The Recruit (2003)

Der Einsatz

The Recruit (2003) Der Einsatz

Oder: See Ai Ey

The Recruit

"Zwitscher?!"

Ein Computerprogramm namens „Spartacus" wurde entwickelt. Und zwar von einem Jungspund namens James Clayton (Colin Farrell). Nun reissen sich die grossen und mächtigen Firmen (z.B. "Dell") um dieses junge Genie. Das Rennen macht schlussendlich das CIA.

Unter den wachsamen Augen des Veterans Walter Burke (Al Pacino) muss nun Clayton durch die harte Schule des CIA, auf dem Weg zum Agenten. Als sich der junge Mann dann seinem ersten Auftrag stellen muss, ist es ausgerechnet die schöne Layla (Bridget Moynahan), die im Verdacht steht, eine Doppelagentin zu sein.

Kann sich James Clayton behaupten? Oder ist die körperliche Anziehung der Beiden zu gross und noch klar denken zu können? Und welche Rolle spielt der Mentor Walter Burke?


Kinofilm-Rating

Rund 52 Mio Dollar hat „The Recruit" in den Staaten bis heute eingespielt. Mit dem aufstrebenden Colin Farrell (dem genialen „Bullseye" in Daredevil) und dem alternden Al Pacino wurde hier ein Paar gefunden, dass für Star-Power steht. Dazu eine intelligente Story im innern des CIA. Das will der Thriller- und Actionfan mehr? Mal schauen, ob sich die schweizer Zuschauer ebenso rekrutieren lassen

Nachdem der lange Vorspann abgeschlossen ist (und man weiss, wie der Film heisst und wer ihn gemacht hat...), geht die Story gleich sympathisch los: Da ist ein Computerprogramm, dass so ziemlich alles kann und dessen Entwickler wird mit Angeboten der grossen Software-Giganten (die ihn und das Programm gerne in ihren Reihen sehen würden) konfrontiert. Ein mysteriöser Mann taucht auf, weiss viel über Clayton's Vater (*köderauswerf*) und unser Entwickler beisst an.

Ausbildung auf der "CIA-Farm", Übungen ("everything's a Test") und nächtliche Ausflüge wechseln sich ab, bis unser "Held" sich mit einem Auftrag konfrontiert sieht, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

Al Pacino und Colin Farrell stehen eigentlich für gutes Kino. Und in The Recruit zeigen sich auch beide von der besseren Seite. Al Pacino, als älterer, verbitterter und (wie es sich für einen Spionagefilm gehört) mysteriösen Rekrutierer, der die "Jungs" an ihre Grenzen führt und dessen Rolle bis zum Ende recht undurchsichtig bleibt. Colin Farrell, der junge, attraktive Held dieses Filmes, spielt ebenfalls solide und überrascht mit einigen guten Auftritten. Aber schlussendlich zieht er gegen den Altmeister Al Pacino (schauspielerisch) den Kürzeren. Der Rest der Truppe ist Beigemüse, trägt allerdings viel dazu bei, dass der Zuschauer ziemlich an der Nase herumgeführt wird.

Die Story ist spannend, gut inszeniert, actionreich und halt ein guter Spionagefilm. Man bekommt Einblicke in die "James-Bond-Technik" und muss eingestehen, dass man irgendwie doch immer den Falschen im Verdacht hatte, wenn's am Schluss zur Auflösung geht.

Fazit: The Recruit ist ein solider, spannender Thriller, der zeitweise zwar etwas Längen hat und verwirrend ist, aber grundsätzlich sehr gut unterhält. Man muss das Köpfchen schon bei der Sache haben, ansonsten wird man am Schluss recht heftig auf den Boden der Tatsache zurückgeholt. Empfehlenswert ist der Film sicherlich für Spione aller Art und solche, die mit ihrer "YPS"-Ausrüstung mal wieder auf die Pirsch gehen wollen. Hat mir gefallen, dieser Einsatz...

3.9 Sterne
3.9 Sterne (93 Bewertungen) | 12 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
18.05.2003 / muri