Dodgeball: A True Underdog Story (2004)

Dodgeball - Voll auf die Nüsse

Dodgeball: A True Underdog Story (2004) Dodgeball - Voll auf die Nüsse

Oder: Und immer mitten in die Fresse rein...

Dodgeball: A True Underdog Story

Achtung, tieffliegender Tiefflieger

Globo Gym ist das Mass aller Dinge in Sachen Fitness. Da wird trainiert, Pillen in sich hineingestopft und in den Augen von Besitzer White Goodman (Ben Stiller) sind alle Loser, die sich nicht in seinem Studio abkrampfen. Globo Gym gehören alle Fitness-Centers des Landes. Alle? Nein. Da ist ein kleines, heruntergekommenes Studio, dessen Besitzer einfach nicht verkaufen will.

Peter LaFleur (Vince Vaughn) ist der Besitzer dieses Studios. "Average Joes" heisst es und wer dort verkehrt, scheint einen an der Waffel zu haben. Da hats einen Piraten, einen männlichen Cheerleader und sonstige Verlierertypen. LaFleur hat aber ein gröberes Problem. Denn durch das, dass er alle seine Kumpels mag, hat er noch nie einen Mitgliederbeitrag verlangt und seine Buchhaltung sieht chaotisch aus, dass es jedem Finanzmenschen kotzübel werden würde. Und genau in dieses Chaos stolpert die Bankfrau Kate Veach (Christine Taylor). Sie hat den Auftrag erhalten, die Finanzen dieses Studios zu überprüfen und hat dem Besitzer eine üble Nachricht zu überbringen. 50'000 Dollar fehlen. Das Studio geht zu Grund, wenn nicht sofort die Kohle aufgetrieben werden kann. Doch woher nehmen?

Dodgeball: A True Underdog Story

ohne Worte....

Da lohnt es sich doch, gesellschaftliche Randgruppen im Studio zu haben. Denn in einem Heftchen wird die Lösung gefunden. Dodgeball! Es findet ein Turnier in Las Vegas statt, wobei der Hauptpreis (natürlich) 50'000 Dollar sind. Doch halt! Dodgeball? Wie geht denn das? So fängt man an zu recherchieren und zu trainieren, denn das erste Qualifikationsmatch steht an. Und zwar gegen die übermächtig wirkenden PfadfinderINNEN. Doch Männer wären keine Männer, wenn sie nicht mit Wonne gegen kleine Mädchen die Bälle abschiessen würden....

Nachdem dieses Hindernis mehr als glücklich aus dem Weg geräumt wird, geht's in Richtung Vegas. An der Seite des Teams ist ihr neuer Coach: Patches O'Houlihan (Rip Torn), ein ehemaliger Meister des Spieles, dessen Motivationskünste zwar umstritten und unglaublich sind, aber scheinbar Wirkung zeigen. Doch damit nicht genug. Der Feind ruht nicht. Und so hat auch der egozentrische und irgendwie nicht ganz dichte White Goodman sein Team angemeldet. Und während dieses muskelbepackt und furchteinflössend daherkommt, muss sich Peter LaFleur überlegen, ob es wirklich lohnt, sich die Nüsse bombardieren zu lassen, nur um sein Gesicht zu wahren. Mal schauen, welche Fresse hier zuerst pulverisiert wird....


Kinofilm-Rating

Achtung, Achtung! Film sucht Intelligenz. Wer sie gefunden hat, soll sich bitte unter dodgeball@hollywood.com melden! Achtung Achtung!

Für wahr, wer sich diesen Film ansieht, wird sich früher oder später fragen, obs denn noch dümmer, dämlicher und blöder geht. Beängstigend tiefes Niveau wird hier zelebriert. Und das mit voller Absicht. Da werden Schraubenschlüssel an die Weichteile geknallt, Bälle in Gesichter gefeuert und je peinlicher das Ganze ist, desto besser. Und mittendrin steht Ben Stiller. Als schnäuziger, vollkommen durchgedrehter und von sich brutal überzeugter Fitnessguru hampelt sich der Gute durch die Handlung und hat definitiv Spass daran, so überdreht und abgefahren zu agieren.

So zu sagen als geistiger Ausgleich zum Hampelmann Stiller gesellt sich Vince Vaughn (die beiden spielten schon in Starsky + Hutch zusammen) dazu. Er ist bemüht, eine Figur abzugeben, die praktisch das totale Gegenteil von unserem schnäuzigen Fitnessfreak zu sein versucht. Er bringt Ruhe in den Film, hat aber herrlich derbe Sprüche auf Lager. Als Dritte im Bunde mischt Frau Stiller persönlich mit. Christine Taylor, im Privatleben mit Ben Stiller verheiratet, bringt die benötigte Frauenquote in einen Film, der sonst von Männern und für Männer gemacht ist.

Der heimliche Höhepunkt war allerdings der Auftritt von David Hasselhoff, als Trainer des deutschen Teams "Blitzkrieg" (!). Er flucht auf Deutsch seine Truppe zusammen und das Kinopublikum konnte sich kaum halten.

Fazit: Der Film ist blöd. Unterste Schublade. Dämlich, unnötig, *adjektiv such* und Intelligenz beleidigend. Muss ich mir Sorgen machen, weil ich hier soviel gelacht habe, wie schon lange nicht mehr? Ist das der endgültige Abstieg eines angefressenen Kinofreaks in die dunklen Tiefen der Blödheit? Ist es nun doch noch soweit gekommen? Ich kann mir nicht helfen. Der Film war zum lachen, zum gröhlen und zum sich immer wieder an den Kopf fassen. Wahrscheinlich werde ich die einzige Person sein, die etwas positives über diesen Film schreibt. Aber hey, love me or hate me, aber mir hats echt gut gefallen.... *wunder*...

3.5 Sterne
3.5 Sterne (95 Bewertungen) | 20 Kommentare

3.53.5
25.09.2004 / muri