Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid (2004)
Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid (2004) Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Oder: gefressen werden oder ... gefressen werden
Wäre es nicht toll, wenn eine Pille auf den Markt kommen würde, die das Leben verlängern könnte? Wäre es nicht extrem cool für die Erfinder, damit Millionen über Millionen Dollar zu verdienen? Genau. Und so kommt es, dass sich eine Gruppe von jungen und gutaussehenden Forscher auf die Reise machen, eine Orchidee zu finden, die nur alle 7 Jahre für 2 Wochen blüht. Denn diese Blume hat eine Substanz in sich, die es ermöglicht, eben genau so eine Lebensverlängerungspille her zu stellen.
Man macht sich auf die Reise nach Bormeo, um diese Blume zu finden. Dort ist grad Regenzeit und drum fährt kein "normaler" Kapitän mit seinem Schiff den Fluss hoch. Nur ein ganz verwegener Typ namens Bill Johnson (Johnny Messner) wills machen. Gegen Bares, natürlich. Man gönnt sich ja sonst nix. Das Schiff tuckert vor sich hin, man verpasst eine Flussabzweigung, baut einen schönen Unfall und sitzt schlussendlich auf dem Trockenen. Wohin jetzt?
Ein zweiter Kapitän wird angepiept und der macht sich auf den Weg, die Gruppe zu retten. Doch diese hat inzwischen mit grösseren Problemen zu kämpfen. Begegnungen mit einer riesigen Anakonda kosten einigen Mitgliedern das Leben. Wo eigentlich nur eine einzelne Schlange sein soll, sind nun aber viele. Naja, ist ja schliesslich Paarungszeit und da kommen die Viecher von überall her, um sich zu... naja, ihr wisst schon.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein geldgieriges Gruppenmitglied zeigt sein wahres Gesicht, die Crew wird weiter dezimiert, die Schlangen fauchen und finden in der Ansammlung von schönen Menschen ein feines Fressi-Fressi.
Obs jemand überlebt? Ob eine Schlange an verdorbenem Magen zu Grunde geht? Man wird es sehen....
DVD-Rating
Könnt ihr euch noch an 1997 erinnern? Damals machten sich Jennifer Lopez, Ice Cube und Owen Wilson auf, um im Dschungel auf eine riesige Anaconda zu treffen, die dann auf mehr oder weniger spektakuläre Weise die Crew dezimierte. Manche würden zwar das "spektakulär" durch "blödsinnig" oder "lächerlich" ersetzen, aber wenns um riesige Viecher geht, dann bin ich vielleicht etwas voreingenommen. So habe ich mich auch auf Anacondas gefreut, der nie bei uns Kino lief und jetzt versucht, die DVD-Charts von hinten aufzurollen.
Was muss das arme, aber unerschrockene Team dieses Mal finden? Richtig, eine Blume. Und wo wächst die? Richtig, im Amazonas. Und was hats natürlich dort? Richtig, grosse, menschenfressende Schlangen. Und wer hat grad Paarungssaison und ist deshalb besonders giggerig auf Beute? Richtig, die übergrossen und menschenverschlingenden Anacondas. Das ist alles, was man zu diesem Film wissen muss. Wenn man sich auf dieses "Niveau" runterlässt, dann kriegt man es mit einem schön trashigen, mittelmässig spannenden, aber dennoch recht interessanten Filmchen zu tun, bei dem man das Hirn locker irgendwo beiseite legen kann.
Die Schauspieler kommen gesichtslos daher und bleiben es durch den ganzen Film durch auch. Man würfelt ein paar junge, unverbrauchte Gesichter zusammen, die zwar Forschungs- und Bürojobs haben, aber allesamt im Unterhemd muskulös daherkommen und lässt sie natürlich auf einen extrem coolen und seine eigene Vergangenheit vergessen wollenden Schiffskapitän. Wer schlussendlich überlebt und obs überhaupt einer schafft, wird eigentlich recht schnell klar. Allerdings wartet man immer gespannt auf die Schlangen-Action, die auch gut daherkommt.
Fazit: Nein, Anacondas wird den meisten Leuten nicht gefallen. Blöde Story, ecklige Schlangen, hölzerne Schauspieler oder die Tatsache, dass ein grosser Teil im dunklen Dschungel spielt, wos natürlich gerade regnet, damit man auch fast gar nichts sieht. Wer aber auf diese spezielle Art von Tierfilmen steht, der wie ich auch Eight legged Freaks sehr unterhaltend fand, der darf sich hier definitiv ruhig mal hinsetzen und sich für 90 Minuten in den Dschungel entführen lassen. Denn schöne Bilder liefert der Film zu Genüge. Und wenn der Film schon blöd ist, dann kann man sich wenigstens an denen erfreuen. Oder?
Die DVD bietet nichts spezielles. Informationen über Schlangen oder die Gegend, wo der Film spielt, sucht man vergebens. Dafür gibts ein Making-of, das nicht viel neues verrät, ein paar entfallene und überflüssige Szenen, den obligaten Trailer und die Trailershow vom Filmverleih
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2.8 Sterne (19 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 05.04.2005
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Englisch (Dolby 5.1), Deutsch (Dolby 5.1), Polnisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Englisch, Deutsch, Polnisch, Türkisch
- Extras: Making-of, Entfallene Szenen, Trailer, Trailershow



