Mona Lisa Smile (2003)
Das Lächeln der Mona Lisa
Mona Lisa Smile (2003) Das Lächeln der Mona Lisa
Oder: (k)ein Lächeln für die Ewigkeit?
Die Vereintigten Staaten, Massachusetts, 1953... die "McCarthy-Ära". Katherine Watson (Julia Roberts), unabhängige und sehr fortschrittliche Berkeley-Absolventin tritt die Stelle als Dozentin für Kunstgeschichte am renommierten Wellesley Mädchen College an. Bereits in den ersten Stunden der Einleb-Phase wird sie mit den erzkonservativen Sitten und der engstirnigen Moral konfrontiert.
Katherine versucht vergebens, die fleissigen, konventions-treuen Studentinnen ihre Werte von unabhängigem Denken und zur Verwirklichung der eigenen Wünsche und Zukunftspläne zu ermutigen. Der Widerstand der gesamten Fakultät und einer ihrer Schülerinnen - Betty Warren (Kirsten Dunst) - prallt auf ihre Bemühungen. Als Katherine Bettys beste Freundin Joan Brandwyn (Julia Stiles) ermutigt und unterstütz, sich an der Yale Law School zu bewerben, stilisiert sich Betty zur ärgsten Gegnerin ihrer emanzipierten Dozentin empor.
Die rebellische und äusserst intelligente Giselle Levy (Maggie Gyllenhaal) hingegen findet in der selbstbewussten und modernen Katherine Watson ihr lang vermisstes Idol. Das Engagement der frei-denkenden Frau zeigt den Mädchen, dass das Leben mehr ist, als all die auswendiggelernten Knigges und eine Rolle als Hausfrau und Mutter. Doch in dieser Gesellscahft, die so sehr auf Trimmen und Erziehen setzt muss Katherine erfahren, dass sie lange nicht so unabhängig ist, wie sie glaubt.
Kinofilm-Rating
Es ist mal wieder soweit. Für manche Filme bin ich einfach nicht die richtige Person. Klassiche Kriegsfilme mag ich überhaupt nicht, ebensowenig Historiendramen. Und... Mona Lisa Smile. Kurz zusammengefasst würd ich ihn am Liebsten so beschreiben: Von Frauen, mit Frauen, für Frauen. Doch das ist leider ein bisschen falsch, Drehbuchschreiber (Lawrence Konner & Mark Rosenthal) sind ebenso Männer wie es Regisseur Mike Newell wohl einer ist. Darum: Von Männer, mit Frauen, für Frauen. Mann - ich - fühlt sich da leider ausgegrenzt und irgendwie ausgeschlossen.
Das tönt jetzt schlimmer als es vielleicht ist. Es ist nur so, dass die eigentliche Moral des Filmes für mich als einer, der in der heutigen Zeit lebt, leider keine Bedeutung mehr hat. Die heutigen Frauen sind mehr oder weniger den Männern gleichgestellt (auch wenn einige - ob Mann oder Frau - das nicht immer ganz so sehen, das wär aber eine andere Geschichte bzw ein anderer Film). Der Film handelt jedoch zu früheren Zeiten, an einer amerikanischen Eliteuni für Mädchen - und damit weit weg vom hier und jetzt und mir.
Die schauspielerischen Leistungen sind alle passabel. Julia Roberts spielt mal wieder "ihre" Rolle der Befreierin, bringt aber nicht die gleiche Überzeugungskraft mit wie in Erin Brokovich. Julia Stiles (Save the last Dance), Kirsten Dunst (Spider-Man) und Maggie Gyllenhaal (Adaptation) nimmt man die verwöhnten, aber trotzdem traditionsbewussten Studentinnen ab. Dominic West (Chicago) in der Rolle des verführerischen Italienischlehrer überzeugte mich nicht recht, aber eben... der Film ist nicht für mich gedacht.
Und bevor ich jetzt noch weiter auf der Linie "aber der Film ist nicht für mich" weiterfahre, wende ich mich kurz der eigentlichen Geschichte zu, welche leider bis ins letzte kleine Detail voraussehbar ist - und damit quälend langweilig wird. Schön, dass wenigstens im Film den jungen Mädchen die Welt bisschen näher gebracht wird, uns Zuschauer hat man dabei aber vergessen. So mag der Film auch nicht dem oft und gerne gemachten Vergleich zu Dead Poet's Society standhalten und vermag leider nur ein (Be)lächeln produzieren.
Da ich mich nicht zum Zielpublikum zähle, hab ich beinahe ein schlechtes Gewissen ob meiner Kritik. Umso mehr hoff ich, dass die Leserinnen mich eines Besseren belehren werden...
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3.2 Sterne (56 Bewertungen) | 23 Kommentare



