The Bourne Supremacy (2004)
Die Bourne Verschwörung
The Bourne Supremacy (2004) Die Bourne Verschwörung
Oder: Wanna see a Ruckel-Film?
Der an Amnesie leidenden Superagent Jason Bourne (Matt Damon) hat sich mit seiner Freundin Marie (Franka Potente) nach Goa in Indien verzogen und schiebt die ruhige Kugel beim Joggen am Strand. In Berlin ist aber die Kacke am Dampfen. Ein CIA-Agent und seine russische Kontaktperson werden ermordet aufgefunden - zusammen mit einem Fingerabdruck von Bourne. Schnell ist klar, da will jemand den Bourne verscheissern, denn der kann ja unmöglich gleichzeitig am indischen Strand hängen und in Deutschland Agenten meucheln.
All das weiss aber Pamela Landy (Joan Allen) im CIA-Haupquartier noch nicht. Für die ist erstmal Bourne der Hauptverdächtige. Bei ihren Nachforschungen stösst sie auf ein geheimes Projekt, von dem ihr Boss Ward Abbott (Brian Cox) mehr zu wissen scheint, als er zugeben will. Ihr wird klar: Bourne war mal einer der ihren. Zusammen mit der ebenfalls am Projekt beteiligten Nicolette (Julia Stiles) geht's auf nach Berlin, um Bourne dingsfest zu machen.
Dessen Aufenthalt in Goa wird empfindlich gestört vom russischen Killer Kirril (Karl Urban), der ihm an den Kragen will. Ein Superagent wie Jason Bourne merkt aber sofort, wenn einer den falschen Wagen fährt und sich nicht ortgerecht kleidet. Er macht sich deshalb aus dem Staub und versucht in Neapel, Berlin und Moskau rauszufinden, wer ihn diesmal veräppeln will...
DVD-Rating
Das erste Abenteuer des mysteriösen Jason Bourne, namens The Bourne Identity war solid und okay. Mehr begeistern konnte mich die Geschichte um den Mann ohne Gedächtnis nicht. Zwar sind coole Krimis immer einen Blick wert, aber es hatte da schon ein paar Dinge drin, die eher zum schmunzeln waren, denn wirklich Spannung entfachten.
Nun, im zweiten Teil, wird die Geschichte weitergesponnen. Die Hauptfiguren sind noch immer auf der Suche, haben sich aber an einem vermeintlich ruhigen Ort niedergelassen. Das dem nicht auf Dauer so ist, scheint klar. Der erste Killer taucht auf, die ersten Actionszenen folgen und der Film nimmt Fahrt auf. Was danach kommt, ist gute und solide Actionunterhaltung, bis etwa in die Mitte des Filmes. Da muss was passiert sein, denn danach geht's eigentlich nur noch bergab.
Was ausserdem auffällt, ist die Kameraführung. Da ruckelts und wackelts, dass einem der Kopf nach kürzester Zeit Schmerzen bereitet. Sieht zwar alles "echt" aus und man wollte wohl den Eindruck vermitteln, dass da nix mit Glamour und Stars sei, sondern mit echten Figuren, wirklichen Ereignissen und halt Sachen, die jederzeit und jedermann passieren können. Eigentlich eine lobenswerte Einstellung, die leider durch die völlig verwackelte Kamera sich ins Gegenteil umwandelte....
Die Schauspieler sind glücklicherweise wieder die gleichen. Matt Damon spielt solide, ohne gross zu überzeugen. Obwohl seine Figur sichtbar ein paar Geheimnisse verbirgt, wird man nicht so richtig warm mit dem Charakter von Jason Bourne. Die Deutsche Franka Potente kriegt keine Chance, ihre im ersten Teil aufgebaute Rolle zu wiederholen. Warum das so ist, wissen die meisten und die anderen werdens beim ansehen der DVD erfahren. Sonst wirft man ein paar bekannte Gesichter in den Thrillertopf, die allesamt solide performen. Dass Brian Cox Dreck am Stecken hat, ist nicht nur geübten Filmguckern schon nach kürzester Zeit klar. Cool war Karl Urban, der bald in Doom durch die Kinosäle ballern wird.
Fazit: The Bourne Supremacy schliesst sich seinem Vorgänger an und bietet solide, wenn auch schlussendlich für mich nur durchschnittliche Unterhaltung. Schön, dass Filme mit Hollywoodstars mal nicht in Los Angeles oder New York spielen, sondern man auch durchaus Lokationen in Europa berücksichtigt. Im ersten Teil konnten die Schweizer über Zürich (das man in Prag "gedoubelt" hat) lachen und hier ist es Berlin, an dem vor allem unsere Nachbarn ihre Freude haben werden. Wem allerdings der erste Teil schon megamässig gefallen hat, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Für mich gibt es allerdings weit bessere Action-Thriller, auch wenn dieser hier gute Momente hat. Nur leider reichen solche Momente nicht aus, um einen ganzen Film zu füllen..
Die DVD bietet einen Wald voll Featurettes. Berichte über die Stunts, das Kampftraining, die *bumm* Pyrotechniken, eine Verfolgungsjagd durch Moskau oder auch die Brückenszene, die genauestens unter die Lupe genommen wird. Dazu Berichte über die Musik zum Film (Joe Powell erklärt...) oder wie man die einzelnen Szenen so "real" wie möglich in Szene setzt. Ebenso heften wir uns visuell an die Fährten des Jason Bourne und verfolgen seine Reise durch den Film. Details zum Casting, sowie nicht verwendete Szenen und der obligate Trailer runden das Angebot ab. Und wens brennend interessiert, was wo wann und wie gemacht wurde, der schaltet sich am besten den optionalen Audiokommentar des Regisseurs dazu.
Ton kommt okay rüber, während das Bild eine Katastrophe ist. Das wackelt an einigen Szenen extrem und verursacht Kopfweh. Da müsste man dem Vertreiber der DVD mal gehörig... was? Achja, das gehört ja zum Film und muss so sein. Sorry... *g*
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4.4 Sterne (144 Bewertungen) | 10 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 02.03.2005
- Bildformat: 1:2.35
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Unveröffentlichte Szenen, Das Casting, Der Look des Filmes, Die Effekte, Auf der Flucht, Kampftraining, Verfolgungsjagd in Moskau, Das Action Mobil, Die Anatomie einer Actionszene, Musik des Films, Audiokommentar, Trailer


