Nothing (2003)
Nothing (2003)
Oder: Nüme nüt, oder doch?
Die beiden Kumpels Dave (David Hewlett) und Andrew (Andrew Miller) haben es nicht gerade leicht: Dave wird bei seinem Job gemobbt, Andrew hat Angst, das Haus zu verlassen und arbeitet darum von zu Hause aus für ein Reisebüro. Als Dave ankündet, dass er aus der gemeinsamen Hütte ausziehen möchte, um mit seiner Freundin zusammenzuziehen, ist Andrew darüber gar nicht erfreut. Doch dann überschlagen sich an einem scheinbar ganz normalen Tag die Ereignisse. Dave wird entlassen, seine Freundin macht mit ihm Schluss und Andrew wird fälschlicherweise der Kindesmisshandlung beschuldigt.
"Nur noch weg" lautet jetzt die Devise. Mit dem Verkauf des Hauses soll das nötige Geld für ein neues Leben beschafft werden. Als anstatt Geld eine Abrissverordnung für das Haus eintrudelt, haben die beiden genug. Sie wünschen sich alles weg, und mit alles meinen sie wirklich alles. Und vom einen auf den anderen Moment ist um ihr Haus herum auch alles weg. Nur noch ein weisses Nichts ist zu sehen. Anscheinend scheint es nur noch Dave, Andrew und das Haus zu geben. Nichts anderes mehr.
DVD-Rating
Regisseur Vincenzo Natali hat mit seinem Werk Cube gezeigt, wie man eine einfache Idee effektiv und spannend umsetzen kann. Mit seinem Film Nothing hat er wieder eine "etwas andere" Story parat. Doch diesmal geht er weniger in die Horrorsparte, sondern in die Sparte Komödie. Gelungen ist ihm dieser Genrewechsel nur mässig. Schade, denn die Idee ist schon was Spezielles.
Man kennt das sicher: Man möchte einfach alles weg haben. All dieser Lärm, allen Ärger, einfach weg. Genau das machen die Protagonisten dieses Filmes. Natali verarbeitet diesen Gedanken konsequent. Plötzlich ist alles weg. Doch ist es jetzt besser, da alles weg ist? Diese eigentlich interessante Frage wird nur angeschnitten. Viel mehr fokussiert sich Natali auf die beiden Hauptprotagonisten und darauf, wie sie versuchen, miteinander klarzukommen in diesem Nichts. Was am Anfang noch witzig ist, wird mit zunehmender Laufzeit immer dramatischer und endet dann absurd.
Die Idee des Filmes wäre also schon mal witzig. Vor allem der gezeichnete Beginn des Filmes ist zum Schiessen. Das Hauptproblem ist aber sehr schnell erkannt: Die Idee wäre eher etwas für einen Kurzfilm. Dieses Nichts ist nur, sagen wir, zeitlich beschränkt lustig. Es verleidet einem sehr schnell, und durch langweilige Dialoge wird die ganze Sache auch nichts besser. So vergehen Minuten voller Langeweile, bis man sich nur noch den Abspann herbeisehnt. Kein gutes Zeichen.
Die beiden Hauptdarsteller David Hewlett und Andrew Miller hatten beide schon das Vergnügen, durch Natalis Cube zu kriechen. Hier haben die beiden auch am Drehbuch mitgeschrieben. Als Schauspieler dürfen sie ein wenig blödeln, aber man schliesst diese beiden trotzdem ins Herz. Wie sich dann bekämpfen, ist ein Highlight im Film, und diese Szene lässt einem nochmals richtig laut herauslachen. Gute Arbeit der beiden.
Was bei Nothing schlussendlich übrig bleibt, sind eine schräge Idee und ein paar lustige Szenen.Wer mal was anderes sehen will, kann einen Blick riskieren. Aber man erwarte nicht zu viel. Denn bei Nothing wäre buchstäblich etwas mehr drin gewesen...
Das Bild der DVD ist selten richtig scharf. Es scheint immer etwas schummrig zu sein. Der Ton überzeugt dann aber. Extras zum Film gibt es keine. Nur ein Trailer des selben Verleihers ist noch da. Sonst ist wirklich "Nothing" drauf.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 09.06.2005
- Bildformat: 1:2.35 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1); Deutsch, Englisch (DD 2.0)
- Untertitel: -
- Extras: Nothing



