Master and Commander: The Far Side of the World (2003)

Master & Commander - Bis ans Ende der Welt

Master and Commander: The Far Side of the World (2003) Master & Commander - Bis ans Ende der Welt

Oder: Heiteres Franzosenjagen....

Im Jahr 1805 lag die Welt im Krieg. Napoleon herrschte über Europa und nur das britische Königreich trotzte dem Franzosen. Auf den verschiedenen Weltmeeren waren es vor allem mächtige, stark bewaffnete Schiffe, die den Sieg für das jeweilige Land sichern sollten.

Master and Commander: The Far Side of the World

Der englische Mann und das Meer

Eines dieser Schiffe, die HMS Surprise, wird angeführt vom furchtlosen und legendären Kapitän Jack "Lucky" Aubrey (Russel Crowe). Zusammen mit seinem besten Freund und Schiffsarzt Stephen Maturin (Paul Bettany) und seiner nicht minder kampferprobten Crew, schippert dieses Flagschiff der britischen Königin über die Weltmeere und trifft eines Tages urplötzlich auf feindliches Geschiff...

Das französische Schiff "Acheron" taucht unverhofft aus den nebligen Schwaden auf und verwickelt unsere englische Crew in verheerende Wasserkämpfe und zeigt sich schlussendlich als überlegen. Verwundet, halb zerstört und dezimiert treibt die "HMS Surprise" über See und pflegt ihre Schiffs- und Mannschaftswunden. Doch Kapitän Aubrey wäre nicht Kapitän Aubrey, wenn er nicht einen wahnsinnigen Plan fassen würde. Dieser Feind muss zerstört werden...

Master and Commander: The Far Side of the World

Gleicht machts "bumm"...

So packt er die restliche, überlebende Crew an der Ehre und die marode englische Galeere macht sich auf die Verfolgung des französischen Widersachers. Käpitän Ahab wäre stolz auf ihn... Am Kap Horn vorbei, durch Eis und Schnee, bis zu den Galapagosinseln führt die Jagd. Zwischen Pflicht und Freundschaft hadernd, keimt der unvermeidliche Konflikt auf. War es richtig, sich auf eine solche Mission zu begeben und dann möglicherweise endgültig zur Legende zu werden? Wie hoch ist der Preis? Oder hätte man sich geschlagen geben sollen? Und hat man überhaupt eine Chance, als halb zerstörtes Schiff gegen einen solch übermächtig scheinenden Gegner wie dieses französische Kampfschiff?


Kinofilm-Rating

Ja, wenn echte, harte Kerle sich treffen, dann kommen erfolgreiche Produktionen in die Kinos. Das schaffte Russel Crowe schon mit Gladiator und das versucht er jetzt mit Master and Commander.

Die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt. Eine Verfolgungsjagd auf hoher See, gespickt mit taktischen Finessen, überraschenden Manövern und ein unbeschönigtes Bild des Leidens der Besatzung. Nix zu spüren von Hollywood, kein Glamour, kein Glitter, sondern harte Realität. Da wird am offenen Kopf operiert und die Gewehrkugel rausgeholt. Da wird einem ganz jungen Mitglied der Crew der Arm amputiert, während der Patient bei vollem Bewusstsein ist. Da wird Wert auf Respekt, Achtung, militärische Strukturen und Kameradschaft gelegt. Kein Junge zu klein, kein Mann zu alt, um noch auf dem Schiff dienen zu können. Und wenns dann auf die Jagd nach den bösen Franzosen geht, werden die Sympathien klar verteilt.

Der Film wird natürlich beherrscht von Russel Crowe. Er spielt denn auch überzeugend und knallhart. Solche Rollen scheinen ihm perfekt auf den Leib geschrieben. Ob es diesesmal allerdings für einen Oscar reicht, darf bezweifelt werden. Von der restlichen Crew sind wohl nur zwei Personen etwas bekannter. Einmal Paul Bettany als Schiffsdoktor und enger Freund des Käpitäns, dessen kritische Art mehr als einmal für Unruhe sorgt. Und dann (als grosse Überraschung) schippert da noch ein kleiner Hobbit mit... Jaja, Billy Boyd aka. "Pippin" aus Lord of the Rings hat ebenfalls eine kleine Rolle und sorgt doch für den einen oder anderen Lacher.

Das grosse Defizit dieses Filmes ist jedoch die Story an sich und der fehlende Humor. Klar, die Zeiten waren rau und in der Situation der Männer gabs wohl kaum was zu lachen. Aber so ein Witzchen zwischendurch fehlte dem Film und hätte sicherlich zur allgemeinen Auflockerung beigetragen. So sitzt man über 2 Stunden angespannt im Kino und leidet mit der Besatzung auf der Leinwand mit . Leider vermag die Geschichte auch nicht vollends zu überzeugen. Zu oberflächlich sind die Figuren, zu eintönig die Verfolgung. Zwar werden beeindruckende Bilder von Schiff, Schlacht und herrlichen Inseln geboten, trotzdem ist der "auf-die-Uhr-schau"-Faktor zwischendurch recht hoch...

Fazit: Master and Commander ist ein Epos, das genau das bietet, was Fans von Seeschlachten, Matrosenfilmen und Russel Crowe erwarten dürfen. Harte, brutale und kalte Realität, praktisch kein Humor und persönliche Dramen befriedigen hier die Lust des Fans. Mir hats zwar gut gefallen, allerdings habe ich diesen Sommer einen besseren Schiff-Film gesehen.....

4.1 Sterne
4.1 Sterne (109 Bewertungen) | 48 Kommentare

4.5 Sterne4.5 von 0.0-6.0
12.11.2003 / muri

Master and Commander: The Far Side of the World (2003)
Bewertung: 4.1 (109 Bewertungen)
4.1 Sterne » BewertenMaster and Commander: The Far Side of the World (2003)064.12613109

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