Cellular (2004)
Final Call
Cellular (2004) Final Call
Ryan (Chris Evans) ist ein Tagträumer. Er lebt sein Leben voll mit Spass, Kumpels und guter Laune. Einzig seine Beziehung zu Chloe (Jessica Biel) macht ihm Kopfzerbrechen. Denn sie will nicht mehr. Das hat sie ihm auch deutlich gemacht, aber so richtig kapieren tuts der Junge noch nicht. In einem weiteren Versuch, die Zuneigung der Schönen wieder zu gewinnen, macht sich Ryan auf, Botengänge für sie zu erledigen. Und als er so im Auto sitzt und durch die sonnige Landschaft cruised, klingelt sein Handy. Am Draht ist eine Frau, die er nicht kennt und die ihm erzählt, dass sie entführt worden ist. Er ist ihre einzige Überlebensschance....
Jessica Martin (Kim Basinger) bringt ihren kleinen Sohn zum Schulbus. Die Bio-Lehrerin lebt in einem gutbürgerlichen Haus mit Haushälterin und bereitet sich danach auf den Tag vor.... Als plötzlich die Tür eingetreten wird und fremde Männer im Haus stehen. Unter der Führung von Ethan (Jason Statham) wird die Frau gekidnappt, die Haushälterin erschossen und das Drama nimmt seinen Lauf. Im Versteck der Bösen wird die Frau ins Dachgeschoss bugsiert, das dortige Telefon zertrümmert und Jessica wird zurückgelassen. Aus dem zertrümmerten Telefon versucht sie durch Zusammenführen der Drähte eine Verbindung zu generieren. Und siehe da. Das Freizeichen ertönt und eine Nummer wird gewählt. Sie gerät an einen jungen Mann, der mit seinem Handy im Auto sitzt und ihr Flehen um Hilfe anfänglich für einen dummen Witz hält.
Das ungleiche Gespann kämpft nun um Leben. Erst "nur" um ihres, dann um dasjenige ihres kleinen Sohnes noch dazu und schlussendlich sind allesamt in Gefahr. Denn was für ein Skandal sich da aufdeckt, was für ein Verbrechen begangen und dummerweise gefilmt wurde und wie ein Polizist (William H. Macy), der eigentlich ein "Day-Spa" eröffnen will, schlussendlich zum Spielball der Gefahr wird, muss sich erst zeigen.
Wiedermal heisst es Gut vs. Böse. Oder haben die vermeintlich Guten schlussendlich gar nicht so reine Westen, wie man meinen könnte?
DVD-Rating
Ein Telefon im Mittelpunkt eines Thrillers. Kennt man das nicht? Doch während in Phone Booth eine öffentliche Telefonzelle in den Mittelpunkt des Geschehens rückte, ist es hier ein Mobiltelefon. Autor Larry Cohen hat Freude am telefonieren. Denn aus seiner Feder stammen beide Filme. Bei Cellular kommt zusätzlich zur Grundspannung noch eine interessante Geschichte und erstaunlich gute Action dazu.
Wieviele von uns würden bei einem solchen Anruf so reagieren, wie der junge Hauptcharakter in diesem Film? Würden wir einfach die Verbindung unterbrechen? Oder das Handy auf den nächsten Polizeiposten abgeben? Fragen, die man sich überlegen kann. Hier wird aus dieser Situation ein Film gemacht, der wie oben erwähnt auf durchaus akzeptablen Niveau zu unterhalten und zu fesseln mag. Die Handlung zieht sich schön durch die verschiedenen Schauplätze und auch wenn man manchmal über die Fähigkeiten und die Aktionen des jungen Telefonierers staunen mag, so bleibt man doch zufrieden vor der Glotze hängen. Die Klasse der Schauspieler tut das Ubrige....
Wo wir grad dabei sind... Kim Basinger teilt das Schicksal vieler in die Jahre gekommener Stars der 80-er Jahre. Es fehlen die Burnerfilme, die ihr angeboten werden. Hier hat sie allerdings eine wirklich passable Wahl getroffen und vermag in ihrer Rolle als gefangene Ehefrau durchaus zu überzeugen. Hauptdarsteller Chris Evans wird man demnächst als "Human Torch" in The Fantastic Four bewundern können. Hier gibt er ebenfalls eine solide Arbeit ab. Das konnte man nach den ersten Filmszenen doch eher nicht erwarten. In Nebenrollen sind der immer wieder überzeugende William H. Macy und der coole Jason Statham zu sehen, wobei man dem Ersten seinen Part als schiesswütiger Cop nicht so recht abnehmen will und der Zweite dafür die nötige Portion Coolness in den Film bringt.
Fazit: Cellular ist kein Thriller, der das Genre revolutioniert oder den man zu den Besten seines Fachs zählen darf. Nichts desto Trotz vermag er zu packen, zu unterhalten und an Spannung mangelt es wahrlich nicht. Wenn man dazu noch die gut agierenden Schauspieler zählt, die schönen Aufnahmen aus Kalifornien und die verzwickte Story, dann kriegt man einen Film geboten, der für Spannung sorgen mag und der so manch gross angelegtem Actionfilm, der den Sprung ins Kino geschafft hat, alt aussehen lässt.
Die DVD bietet einige interessante Features, die sich anzuschauen lohnt. Neben dem obligaten Audiokommentar, dem Trailer und den nicht verwendeten Szenen, ist es vor allem das Making-of, dass recht sauber und informativ daherkommt. Doch so richtig interessant wird's bei der Dokumentation über den "Rampart Skandal", der detailliert aufzeigt, wie man mit "dirty Cops" umgesprungen ist. Das Feature "Celling out", welches die Rolle des Telefons und des Handys im speziellen im modernen Kinofilm unter die Lupe nimmt, ist ebenfalls recht interessant und einen genaueren Blick wert
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4.1 Sterne (47 Bewertungen) | 6 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 13.05.2005
- Bildformat: 2.35:1 (16:9 Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Audiokommentar, Dokumentation "Celling Out", Der Rampart Skandal, Making-of, Nicht verwendete Szenen, Trailer



