The Man Who Copied - O homem que copiava (2003)
Der Mann, der kopierte
The Man Who Copied - O homem que copiava (2003) Der Mann, der kopierte
Oder: No Money - No Problem?
Andrés (Lázaro Ramos) Leben ist so monoton wie sein Job: Fotokopierer in einer Papeterie in Porto Alegre, Brasilien. Er lebt bei seiner Mutter. Er liebt Zeichnen und Sílvia (Leandra Leal), die er nachts mit seinem Feldstecher beobachtet.
Silva lebt mit ihrem Vater zusammen und arbeitet in einem Kleiderladen. André möchte sich für seine Mutter einen Morgenmantel bei ihr kaufen. Die 38 Reais, die es dazu braucht, hat er aber nicht. Bis die Papeterie sich einen Farbkopierer anschafft.
Als Cardoso (Pedro Cardoso, der auf Andrés attraktive Arbeitskollegin Marinês (Luana Piovani) steht, vom Falschgeld erfährt, hofft er auf schnelles Geld und die Sache wir kompliziert...
Kinofilm-Rating
Der Regisseur Jorge Furtado lässt uns teilhaben an einer jener Husarenstücke, bei denen bis anhin unbescholtene Bürger kriminelle Energie entwickeln und abwechselnd Riesenschwein oder das Glück des Tüchtigen haben. Im Kino werden solche kleinkriminellen Verwirrspiele meist mit viel Blut und Gewalt angerichtet - Tarantino lässt grüssen. Furtado kommt aber fast ohne Leiche aus. Sonst hat er sich aber im amerikanischen Kino gründlich schlau gemacht und erweist Referenzen an Filme von Rear Window bis Fight Club.
Bis es aber losgeht mit der kriminellen Laufbahn von André, dauert es eine ganze Weile und man wundert sich schon, in einer Teenie-Romanze gelandet zu sein. Da die etwas zu lange geratenen Voice-Over aber im schönsten Brasilianisch gehalten sind, hat das Ganze doch seinen Reiz. Ganz am Schluss, wenn man allen Storywindungen gefolgt ist, gibt es dann noch die weibliche Sicht der Dinge, die da am Anfang so lange aufbereitet wurden.
O homen ist keine zweite Citade de Deus aber ein brasilianisches Bubenschicksal, bei dem auch Cartoon-Fans, was zu sehen bekommen und statt Samba Bach, Mozart und Trip-Hop gespielt werden.
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