Harry Potter & The Prisoner of Azkaban (2004)

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Harry Potter & The Prisoner of Azkaban (2004) Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Oder: expecto patronum

Harry Potter & The Prisoner of Azkaban

Sirious Killer?

"Have you seen this wizard?"
Die Hexen und Zauberer sind in Aufregung: der gefährliche und verrückte Zauberer Sirious Black (Gary Oldman) ist aus dem Gefängnis von Askaban entkommen. Der Legende nach hat Black Harry Potters Eltern an Lord Voldemort verraten - und nun soll also auch Harry dran glauben!

Harry Potter & The Prisoner of Azkaban

"Über den Wolken..." *lalala*

Doch Harry Potter (Daniel Radcliffe) weiss von alledem noch gar nichts, er hat andere Sorgen. "Aus Versehen" hat er die gehässige Tante Magda (Pam Ferris) anlässlich ihres Verwandtenbesuches bei den Dursleys in einen Luftbalon verwandelt. Normalerweise würde solch ein Vergehen vom Minister für Zauberei (Robert Hardy) schwer bestraft. Doch zu Harrys Überraschung darf er trotzdem sein drittes Ausbildungsjahr in Hogwarts beginnen...

Harry Potter & The Prisoner of Azkaban

Something wicked
this way comes!

Zusammen mit Hermine (Emma Watson), Ron (Rupert Grint) und den anderen Zauberlehrling reist Harry per Zug zur Zauberschule. Auf halber Strecke stoppt die Fahrt unerwartet. Eine dunkle, eisige Gestalt streift durch den Zug und findet an Harry besonderes "Interesse". Nur Dank Lupin (David Thewlis), Professor für Verteidigung gegen dunkle Künste, wird Harry gerettet.

Harry Potter & The Prisoner of Azkaban

Da hilft auch kein Verstecken mehr!

Die Gestalt war ein Dementor, ein Wächter von Askaban auf der Suche nach Sirious Black. Auf der Suche nach ihm haben die Dementoren sich vor den Toren Hogwarts eingenistet. Ansonsten hat sich Hogwarts nicht gross verändert. Hagrid (Robbie Coltrane) ist nun Lehrer für die Pflege magischer Geschöpfe und damit für das Fabelwesen der Gattung Hippogreif - halb Pferd, halb Adler - zuständig und Sibyll Trelawney (Emma Thompson) unterrichtet das neue Fach Wahrsagekunst.

Als die Dame im Bild (Dawn French) Sirious Black in Hogwarts herumschleichen sieht, spitzt sich die Gefahr zu - Harrys Konfrontation mit dem Verräter seiner Eltern ist nur noch eine Frage der Zeit...


Kinofilm-Rating

Schande über mich: noch immer habe ich kein einziges Harry Potter Buch gelesen. Dementsprechend ist das vorliegende Review auch nicht dasjenige eines Potter-Experten. Zwar habe ich nun alle drei Filme gesehen, doch kann ich mich als Lord of the Rings Fan mit dieser Art von Zauberei noch immer nicht anfreunden. So war weder Vorfreude noch die Enttäuschung danach besonders gross...

Wie bitte? Enttäuschung? Halt, halt... lasst mich erklären. Den Harry mochte ich noch nie besonders. Dennoch haben mir die ersten beiden Teile sehr gut gefallen. Die Charaktere waren neu, die Geschichten spannend. Beim nun anlaufenden dritten Teil fehlt es mir aber an diese beiden Sachen. Die einzelnen Charakteren sind altbekannt und ewig gleich: der Harry ein kleiner Möchtegerneheld; Hermine die Streberin; Ron der Ängstliche; Malfoy der Miesepeter; Prof. Dumbledore der Gute, Prof. Snape der Böse; Sirious Black der... äh Moment, der ist ja neu!

Gary Oldman als Sirious Black ist es schliesslich auch, welcher mir das Filmvergnügen einigermassen rettete. Seine Performance lässt denn auch die (peinliche) Lachnummer Emma Thompson als Prof. Trelawney beinahe vergessen. Doch über die ziemlich einfach gestrickte Story vermag auch er nicht hinwegtäuschen.

So ist es auch schwer, die Schwachstellen der Geschichte aufzuzeigen, ohne gleich alle Überraschungen aufzudecken. Darum nur soviel: Der Böse will dem Guten an den Kragen, doch der Gute glaubt ans Gute im Bösen, und am Schluss ist (fast) alles gut. Gut, nicht wahr? Damit der Film noch bisschen an "Pepp" gewinnt, werden kleine Subplots verpackt (Stichwörter "Silberschnabel", "Trelawney", "Streberin").

Die ersten 100 Minuten ziehen sich leider schleppend daher, so richtig Spannung will nicht aufkommen. Immerhin wird man zuletzt mit einem intelligenten Finale beglückt. Wäre doch nur der ganze Film so unterhaltend wie die letzte halbe Stunde... Ob's wohl am neuen Regisseur Alfonso Cuarón (Y tu mama tambien) oder am Leistungsdruck der ersten beiden Teile gelegen hat? Das wird sich wohl endgültig im vierten Teil, Harry Potter & The Goblet of Fire, zeigen. Bis es soweit ist, gehe ich fleissig meinen neuen Zauberspruch lernen:

expecto patronum!

4.4 Sterne
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26.05.2004 / th