The Day After Tomorrow (2004)
The Day After Tomorrow (2004)
Roland Emmerich mag vor allem Materialschlachten, das ist seinen Filmen deutlich anzusehen - auch wenn es auf Kosten der Story geht. Und der Deutsche Regisseur hat auch schon einen gewissen Verbrauch an Komponisten zu bezeichnen. Seit er sich mit seinem ehemaligen "Stammkomponisten" David Arnold, der 3x für Emmerich tätig war, überworfen hat, durfte John Williams sich an The Patriot versuchen und nun kann der Österreicher Harald Kloser seine kompositorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. So ein Katastrophenfilm kann doch gerade musikalisch einiges bitten. Schade nur, dass Klosers Musik nicht auf den fahrenden Zug aufspringen konnte oder durfte. Im Zusammenhang mit Filmmusik aus Hollywood spricht man im Moment von der Fliessbandperiode. Um dieses Attribut kommt leider auch The Day After Tomorrow nicht herum. Klosers Musik hört sich an wie so viele andere Scores derzeit. Stilistisch ist die Arbeit nicht anders als mit emotionsloser Gigantomanie zu bezeichnen (die Orchestergrösse schwappt weit über 100 Mann und Frau), selbst wenn Kloser versucht Herz und Schmerz reinzubringen, hört sich das einfach bodenlos an. David Arnold hat wenigstens noch etwas thematischen Schmiss in Emmerichs Filme bringen können, The Day After Tomorrow kann nicht einmal damit dienen, bleibt zumeist gesichts- und musikalisch einfach harmlos. Enttäuschend.
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