Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life (2003)
Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens
Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life (2003) Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens
Oder: Frauen und ihre Neugier....
Erdbeben und Steinschlag in Griechenland. Ein Grund zur Panik? Vielleicht für Touris und Ruhebedürftige, aber nicht für Archäologen wie Lara Croft (Angelina Jolie). Für sie wird's erst richtig interessant, wenn alte Tempel und Statuen zu finden sind und man vielleicht sogar nebenbei noch die Welt retten kann....
Anyway, hier findet die gute Lady Croft eine goldene Kugel, die ein Schlüssel sein soll. Und zwar zu "Pandora's Box". Ja genau. Diese Box (oder in diesem Fall ein Schächtelchen) soll ja bekanntlich alles Schlechte der Menschen beinhalten und der Grund für diverse Plagen der Weltgeschichte sein. Nun, um das Abenteuer richtig in Schwung zu bringen, wird dieser "Kugel-Schlüssel" von bösen Gaunern gestohlen, die das Teil nachher an den Meistbietenden verkaufen wollen. Einer von diesen vermeintlichen Käufern ist ein Wissenschaftler namens Reiss (Ciaran Hinds), der seine Errungenschaft dann ebenfalls für horrende Summen an verschiedene Länder verkaufen möchte, da ihm das Menschenleben an sich relativ egal ist.
Diese Voraussetzungen schreien natürlich nach einer Heldin. Die ist mit Lara Croft schnell gefunden. Sie verzichtet auch auf die Unterstützung des britischen Geheimdienstes und macht sich auf die Reise zu Teddy Sheridan (Gerhard Butler). Der ist eingebuchtet im winterlich kalten Gefängnis und ist auch sonst nicht gerade derjenige, dem man mühelos sein Leben anvertrauen sollte. Aber er sieht gut aus, hat einen herrlichen Akzent und macht mit blankem Oberkörper eine gute Figur. Was will man (oder in diesem Fall "Frau") mehr...
So macht sich das Paar auf die Suche nach der Kugel, wird beschossen, verprügelt, gefangengenommen oder sonst irgendwie bedroht. Sie befreien sich aber auch wieder regelmässig auf Arten und Weisen, die jedem Stuntman die Augen befeuchten würden. Ihnen immer auf den Fersen ist Reiss' Oberkiller Sean (Till Schweiger ), der zwar immer einen Schritt zu spät kommt, aber trotzdem extrem fies ist.
Nach einer Reise rund um den Globus trifft man sich in Afrika zum grossen Finale. Dort wird herausgefunden, was es mit den "Schattenwächtern" auf sich hat. Dort wird die Riege der Bösewichte arg dezimiert und dort finden sich zum endgültigen Finale Lara Croft, Bösewicht Reiss und Teddy Sheridan ein. Und während bei Lara und Reiss die Rollen klar verteilt sind, versucht Sheridan das Zünglein an der Waage zu spielen und Lara muss sich entscheiden, welchen Weg sie gehen will....
DVD-Rating
Und wiedermal begibt sich Angelina Jolie auf die Spuren eines Indiana Jones, in denen sie hilflos versinkt.... Schon in Teil 1 wurde ich eher gelangweilt als unterhalten und in der Fortsetzung kam ebenfalls einige mal ein "ja, sicher" über die Lippen und der Nervpegel stieg laufend. Aber so ächzend, verwirrend und unspannend ist The Cradle of Life dann doch nicht geworden.
Als der Pubertät entwachsener und wirtschaftlich mitdenkender Mensch fielen mit bei der Betrachtung vor allem zwei Sachen im Bezug auf die Hauptdarstellerin auf. Einmal ist da die Frage, woher die gute Archäologin immer wieder ihre enganliegenden und sabberfördernden Bekleidungen nimmt. Hat die einen Theaterkostümfundus auf Reisen dabei? Sogar im abgelegensten Holzhüttchen hat sie neue, frische, schöne Kleider, in denen sie dann "unauffällig" das jeweilige Land betritt... Und zweitens: Die Frau hat Kohle zum aus dem Fenster schmeissen. Hubschrauber, Schlösser, Waffen, Computer-Schnickschnack, Boote, Flieger... "Name it, she's got it!".... Geld ist ja okay, aber soviel wie die Figur alleine in diesem Abenteuer filmisch ausgibt, das reicht locker um einen Kleinstaat zu unterhalten...
Neben Angelina Jolie haben natürlich die Nebenfiguren keinerlei Chancen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Allerdings versuchen sie es wacker und an drei Personen mag man sich auch nach dem Film noch erinnern. Gerhard Butler, den man letzthin noch als zeitreisender Student in Timeline beäugen konnte, ist das Boy-Toy des Filmes. Sieht gut aus, darf zuschlagen und die Hauptdarstellerin küssen. Dass man seiner Figur nicht trauen darf, ist allerdings schon vom Schiff aus klar ersichtlich. Ciaran Hinds hat man auch schon mal in irgendwelchen Filmen gesehen. Er versucht dem Bösewicht etwas Tiefgang zu verleihen, schafft es aber nur sehr selten. Der dritte im Bunde ist natürlich Til Schweiger. Der deutsche Exportartikel brachte es in Hollywood nicht weit und wird drum zurück nach Good ol'Germany zügeln und dort in lustigen Filmchen wie (T)Raumschiff Suprise - Periode 1 auftreten und zusätzlich in bälde als Lucky Luke über die Leinwand holpern. In diesem Film könnte seine Rolle kaum stereotypischer sein und sein Dialog beschränkt sich aufs fröhliche Fluchen oder auf "Go", "Stop" oder "Move". Naja, wenigstens kennt man ihn in Deutschland...
Fazit: Tomb Raider 2 ist eine kleine Steigerung zum ersten Teil der Filmreihe. Solide, anspruchslos, mit schönen Bildern ausgeschmückt und recht Intelligenzfrei. Man wird zwar sicherlich anständig unterhalten, aber den Anspruch eines Welterfolges oder eines Nachfolgers von anderen, erfolgreicheren, cooleren und lässigeren Archäologen, wird man zu keiner Zeit gerecht. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Verfilmungen der Reihe besser und auch mal ein wenig anspruchsvoller werden und sich nicht nur auf aufgespritzte Körperteile der Hauptdarstellerin verlassen.
Die DVD des zweiten Abenteuers von Lara Croft wird in einer herrlichen Collectors Special Edition Box zusammen mit dem ersten Teil und dessen Special-Features-Disk (inkl. Game, Poster und signierter Autogrammkarte) geliefert. Schön anzusehen und sicherlich eine imposante Erscheinung im DVD-Regal. Wenn wir uns die Specials zu diesem zweiten Teil zur Brust nehmen, gibt es neben dem riesigen Haufen von Trailern die Special-Berichte, die zu überzeugen wissen. In Trainings wird man Zeuge der physischen Kraftakte der Hauptdarstellerin, während Vehicules and Weapons sich, wie der Name schon sagt, auf die Fahr-, Tauch- und Flugzeuge, sowie die waffentechnische Ausstattung beschränkt. In Stunts und Visual Effects wird tricktechnisch gezaubert und darauf Wert gelegt, dass Angelina Jolie die meisten Sachen selber gemeistert hat. In Score werden die Freunde der Filmmusik auf ihre Kosten kommen. Was wann wo und warum gespielt wird, erklären hier die Spezialisten.
Zu all dem genannten kommen noch die gelöschten Szenen, in denen man ein alternatives Ende beäugen kann, welches dann auch vom Regisseur begründet, glücklicherweise nicht im finalen Film verwendet wurde. Versprecher gibts im Screentest von Gerard Butler, dem man hier über die Schulter gucken kann. Dazu ein paar Musikvideos, eine Slideshow, Produktionsnotizen (auf Texttafeln) und für ganz angefressene die Möglichkeit mit dem DVD-Rom-Feature sich sogar Lara Croft's Stimme auf den Anrufbeantworter zu laden....
Somit hätten wir 5 dieser 6 DVDs mehr oder weniger behandelt. Was jetzt noch fehlt, ist das eigentlich besondere an dieser Ausstattung. Der Name ist HDTV (High Definition TeleVision) und es soll der ganz grosse Bringer sein... Was es ist, kann man unter diesem Link mal selber nachlesen. Grundsätzlich soll diese Version der DVD ein bis zu 400% schärferes Bild abliefern und es könnte gut sein, dass sich diese Qualität bis in ein paar Jahren einen nicht mehr wegzudenkenden Namen gemacht hat. Momentan braucht man dazu einen Turbo-PC. Ich schau mir aber die DVD halt lieber noch so richtig altmodisch mit dem Player an...
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2.5 Sterne (106 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: 2.35:1 (16:9 anamorph)
- Sprachen: Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
- Extras: Trailers, "Training", "Vehicles and Weapons", "Stunts", "Visual Effects", "Scoring", Deleted Scenes, Alternatives Ende, Gerard Butler's Screen Test, Musikvideo von KoRN, Musikvideo von den Davey Brothers, Cast + Crew-Infos, Slideshow, Produktionsnotizen, Extra Trailers, DVD-Rom




