D.E.B.S. (2004)

Spy Girls - D.E.B.S.

D.E.B.S. (2004) Spy Girls - D.E.B.S.

Oder: Girl Power im Multipack

D.E.B.S.

Da wird sogar die Liftdecke spitz!

Heimlich werden bei den SAT-Prüfungen noch ganz andere Fähigkeiten als nur Mathe und Sprachkenntnisse getestet. Wer sich im Multiple Choice Verfahren als gute Kämpferin erweist, die auch im Minirock noch kräftig zuschlagen kann, kommt in eine geheime, paramilitärische Spionage-Uni und wird zur D.E.B.S. ausgebildet. Dieses Glück hatten Amy (Sara Foster), Max (Meagan Good), Janet (Jill Ritchie) und Dominique (Devon Aoki), die als heisses Quartett nun den Auftrag fassen, die ultraböse Lucy Diamond (Jordana Brewster) zur Strecke zu bringen. Bevor diese wieder mal Australien unter Wasser setzen kann, soll sie während eines Blind Dates gefasst werden.

Während des Einsatzes verliebt sich Lucy in Amy. Da eine echte D.E.B. aber immun gegen Homosexualität ist, hat die gegenseitige Zuneigung erstmal keine Chance - wenn da nicht noch die Semesterarbeit über die Schurkin wäre, die mit Informationen aus allerster Hand zum Standardwerk werden könnte. Doch was werden Amys Mitkämpferinnen zu ihrer neuen Freundin meinen?


Kinofilm-Rating

D.E.B.S. ist das Remake eines Kurzfilmes, der am Sundance-Festival von 2003 für Aufmerksamkeit sorgte. Die Chance, augenfällige Schulmädchen 90 Minuten lang mit Riesenknarren auszurüsten, konnte man sich als Filmstudio nicht entgehen lassen. Was als Charlie's Angels: Full Throttle für den Vorabend beginnt, wird zur härzig-harmlosen "Lesben sind schon recht"-Moralkeule. Neben Michael Clarke Duncan als "Bosley" und Jordana Brewster, die locker als Demi Moore-Ersatz durchgewunken würde, ist es vor allem das Girliequartett, von dem man sich bezaubern lässt. Für jedem Geschmack ist etwas dabei. Black, blöd, blond und bourgeois sind im Angebot, und werden jeweils mit dem passenden Schuhwerk mitgeliefert (Ein Hoch auf den gelebten Individualismus in Schuluniform!). Es ist aber auch äusserst schwer, sich zwischen dem einzigen Lichtblick in The Big Bounce (Fräulein Foster) oder Kara aus Brick zu entscheiden. Nicht wie vermutet - und vielleicht auch mal heimlich gewünscht - sind aber nicht alle D.E.B.S. lesbisch, sondern nur eine von vieren. Aufgeschlossene Mädchen und lüsterne ältere Semester aus dem männlichen Lager werden den Film trotzdem als idealen Zeitvertreib für Zwischendurch empfinden.

3.6 Sterne
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06.05.2007 / rm