Mimic: Sentinel (2003)

Mimic: Sentinel (2003)

Oder: Schäbige Schabenverfilmung

Flashback: In Mimic wurde die Stadt New York einer Kakerlakenplage heimgesucht. Windige Forscher entwickelten damals eine Käfermutation, welche die Schaben ausrotten sollte und nach kurzer Zeit selber zu Grunde gehen sollte. Dieser Plan ging in die Hose, die Käfer mutierten und schafften es sogar, den Gang eines Menschen mit langem Mantel zu imitieren (to mimic...). Der Schrecken, der damals begonnen hatte, ist also noch lange nicht vorbei...

Mimic: Sentinel

Man or Beast?

Da oben am Fenster steht er. Mit Fotokamera bewaffnet spannt er rüber ins Nachbarhaus. Er, das ist Marvin (Karl Geary), ist krank. Schwer krank. Allergisch gegen so ziemlich alles und jeden sitzt er abgeschirmt in seinem Kämmerlein bei Mutti zuhause und gafft runter auf die Strasse. Als er eines Nachts einen Jungen dort entdeckt, der von irgendwelchen Männern in Mänteln verschleppt wird, alarmiert er zwar die Polizei, aber so richtig zu helfen weiss er sich nicht.

Nach der Annäherung einer Nachbarin (die ihm natürlich auch gut gefällt), fällt ihm ein Müllmann (Lance Henriksen) auf, der sich verdächtig benimmt. Er, der zwar das Zimmer nicht verlassen kann und somit mit Fotoapparat und Handy Schmiere steht, seine Schwester und die hübsche Nachbarin wollen das Geheimnis dieses Müllmannes lösen. Nicht wissend, dass dieser mit einem Gegenstand Geld verdienen will, der eine längst vernichtet geglaubte Art von mutierten Kakerlaken-Jägern ein weiteres Mal zurück an die Oberfläche holt.


DVD-Rating

1997 kamen die Kakerlaken zum ersten Mal in dieser Form auf die Leinwand. In Mimic versuchten viele Jungschauspieler wie Josh Brolin oder Mira Sorvino gegen die Käfer, die Menschengestalt annehmen können, anzugehen. Ein cooler Monsterfilm ists geworden, der natürlich nicht lange auf eine Fortsetzung warten liesse. Mimic 2 war aber ein typischer zweiter Teil, der kaum mit dem Original mithalten konnte. Dass es noch schlimmer geht, beweist Mimic Sentinel. Denn was uns hier geboten wird und was aus den gigantischen Kakerlaken geworden ist, ist einfach nur himmeltraurig.

Eigentlich gehts in dem Film kaum mehr um Monsteraction und spannende Momente. Hier gehts um einen Nachzügler, der gegen alles und jeden allergisch ist und sich mit der Kamera an den Nachbarn belustigt. Die Viecher, eigentlich der einzige Grund warum ich den Film wirklich geguckt hab, kommen entweder nur im dunklen Strässchen kurz zum Vorschein oder werden in ihrer Action so schnell geschnitten, dass man überhaupt nix mehr erkennen kann. Die Charaktere sind oberflächlich und auch wenn ein Star dieses Genres, Lance Henriksen, auftritt, so fragt man sich auch bei ihm nach dem Wieso und Warum.

Die Geschichte ist also müllig, die Kakerlaken zu dunkel um sie zu erkennen und einzig das Finale bringt ein bisschen blutrünstige Action in die Wohnzimmer. Aber auch das ist so verdammt schnell geschnitten, dass man die einzelnen Szenen und Aktionen nur erahnen kann. Dieser dritte Teil ist unterste Schublade. Keine Spannung, kein Witz und eigentlich nur quälende Langeweile. Fans des ersten Teils müssen stark sein, wenn sie Mimic Sentinel anschauen. Denn was auch immer an dieser Serie mal dran war, es wurde mit diesem Teil endgültig begraben.

Die DVD dieses Mülls kommt mit einigen netten Features daher. Ein Viertelstündiges Making-of bringt uns hinter die Kulissen des Ganzen. Die Screentests der Schauspieler sind anklickbar und bringen zwar qualitätstechnisch nur verwackelte Bilder, aber inhaltlich sind sie ganz witzig. Der Trailer und eine Bildergalerie schliessen das Angebot ab. Eine Trailershow mit Highlights gibts auch noch. Die ist aber kacke.

1.5 Sterne 0.5 Sterne
1.5 Sterne (3 Bewertungen) | 1 Kommentar

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12.08.2005 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 08.08.2005

  • Bildformat: 1,85:1 (16:9 Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch
  • Extras: Making of, Casting, Trailershow, Bildergalerie