13 Going On 30 (2004)

13 Going On 30 (2004)

Oder: ... von 13 auf 30 und dann gegen 0

13 Going On 30

13 + 17 =

Man schreibt das Jahr 1987: Jenna (Jennifer Garner) ist ein bald 13jähriger Teenie und steht in ihrer vollen Jugendblüte. Jennas erstes Problem ist, dass das Erwachsensein noch in so weiter Ferne ist und sie grundsätzlich am liebsten sogleich 30 Jahre alt wäre. Daneben gibt's noch weitere Unstimmigkeiten wie z.B. ihre Eltern, die Clique der sechs Mädchen in der Schule, bei welcher sie gerne aufgenommen würde und last but not least ist da dieser schnucklige Junge, der ausgerechnet keine blassen Dunst von Jennas Existenz hat.

13 Going On 30

30?!?!?!

Jenna hat keine Lust mehr, sich nur noch mit dem Nachbarjungen und bestem Freund, Matt Flamhaff (Mark Ruffalo) abzugeben. Deshalb lädt sie alle "coolen" Schulkids zu ihrem Geburtstagsfest - dem dreizehnten - ein. Doch die Party ist ein regelrechtes Disaster. Als Jenna für ein Spiel namens "Sieben Minuten im Himmel" von der Anführerin der Mädchenclique in einen Wandschrank eingesperrt wird und alle Leute den Schauplatz verlassen, fühlt sich unser Geburtstagskind alles andere als gut.

13 Going On 30

Wat'n'dat?

Als das junge Fräulein alleine im Schrank sitzt, wünscht sie sich endlich erwachsen zu sein... dann könnte sie das Leben führen, das sie schon immer führen wollte. Und *puff* - ganz erstaunlich - Jennas Wunsch wird wahr! Am nächsten Tag, als Jenna erwacht, befindet sie sich im Jahr 2004 und sie ist... Bingo! 30 Jahr alt, hat erst noch einen grossartigen Job und eine einzigartig geräumige Wohnung an der Fith Avenue. Jeann = endlich cool und vor allem sehr beliebt.

13 Going On 30

Uuuuhhaaaahh!

Ein Haken hat die Sache allerdings, denn Fräulein Wunsch hat absolut keine Ahnung, wie sie so urplötzlich 30 Jahre alt werden konnte. Nach anfänglicher Verzweiflung beginnt Jenna ihr neues (nicht mehr ganz zukünftiges) Leben zu geniessen. Als sie Matt (wieder)trifft, muss sie mit Erschrecken feststellen, dass sie und ihr damals bester Freund seit dem Geburtstagsfest von damals keinen Kontakt mehr haben. Zudem steht Matt kurz davor, seine Verlobte zu heiraten.

Jenna begreift, dass alles zu haben nicht genug ist und so entschliesst sie sich, ihrer ersten echten Liebe eine zweite Chance zu geben. Und dieses Mal ist ihr grösster Wunsch, dass es dafür nicht zu spät ist.


Kinofilm-Rating

Anno dazumal schaffte Tom Hanks als "Josh" im allseits beliebten Film Big (1988) den Zeitsprung vom Teenie zum erwachsenen Spielzeugtester und wieder zurück. Damals holte er sich den Zauber auf einem feierabendlichen Rummelplatz. Damals... und heute quietscht, zappelt und mampft sich eine *schwupps* 13-jährige junge Dame im 30-jährigen Körper von Jennifer Garner auf der Kinoleinwand (= 13 going on 30) umher. Wird da ein 88er zum 04er gemacht? Jein, denn (und aber) die Idee zum 2004er Projekt stammt bestimmt nicht aus der Feder eines genialen Hollywood-Autors, der noch nie zuvor etwas vom Big'schen Gewürzmix gehört hat(te). Oh nein, denn das Bewährte - und längst nicht Erkaltete - wird aus dem Staate Hollywood erneut in die Mikrowelle geschoben und rasant, lauwarm und verkitscht rosarot verpackt den Teenies und Anti-80ern aufgetischt. Voilà: Das Abendessen - 13 going on 30 ist serviert!

Seitdem Britney Spears die Bravos und Pop Corns dieser Welt mit ihren unschuldigen Zöpfen, dem Minirock und der gemachten Oberweite füllt, liegt der Barbie-Skipper Perfektplastik Kitsch eh bei vielen Unmündigen im Trend; da passt ein glitzerndes "Ich wünscht', ich wär' endlich erwachsen" zu den Gesprächsthemata der pubertierenden Teenies. An dieses gekünsteltes Spears-Image knüpft die Verwandlung der 13-jährigen Jeanna-Muksemaus in die 30-jährige Heftli-Macherin und gründet somit auf einer - Entschuldigung - unsäglich oberflächlichen, überdrehten Ausgangslage, die nichts Gutes verspricht. Kurz und schmerzlos: Die Story ist weicher als weich; die Szenerien sind aalglatt, pastellfarben im Quadrat und bewegen sich ausserhalb jeglichem europäischen Verständnis für Normalität. Dafür lohnt sich ein Kinobesuch in meinen Augen nicht...

... doch wer Jennifer Garner, die knallharte ALIAS-Schauspielerin, in turtelnder Aktion sehen möchte, bekleidet in ominös-quirrliger und wenig geschmacksvollen Kitschklamotten, ist in 13 going on 30 bestens bedient. Hemmungslos turnt Mme. Garner vor der Kameralinse umher und scheut sich nicht, ihr Talent für Grimassenschneiden und Kindeleien in Bestform zu zeigen. Ziemlich "unlike" dem, was wir bisher von ihr (als Elektra in Daredevil) gewohnt sind. Erwachsene Männer - oder solche, die glauben, es zu sein - werden sich vielleicht eher für ihre Darstellung(en) erwärmen können; Frauen hingegen wurden m.E. von den Verantwortlichen wohl nicht in den Kreis der Angesprochenen gewählt...

Fazit: Aufgewärmtes und neu besetztes Material mit netter Schauspielbesetzung vor kitschig-überdrehtem Hintergrund. Für Plastik-Romantiker und Fans einer vor-pubertierenden Jennifer Garner. Jedem das Seine... nichts für mich! PS: Feedback(s) sehr erswünscht; v.a. widerlegende Statements!)

3.5 Sterne
3.5 Sterne (47 Bewertungen) | 10 Kommentare

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16.07.2004 / nd