Saddest Music in the World (2003)
Saddest Music in the World (2003)
Oder: If you're sad and you like beer, she's your Lady
Es ist die Zeit der grossen Depression. 1933 wird Winipeg zur traurigsten Stadt der Welt gekürt und die lokale Chefbrauerin Lady Port-Huntly (Iabella Rossellini) wittert Profit. Sie ruft einen Internationalen Wettbewerb ein. Welches Land hat die traurigste Musik der Welt zubieten? Musiker von nah und fern reisen nach Winipeg um ihre Darbietungen vor der Jury zu präsentieren.
Ein Ex-Lover der Lady tritt für die USA an, sein Bruder für Serbien und der beiden Vater für Kanada. Klar, dass da Reibereien vorprogrammiert sind. Doch wer kann Lady Por-Huntly schlussendlich zum weinen bringen und The saddest Music in the World zum Besten geben.
Kinofilm-Rating
Guy Maddin wollte wohl eine Satire, sowie eine Hommage an das Kino der 30er machen. Gelungen ist ihm beides nur bedingt. Zwar könnte der schwarzweisse (oder eher blau-weisse) Film als Film der Ära durchgehen , doch wirklich bissig wird er nie. Das Thema aus der Misere Profit zu schlagen hätte man auch etwas kritischer umsetzten können Die wenigen farbigen Szenen scheinen wahllos eingestreut zu sein und bewirken immer wieder den "Was geht?"-Effekt.
Retten tut diesen Film eigentlich Isabella Rossellini. Als beinlose Lady Port-Huntly. Sie lebt in der Rolle so richtig auf. Die Idee der Dame im Verlauf des Filmes mit Bier gefüllte Glasbeine zu schenken fand ich zwar zugegeben unpraktisch aber wirklich sehr originell.
Sie musikalischen "Battles", die auch im Mittelpunkt stehen, sind zwar amüsant aber dass gerade alle 3 der Hauptfiguren in die Halbfinale kommen fand ich dann ein wenig schade. Ich habe da eindeutig die wild trommelnden Afrikaner und den siamesischen Flötisten auf den Spitzenrängen vermisst.
Das Machwerk des kanadischen Regisseurs wurde im Rahmen des 4. Internationalen Filmfestivals des Fantastischen Filmes in Neuchâtel gezeigt und erhielt vom Publikum nur wenig Applaus. Recht so.
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2.0 Sterne (4 Bewertungen) | 12 Kommentare


