Bridget Jones: The Edge of Reason (2004)
Bridget Jones: The Edge of Reason (2004)

"Die Musik war jener Teil des Films, bei dem wir die grössten Meinungsverschiedenheiten hatten" schreibt Regisseurin Beeban Kidron in der Einleitung zum Original Soundtrack von Bridget Jones: The Edge of Reason. Mit diesem Zitat bezieht sie sich allerdings nicht auf die Zusammenarbeit mit Komponist Harry Gregson-Williams, sondern auf die Auswahl der Songtitel, die in den Film aufgenommen werden sollten. Was auch immer die verschiedenen musikalischen Ansichten gewesen sein mögen - die 17 Titel, die letztlich für die CD ausgewählt wurden, erinnern in der Zusammenstellung ein bisschen an Kuschelrock und sind allesamt sehr hörerverträglich, wenn auch nicht gerade aussergewöhnlich. Die Stücke, in der Mehrzahl Schmacht- und Knutschfetzen, erklingen aus den Kehlen einer illustren Interpretenschar, die sich von Carly Simon über Robbie Williams bis Mary J. Blige erstreckt. Ideal für ein- oder zweisame Winterabende.
Soweit so gut. Das grosse Aber muss jedoch auch erwähnt werden: Vom eigentlichen Score kriegt man nämlich praktisch nichts zu hören. Wer gerne Komponist Gregson-Williams' Arbeit gelauscht hätte, dem muss der 2.12 Minuten kurze Track 18 (bei einer CD-Gesamtspielzeit von 70.58 Minuten) als Hörprobe genügen. "Bridget's Theme" klingt denn zwar ganz nett; das Stück ist aber dermassen kurz, dass der Wunsch von Regisseurin Kidron sicher unerfüllt bleiben wird: "Wenn Sie an Bridget denken, wird es Harrys Melodie sein, die in Ihrem Kopf spielt."
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