The Missing (2003)
The Missing (2003)
Oder: wir spielen ein bisschen Indianer...
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebt die rechtschaffene Maggie Gilkeson (Cate Blanchett) als allein erziehende Mutter zweier Kinder auf ihrer Farm in Arizona. In der unwirtlichen Gegend verdient sie sich einen Zustupf als Heilerin. Zu ihrem Schutz hält sie sich den Lebensabschnittspartner Brake (Aaron Eckhart). Ein Unbekannter (Tommy Lee Jones) taucht auf, um von ihr behandelt zu werden. Samuel Jones stellt sich als ihr Vater heraus. Seine Anwesenheit fördert längst vergessene traumatische Erlebnisse aus Maggies Kindheit zu Tage. Vor 20 Jahren hat er seine Familie Hals über Kopf verlassen, und war seither nicht mehr gesehen.
Sie kann und will deshalb nicht auf die Avancen der Versöhnung von Samuel eingehen und schickt in nach vollendeter Behandlung zum Teufel. Der vermeintliche Indianer wurde von der jüngeren Tochter Dot (Jenna Boyd) aber begeistert empfangen. Die andere Tochter hingegen, die Teenagerin Lilly (Evan Rachel Wood), empfindet das karge Leben auf dem Bauernhof eher als Last. Die Aufregungen der nahen Stadt sind in ihrem Alter weitaus interessanter. Umso mehr freut sie sich auf den Ausflug, der sie zusammen mit Brake und Dot zu eben diesem Ort führt. Von diesem Trip kommt sie aber nie zurück. Sie wird von einem psychopathischen Indianer entführt, Brake zu Tode geröstet und Dot als Zuschauende traumatisiert. Da sich die amtlichen Stellen bei der Spurensuche als inkompetent erweisen, muss sich Maggie wohl oder übel mit Sam zusammentun um ihre Tochter zu finden...
DVD-Rating
The Missing ist ein langer Film. The Missing ist ein klischeebehafteter Film. Dennoch, The Missing ist kein schlechter, sicher ein recht unterhaltsamer Film. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich habe mich zwar bis heute noch nicht entschieden, ob ich Tommy Lee Jones den bekehrten Weissen und standfesten Halbindianer abnehmen soll oder nicht, ich mag aber seinen Grund, wieso er Frieden mit seiner Familie sucht. Er wurde von einer Klapperschlange gebissen und wie es so ist im Wilden Westen, ein Medizinmann hat ihm den verhängnisvollen Rat gegeben. Cate Blanchett, ja sie agiert recht bemüht als toughe und doch so verletzte Mutter respektive Tochter. Ein Schauspielerfilm freilich ist The Missing aber dennoch nicht geworden.
Die Geschichte selber ist nicht neu, in so einigen Filmen wurde ähnliches schon desöfteren gezeigt (u.a. The Searchers mit John Wayne) und irgendwie reisst einen das ganze auch nicht mehr vom Hocker. Immer wieder rennt die Familie bei ihren Rettungsversuchen an, hin und er, auf und ab. So richtig kriegt Ron Howard, der mit Far and Away bereits etwas im Genre geschnuppert hat, keinen üppigen Spannungsbogen hin, die Story ist einfach zu absehbar, das Geschehen zu altbacken. Leider verfängt sich der Film auch in mystischen Gefilden, die Nebengeschichte des Hexer-Indianers ist einfach zu unglaubwürdig. Schade, dass Howard auf dieses Element nicht gänzlich verzichtet hat, dann wäre zumindest ein wenig mehr Gradlinigkeit und Glaubwürdigkeit dringelegen. Nun ja, schöne Bilder sind jedenfalls garantiert.
Die DVD präsentiert sich mit einigen Extras, wovon die weggefallenen Szenen und die das alternative Ende mit die interessantesten sind. Na ja, wer nun die US-DVD mit der hiesigen vergleicht, dürfte mal wieder heftigst den Kopf schütteln, denn was uns hier an Extras vorenthalten wird, weshalb auch immer, ist schon sehr fragwürdig. Ansonsten besticht die DVD durch einen tollen Bildtransfer und eine sehr atmosphärische Tongestaltung.
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4.0 Sterne (54 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 10.08.2004
- Bildformat: 2.40:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch
- Extras: Entfallene Szenen; Outtakes; alternatives Filmende (2 Versionen); 3 Kurzfilme von Ron Howard;



