Timeline (2003)

Timeline (2003)

Oder: Rein oder raus!

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Die Ritter in Spe vorher....

In dem kleinen französischen Örtchen Dordogne wird gebuddelt. Und zwar archäologisch. Professor Edward Johnston (Billy Connolly) leitet die dortigen Ausgrabungen der historischen Schätze. Ihm zur Seite steht sein Assistent Andre Marek (Gerard Butler), ein Liebhaber der alten Zeit, der auch in seiner Freizeit gern das Schwert schwingt und mit Pfeil und Bogen praktiziert. Dazu des Professor's eigener Sohn Chris (Paul Walker), der sich aber lieber intensiv um die Studentin Kate (Frances O'Connor) kümmert und mit dem Gebuddele und Gepinsele nicht viel am Hut hat.

Eines Tages wird der Professor nach New Mexico gerufen. Und zwar von der ihn finanzierenden Firma ITC und deren Chef Robert Doniger (David Thewlis). Eigentlich ganz unspektakulär nimmt die Handlung seinen Lauf. Bis die Studenten in einem neu gefundenen Schacht eine erstaunliche Entdeckung machen. Was macht ein Brillenglas des Professors zusammen mit seinem auf Pergament geschriebenen Hilferuf in der Höhle, die eben jetzt erst entdeckt wurde? Spielt der Professor etwa ein Spiel mit seinen Schülern?

Dem ganzen auf den Grund gehen wollend, setzt sich Chris mit der ITC in Verbindung und muss vernehmen, dass sein Vater keinesfalls mehr in New Mexico weilt. Nein, er soll mit einer Zeitmaschine in's Jahr 1357 zurückgefahren sein und dort festsitzen. Ist es möglich, dass das ITC Zeitreisen erfunden hat? Und wie kann man dem Professor helfen, wieder in die Zukunft zu kommen?

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... und nachher...

Chris, Andre Marek, Kate und ein paar bewaffnete Spezialagenten des ITC machen sich auf die abenteuerliche und gefährliche Reise in die Vergangenheit. Nicht wissend, was sie erwartet und bereit, die Geschichte zu ändern. Doch beim Einsatz geht vieles schief. Die englischen Ritter „begrüssen" die Ankömmlinge und dezimieren die Gruppe gleich um ein paar Köpfe. Dazu scheinen die Rückflug-Kettchen (die man theoretisch nur drücken sollte, damit man wieder zurück in die Zukunft geschickt wird) nicht so recht zu funktionieren und durch einen Unfall wird in der Gegenwart auch noch die Zeitmaschine zerstört.

Was jetzt? Kann die Gruppe aus dem 21. Jahrhundert überleben? Können sie sich aus der Geschichte raushalten, wohlwissend, was sich in den nächsten Tagen abspielen wird? Dass auch noch eine der brutalsten und gewaltigsten Schlachten zwischen Engländer und Franzosen ansteht, macht die Sache auch nicht einfacher....


DVD-Rating

Michael Crichton steht für fundiert wissenschaftliche Science Fiction und Zukunftsvisionen. Richtig? Falsch! Das war einmal. Seit Jurassic Park kommt vom Bestsellerautoren ein Dumpfsinn nach dem anderen auf die Kinoleinwand (Congo, Sphere, 13th Warrior). Bedenkt man, dass aus seiner Feder so vorzügliche Werke wie Andromeda Strain, Coma oder Westworld stammen, ist sein derzeitiges Schaffen eine Riesenenttäuschung. Crichton ist kommerziell geworden - und zwar auf unangenehme Art und Weise.

Timeline nun ist der absolute Tiefpunkt. Der Film gehört in die Schublade "braucht kein Mensch, will kein Mensch" und Michael Crichton hat einen weiteren Regisseur ins Floploch gezwungen: Der fähige Richard Donner musste dieses Mal dranglauben. Selbst viel Rumgeschnippsel am bereits fertigen Produkt half der verworrenen und völlig uninteressanten Geschichte nicht. Der Film hat massenhaft Storylöcher, einen kaum vorhandenen Spannungsbogen mit Doppel-Gähneffekt und ein grausames Darstellerensemble, dem man irgendwie die Unlust von der ersten Minute an anmerkt und abnehmen, tut man ihnen ihre Rollen schon gar nicht: Da gibt es den Hobby-Aragorn, den kauzigen Professor, den skrupellosen Geschäftsmann, die typischen Nebendarsteller, denen man sofort ansieht, dass sie keine 10 Minuten des Films überleben (man nennt das auch den Star Trek-Effekt) und holde Rittersleut' von Europaparks Gnaden. Es ist ein grausames Schauspiel, dem ich eigentlich gar nichts Gutes abgewinnen kann ausser dem belächelnden Kopfschütteln wenn von "Wurmlöchern" und "DNS-Defekten" gefasselt wird.

So, nun such ich das Positive zusammen: Die Tonqualität der Concorde-DVD ist wirklich gelungen. Da schwirren Pfeile von hinten links hervor, knackige Explosionen erschüttern den Magen. Tja und nun? Leider gehts schon wieder bergab. Das Bild ist mässig, Unschärfe und die etwas matten Farben sind dabei am auffallendsten. In Sachen Extras enttäuscht die DVD weiter. Da fehlt ein auf der US-DVD vorhandener Doku komplett und es bleiben nur belanglose PR-Beigaben übrig. Brauchen wir alles nicht.

3.0 Sterne 3.0 Sterne
3.0 Sterne (51 Bewertungen) | 8 Kommentare

1.5 Sterne1.5 von 0.0-6.0
15.11.2004 / muri (Inhalt), pb (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 03.11.2004

  • Bildformat: 2,35:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DTS, DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch (auch für Hörgeschädigte)
  • Extras: Cast&Crew Infos; Produktionsnotizen; Fotogalerie; Trailer und Teaser; Interviews mit Richard Donner und Michael Crichton; Featurette.