The Forgotten (2004)
Die Vergessenen
The Forgotten (2004) Die Vergessenen
Oder: Weisst du noch?
Telly Paretta (Julianne Moore) und ihr Mann Jim (Anthony Edwards) haben vor 14 Monaten ihren neun jährigen Sohn, Sam bei einem Flugzeugabsturz verloren. Auch nach über einem Jahr hat Telly grosse Probleme das tragische Ereignis zu verkraften und den Tod ihres Sohnes zu akzeptieren. Deshalb sucht sie noch heute ihren Psychiater (Gary Sinise) auf und schaut täglich die Bilder von Sam an.
Als sie eines Morgens ihre Erinnerungsalben hervor nimmt und die Seiten durchblättert, kann sie ihren Augen nicht trauen. Dort wo Gestern noch Fotos von einem lächelnden Jungen klebten findet sie jetzt nur noch leere, weisse Seiten. Von Panik gepackt rennt sie zum Videorekorder und startet die selbst gefilmte Kassette doch statt Sam erstrahlt auf dem TV nur ein Geflimmer.
Als erstes verdächtigt sie ihren Mann die Erinnerungen gelöscht zu haben doch dieser mag sich an den Sohn gar nicht mehr erinnern. Auch der Psychiater versucht Telly klar zu machen, dass sie nie einen Sohn hatte und sie sich diesen in all den Jahren nur so stark gewünscht hätte, dass sie gedacht hätte er sei real.
Telly glaubt kein Wort und rennt zu einem Bekannten welcher ebenfalls ein Kind beim Flugzeugabsturz verloren hatte. Ash (Dominic West), ein alkoholabhängiger Ex-Hockeyspieler, versteht kein Wort und erklärt ihr, dass er nie eine Tochter gehabt hatte. Doch Telly kann ihn vom Gegenteil überzeugen. Verfolgt von der Polizei versuchen die Beiden herauszufinden wer Interesse daran hat, die Erinnerungen an ihre Kinder zu löschen...
Kinofilm-Rating
Schon als ich den Trailer zu The Forgotten zum ersten Mal gesehen hatte wusste ich, dass ich diesen Film unbedingt anschauen werde. Ich finde die Grundidee absolut genial und schon bei der Vorstellung, dass einem so etwas passieren würde, läuft es mir eiskalt den Rücken runter.
Der Film startet schnell und schon nach 15 Minuten ist man mitten in der Action. Die halbe Regierung scheint hintern den Beiden her zu sein und die ewigen Verfolgungen machen Spass - auch wenn mir nicht ganz einleuchtet wie einfach die Gejagten immer wieder davon kommen... Bei diesen Verfolgungsjagden gibt es dann auch eine absolut genial gefilmte Szene die ich aber hier nicht verraten möchte.
Dass die Mischung aus Thriller und Mystery gut harmoniert wissen wir spätestens seit Akte X und so ist mir der Film wie so einige Folgen der TV-Serie vorgekommen. Am Anfang startet man mit einer guten Idee und je länger die Handlung dauert desto unlogischer und unspannender wird es. Zudem gesellen sich ab der Halbzeit des Films Science Fiction Elemente hinzu und von dem ursprünglich erwarteten Psychologie-Thriller bleibt nichts mehr übrig.
Fazit: Mir hat der Film gut gefallen. Nach dem Trailer habe ich aber eine andere Art von Film erwartet und war überrascht als auf einmal einem Haus wie von Geisterhand das Dach "abgezogen" wurde. Dennoch hat mir auch die zweite Hälfte und der Schluss gefallen, letzterer wird wohl für die grössten Kritiken sorgen und definitiv nicht in die Filmgeschichte eingehen. Noch ein Wort zu den Schauspielern, diese haben mir bis auf Jims Besetzung gut gefallen. Edwards und Moore haben aber so wenig miteinander harmoniert wie Rock-Musik und ein Jodelkonzert und so habe ich den Beiden nie abgenommen, dass sie ein Paar sind. Da hat es zwischen ihr und Ash mehr geknistert.
60 Minuten top- und 30 Minuten durchzogene Unterhaltung. Ein Film der sicher den Akte X-Fans gefallen wird. Wer mehr auf das Nachvollziehbare steht darf in der Pause getrost nach Hause gehen.
![]()
3.4 Sterne (74 Bewertungen) | 29 Kommentare



