Dawn of the Dead (2004)

Die Nacht der Zombies

Dawn of the Dead (2004) Die Nacht der Zombies

Oder: Unholy Sh*t!

Dawn of the Dead

"Da vorne gibts gratis Maniküre!"

Plötzlich begann es - keiner wusste wo und warum. Am Abend die Bevölkerung auf eine neue, bisher unbekannte Art von Infektion aufmerksam gemacht. Am Morgen ist bereits die Hölle los...

Ana Clark (Sarah Polley) wird unsanft geweckt. Das kleine, unschuldige Nachbarsmädchen bricht gegen Morgen in ihr Haus ein, fällt über Anas Freund her und beisst ihm die Halsschlagader durch. Der geneigte Leser weiss was folgt - der Tote ruht nicht bis in alle Ewigkeit in Frieden, vielmehr treibt den frischgebackene Untote (im Volksmund auch Zombie genannt) einen unsäglichen Hunger nach... Menschenfleisch!

Dawn of the Dead

Altes Sprichwort: "Die Letzten beissen die Zombies"

Der Fernsehprediger bringts auf den Punkt: "When there's no more room in hell, the dead will walk the earth!" Die meisten Nachbarn sind bereits der Plage verfallen, die Stadt im Ausnahmezustand. Mit Müh und Not kann sich Ana in ihr Auto retten. Auf ihrer Flucht trifft sie eine kleine Gruppe Überlebender. Unter der Führung des wortkargen Polizisten Kenneth (Ving Rhames) kann sich Ana mit Michael (Jake Weber), Andre (Mekhi Phifer) und dessen hochschwangeren Frau Luda (Inna Korobkina) in die nahe gelegene Shopping Mall flüchten, wo sie auf weitere Überlebende treffen.

Auf Hilfe warten ist vergeblich, eine ganze Heerschar Zombies hat das Shoppingcenter umstellt. Der Kampf ums Überleben hat nicht erst begonnen, er ist bereits beinahe verloren!


Kinofilm-Rating

Lieber Leser. Ich wurde gebissen. Lange geht's nicht mehr, und auch ich verwandle mich in eine immerhungrige Leiche. Trotzdem verwende ich die letzten Minuten meines (menschlichen) Daseins damit, Dawn of the Dead dir anzupreisen. Eigentlich bin ich gar nicht vom Fach: die meisten Horrorfilme sind so abstrus, unreal und billig, dass bei mir nur allzu oft das Fürchten ausbleibt. Werwölfe, Vampire, Geister, Zombies... jaja genau.

Doch Dawn of the Dead überzeugt. Nicht nur ist die Geschichte einigermassen brauchbar, auch fehlen (schwarzer) Humor und die nötigen Schockelemente nicht. Dazwischen immer wieder Zombies, die dir und den Leinwandhelden ans Fleisch wollen. Doch keine Angst, der Film übertreibt nicht mit der Gewalt. Damit Spannung aufkommt, sind für einmal die Filmzombies schneller und stärker als die Menschen. Vorbei sind die Zeiten langsamer, dummer Untoter!

Das Remake dürfte seinen Erfolg hauptsächlich seiner Detailtreue verdanken. Bereits im Vorspann, in der kurz die Vorgeschichte von Ana erzählt wird, fühlt man sich mitten ins Geschehen versetzt. So dauert's über acht Minuten bis zur Titelsequenz, in der den Zuschauern durch kleine Newsbericht-Einschübe die Dramatik der Lage klar gemacht wird. Punkteabzug gibt's leider für die unnötige, lächerliche Nebengeschichte mit der schwangeren Luda, das hätte nun wirklich nicht sein müssen. Ebenso ist der Charakter des verantwortungslosen Snobs total überflüssig. Schade.

Oh... ich spür's... meine Kräfte lassen nach. Viel Lebensenergie beleibt mir nicht mehr, bald wandle auch ich Untot... darum will ich die schauspielerische Leistungen gar nicht gross kommentieren, Sarah Polley gefällt mir hier sogar noch besser als in My Life Without Me. Dem Regisseur Zack Snyder darf zu einem guten Erstlingswerk gratuliert werden, und für einmal hat auch Drehbuchautor James Gunn gute Arbeit geleistet.

Zwei Highlights will ich nun aber doch noch verraten: Nachdem es unseren Überlebenden langsam langweilig wird, vertreiben sie sich die Zeit mit Zombie-Zielschiessübungen... Da muss unter anderen auch Jay Leno dran glauben. Das Beste jedoch kommt zuletzt. Der Abspann ist der eigentliche Höhepunkt des Filmes, wer das Kino da schon verlässt ist selber schuld!

*röchel* Nun rette dich, sonst ergeht's dir bald wie ... *keuch* ... mir!

4.6 Sterne
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28.04.2004 / th