Das Sams in Gefahr (2003)
Das Sams in Gefahr (2003)
Oder: Daume(n) runter
Seit den Geschehnissen im ersten Sams-Film sind 10 Jahre vergangen. Herr Taschenbier (Ulrich Noethen) hat Frau Merz geheiratet. Gemeinsam haben sie einen Sohn: Martin (Constantin Gastmann). Dieser wird in der Schule gehänselt, hat keine Freunde und - vor allem - einen fiesen Sportlehrer. So muss Martin in Herrn Daumes (Dominique Horwitz) Turnstunden wöchentlich Höllenqualen zur allgemeine Belustigung der Klasse erleben.
"So kann das nicht weitergehen!" meint auch Herr Taschenbier und schreitet vor den Badezimmerschrank. Dort hat er nämlich die Sams-Rückholtropfen verstaut, welche seinen gepunkteten, wunscherfüllenden Freund zurückkommen lassen. Das Sams (Christine Urspruch) soll Martins neuer Freund werden, da er doch sonst keine hat. Doch natürlich geht alles etwas anders als es sollte und das Chaos ist vorprogrammiert.
Sportlehrer Daume kommt dem Sams nämlich nach einem gewagten Streich auf die Spur und entführt es kurzerhand. Mit den Wunschpunkten des rothaarigen Sams möchte sich Muttersöhnchen Daume endlich all seine Träume erfüllen: Ein tolles Auto, das Herz der Mathelehrerin (unterfordert: Jasmin Tabatabai) und die Direktion der Schule. So beginnt er also, einen nach dem anderen Wunschpunkt des Sams für seine Ziele wegzuzaubern.
Doch wenn das Sams in falsche Hände gelangt, muss man schon mit gewissen Nebenwirkungen rechnen. Und so fällt es dann Herrn Daume gar nicht einmal so leicht, seine Wünsche erfüllen zu lassen. Martin Taschenbier und sein Vater versuchen natürlich mit allen Mitteln, das Sams aus den Händen des miesen Turnlehrers zu befreien...
Kinofilm-Rating
Mit Das Sams ist dem holländischen Regisseur Ben Verbong vor kurzer Zeit ein Erfolg bei Publikum und Kritikern gelungen. Das Kinderbuch von Paul Maar wurde mit Witz und Charme adaptiert und auf die Leinwand gebracht. Doch leider wären die Sams-Rückholtropfen besser im Badezimmerschrank geblieben...
Was den Vorgänger ausgemacht hat, wird hier duch Klamauk, Lärm und Slapstick zertrampelt. Schon alleine die Geschichte ist bei weitem nicht so originell wie ihr Vorgänger. Die meiste Leinwandzeit hat hier weder das Sams, noch Herrn Taschenbier. Nein, Bösewicht Fitzgerald Daume ist eindeutig am häufigsten zu sehen. Schauspieler Dominique Horwitz scheint mit der überzeichneten Figur überfordert und karikiert sie so sehr, dass er ihr jegliche Glaubwürdigkeit entzieht.
Martin Taschenbier ist zwar gut besetzt, gerne aber hätte ich etwas mehr Interaktion zwischen ihm und dem Sams gesehen. Da dieses jedoch die meiste Zeit des Filmes weg ist, ist dies nicht möglich. Der Humor des Filmes beschränkt sich auf Spezialeffekte, Tierkot und hysterischem Rumgeschreie des Bösewichts. Das ist schade, gerade eben weil mir der erste Film wirklich gefallen hat.
Alle, die also das Sams kennenlernen möchten, sollten dies entweder mit den wirklich witzigen ersten drei Bänden von Paul Maar tun oder sich den ersten Film anschauen. Und auch wenn man Kinder hat, sollte man sie nicht diesem klamaukigen Film, ganz ohne den typischen Sams-Humor, aussetzen.
![]()
2.2 Sterne (7 Bewertungen) | 0 Kommentare


