The Chronicles of Riddick (2004)

Riddick - Chroniken eines Kriegers

The Chronicles of Riddick (2004) Riddick - Chroniken eines Kriegers

Oder: Was mal so cool anfing....

The Chronicles of Riddick

Na, Durchblick noch da?

5 Jahre sind seit den Ereignissen von Pitch Black vergangen. Der Verbrecher (und damalige eigentliche Held) Riddick (Vin Diesel) ist seit dem auf der Flucht und versteckt sich inzwischen auf einem Eisplaneten. Doch irgendwer hat eine immense Kopfgeldprämie auf ihn aufgesetzt und drum muss der Mann, der im Dunkeln sehen kann, wieder zurück in die Zivilisation. Glücklicherweise kommt ihm da der Kopfgeldjäger Toombs (Nick Chinlund) zu Hilfe, dessen Schiff Riddick klaut und sich auf den Weg nach Helios macht.

Dort trifft er auf einen alten Bekannten. Imam (Keith David), ein Gottesmann, der ebenfalls zu den Überlebenden von damals zählt. Doch dieser Mann will gar nicht Riddicks Kopf, sondern hat ihn durch diese ausgesetzte Prämie nach Helios gelockt, weil die Necromonger vor der Tür stehen. Diese brutale Sekte, angeführt vom Lord Marshall (Colm Feore) unterwirft einen Planeten nach dem anderen. Und wer sich nicht unterwerfen lässt, wird umgebracht.

The Chronicles of Riddick

Ein bisschen Spass muss sein...

Riddick macht ebenfalls die Bekanntschaft mit Aereon (Judy Dench). Sie ist vom Volk der Elementals und ist auf der Suche nach dem letzten überlebenden der Rasse der Furyaner. Denn nur so ein Furyaner, ein kriegerischer, starker und schmerz fast unempfindlicher Mann, ist der einzige, der die Prophezeihung erfüllen kann. Diese sagt nämlich, dass nur ein solcher Krieger den finsteren Lord Marshall töten könne und so die Welt retten würde.

Und dreimal dürft ihr raten, was der Riddick für einer ist... Jawohl, er ist der gesuchte Furyaner und hat jetzt eine Heidenarbeit vor sich...


DVD-Rating

Pitch Black war klasse. Ein Bösewicht, der zum Helden aufsteigt. Ein Typ, der im Dunkeln sehen kann und die Monster des Planeten vermöbelt. Glatze, Muskeln, One-Liner. Cool. Dass Vin Diesel lieber diese Rolle nochmals aufnehmen wollte, anstatt den zweiten Teil von xXx zu drehen (den jetzt Ice Cube für ihn übernommen hat), ist verständlich. Eigentlich sind ja die Abenteuer dieses Riddick als Trilogie geplant. Mal schauen, ob die Geschichte um den Mann mit den hellen Augen auch noch zu einem solchen Abschluss kommt.

Erstmal ist zu sagen, dass sich hier jeder einigermassen interessierte Zuschauer fragen sollte, warum man eigentlich soviel Geld und Arbeit in die Ausstattung des Filmes gelegt hat und sowenig in die Geschichte selber. Denn dass die Figur des Riddick Potenzial hat, ist ebenso klar wie dieser Film an den Kassen gefloppt ist. Der Hintergrund, die Person, die Taten, der Charakter oder auch die Geschichte seines Volkes. All das wären Ansätze gewesen, diese Figur noch interessanter zu machen. Leider hat man kaum was davon gebraucht und so verkommt Riddick in diesem Film zum tumben Metzger, der zwar im Dunkeln sehen kann, aber auch dann nur das macht, was er am besten kann. Nämlich Leute verprügeln, kämpfen und Muskeln zeigen. Zu allem Überfluss sind seine One-Liner dieses Mal weder lustig noch informativ, sondern nur lächerlich und nervend.

Die Geschichte ist also für die Katz. Die Schauspieler werden in Figuren gepresst, denen sie niemals auch nur annähernd Tiefe geben können, denn den Vorstellungen wird zuwenig Zeit gewidmet. Was unterscheidet also diesen Film vom totalen Flop? Es sind die Special-Effects und die Ausstattung. Diese beiden Departements haben bei der Produktion des Filmes vieles richtig gemacht und so ist aus The Chronicles of Riddick ein visuell sehr guter Film geworden, der mit Kostümen, Effekten und Bauten glänzen kann, während die Geschichte und die Charaktere total in die Hose gingen.

Fazit: Wer auf Vin Diesel steht (und das tun ja überraschenderweise viele), kann sich diesen Film durchaus angucken. Auch wer gerne schöne Bauten, Kleider und coole Effekte sieht, darf ruhig zugreifen. Jeder, der allerdings ein bisschen eine Grundstory verlangt und ein bisschen auf gutes Schauspiel steht, wird hier enorm enttäuscht werden. Also nehmen wir 4.5 Punkte für die Bauten und Co und einen (gaaanz knappen) Punkt für die Geschichte. Dann teile ich das durch Zwei und voila, die Bewertung macht Sinn.

Die vorliegende DVD hat einiges an Extras zu bieten. Endlich wird man aufgeklärt über Begriffe wie "Lord Marshall", "Helios" oder ähnliche kurz erklärt, so dass auch jedermann weiss, worüber im Film gelabert wird. Eigentlich solle man sich dieses Feature vor dem eigentlichen Film anschauen. Im verschiedenen Tagebucheinträgen (deren satte 92, wobei ein paar Tage geskippt wurden) werden wir von Kopfgeldjäger Toombs vollgebrabbelt, was er denn so macht und wie er sich jetzt auf die Suche nach Riddick macht. Anfänglich noch witzig, nervt dieses Feature dann nur noch. Ebenso wie die Begriffe, sollte man sich vor dem Film den "Riddick Insider" anklicken. Dann kann man nämlich interessantes über die einzelnen Szenen lesen.

Natürlich darf ein Blick auf die visuellen Effekte nicht fehlen und dazu kommen noch diverse Schauplätze, die man in 360° erforschen kann. Wenn man zuhause eine X-Box stehen hat, bietet diese DVD auch noch die Möglichkeit, ein kleines Stück aus dem zum Film passenden Game zu spielen. Mit dem Gamecube ist man hier leider auf verlorenem Posten. Ein paar nette Trailer runden die schöne Ausstattung ab. Wäre der Film so gut und unterhaltend wie die DVD geworden, ich hätte mich gefreut. Tja....

3.3 Sterne 5.0 Sterne
3.3 Sterne (108 Bewertungen) | 14 Kommentare

2.52.5
03.12.2004 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 24.11.2005

  • Bildformat: 1:2.35
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Interaktiver Fuehrer durch Riddicks Universum, Die Jagd auf Riddick, Riddick Insider, Hintergrundinformationen, Effekte, Riddicks Welten, 360° Perspektive des Sets, Guided Tour mit Vin Diesel, Trailer, X-Box-DemoGame