieren. Wer auf Minority Report oder ähnliche Filme steht, wird hier voll bedient. Auch andere, weniger futuristisch angehauchte Zuschauer dürfen sich hier ohne Angst an diese DVD wagen und einen Augenschein nehmen. Denn obwohl es zwischendurch (bei genauerem Hinschauen) ein paar logische Ungereimtheiten hat und man bei einigen Szenen doch recht an der Glaubwürdigkeit zweifelt, ist I Robot ein echtes Highlight für das Heimkino. Halt einfach einer der besten Actionfilme dieses Jahres.

Die vorliegende DVD, leider "nur" die normale Version, bietet einen sehr interessanten Blick hinter die Kulissen, eine absolut schöne Bildergalerie, einen Haufen Audiokommentare und einen zusätzlichen Hintergrundbericht über Elektra und Alien vs. Predator. Dazu die übliche Trailershow, die auf Filme des Verleihers hinweist.

Wer mehr über den hier vorgestellten Film erfahren will, sollte sich die "Special Edition" der DVD zutun. Da gibt es unter anderem unveröffentlichte Szenen, Berichte über den Einfluss der Popkultur auf den Look des Filmes, Infos wie die Special Effects gemacht wurden und viele weitere Featurettes, welche sich mit Robotern, Film und der Produktion von I Robot befassen. Viel Spass dabei.

4.3 Sterne 3.0 Sterne
4.3 Sterne (190 Bewertungen) | 18 Kommentare

5.0 Sterne5 von 0.0-6.0
12.12.2004 / sj (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 01.12.2004

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9 Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Deutsch für Hörgeschädigte
  • Extras: Audiokommentar, Making-of, Bildergalerie, Trailershow, Inside-Look