The Matrix Reloaded (2003)
Matrix Reloaded
The Matrix Reloaded (2003) Matrix Reloaded

Was den Matrix-Hörer (mit Betonung auf Hörer) interessiert, ist inwiefern Don Davis seine kakophoneske, schwarzgetünchte und pessimistische Musik aus dem ersten Film weiterverfolgt. Leider tut er das nicht mehr so bestimmt und verlagert seine Komposition nun eher ins tonale Fach. Dem grossen Orchester stellt er auch noch einen wohlklingenden Chor zur Seite, der sich ab und an recht monumental zu Worte meldet. Es blitzen kurz die eingangs erwähnten Elemente durch, die so trefflich die packende Dramaturgie von Matrix unterstrichen und wie eine bleierne Wolke die Szenen umgaben, zumeist aber verlagert Davis bei Matrix Reloaded den Stil auf gross, opulent und emotionaler.
Das hier beschriebene freilich geschieht alles auf CD 2 des an die Hitparadenspitze durchgestarteten Doppelalbums, denn CD 1 ist voll mit den Songs, die den kommerziellen Erfolg des Soundtracks ausmachen. Von Linkin Park über Marilyn Manson, Oakenfold und Rob Zombie. Don Davis ist das wohl egal, so wird es auch für ihn Tantiemen hageln.
Also in Sachen Filmmusik: Zur unter Umständen recht packenden, 17 minütigen "Matrix Reloaded Suite" gesellen sich noch der "Main Title", der schlagwerkbetonte Track "Trinity Dreams" und diverse Remixanleihen, wo man Davis' Score heftigst mit Bass und Percussion Gewitter unterlegt - das ist "soundtrackcineastisch" nicht immer von bemerkenswert musikalischem Gehalt (ich habe mir für diese Umschreibung viel Mühe gegeben!).
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