Natural City (2003)
Natural City (2003)
Oder: koreanische Cyborgs
Wir schreiben das Jahr 20080. Neben Menschen bevölkern auch intelligente Cyborgs die Erde. Sie werden für allerlei nützliche Aufgaben eingesetzt und dienen ihren Besitzern. Jeder dieser Cyborgs hat jedoch eine streng fixierte Lebensdauer, ein sogenanntes Ablauf- oder Verfalldatum. Ist ihre Zeit abgelaufen, werden sie "entsorgt". Der junge Polizist R, Mitglied einer Spezialeinheit , die für die Eliminierung defekter Cyborgs zuständig ist, lernt eines Abends die schöne Ria kennen.
Ria ist keine Frau aus Fleisch und Blut sondern ein humanoider Roboter, ein Cyborg. R muss erfahren, dass ihr Ablaufdatum nur einige Tage in der Zukunft liegt und Ria somit bald zerstört werden wird, wenn er nichts unternimmt. Die Zeit läuft ihnen davon und ihre gemeinsame Zukunft ist in Gefahr. Und auch als Polizist hat R beide Hände voll zu tun, als ein verrückter Cyborg die halbe Stadt in die Luft zu jagen droht.
Kinofilm-Rating
Der südkoreanische Big-Budget Film lief im Rahmen des internationalen Wettbewerbes am 4. Internationalen Filmfestivals des fantastischen Filmes in Neuenburg (NIFF) und ist auch bereits auf Code 2 DVD erhältlich. Der Vergleich mit Ridley Scotts Blade Runner drängt sich gerade zu auf. Ein Grund mehr für den Autor dieses Reviews, ihn zu meiden.
Natural City ist perfekt gemachtes, grosses Kino. Das Production Design des Filmes ist wunderbar anzuschauen und die CGI-Effekte können sich absolut mit dem Hollywood-Standart messen. Die Actionsequenzen sind atemberaubend und mit unzähligen Zeitlupen unglaublich ästhetisch inszeniert. Es wird halt nirgendwo so ästhetisch geballert wie im asiatischen Kino.
Was der Film an Action und Design bietet, stellt leider die Story in den Schatten. Diese ist etwas gar einfach gestrickt und trotzdem verwirrend. Da wird am Rande zu viel angeschnitten und nicht weiterverfolgt. Und die Geschichte der verbotenen Liebe ist ja auch nicht gerade neu. Auch mit dem Humor hatte ich meine Mühe. Der Charakter, der für die Auflockerung zuständig sein soll ist ein gewisser Doktor Giro (Nachname Konto?), ein Hybrid aus Männlein und Weiblein, der hysterisch herumkreischt und einfach nur nervt.
Doch es sind die rein visuellen Schauwerte, die bei so einem Film zählen. Und darin bietet er 100%ige Befriedigung. Alle Fans von Matrix, Ghost in the Shell und wie sie alle heissen können ohne Bedenken zugreifen und sich auf ein visuelles Fest freuen. Und der Autor ist stolz darauf, Blade Runner fast nicht erwähnt zu haben...
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3.1 Sterne (9 Bewertungen) | 3 Kommentare


