Luther (2003)

Luther (2003)

Oder: The Passion of the Reformation

Luther

... und erlöse mich von diesem Film...

Der Deutsche Martin Luther (Joseph Fiennes) hätte 1505 nicht gedacht, dass er den Weg eines Gläubigen einschlagen wird. Doch in einer Nacht überrascht ihn ein starkes Gewitter und er wird fast von einem Blitz erschlagen. Dankbar für die Rettung gelobt er, Mönch zu werden.

Schon einige Jahre später wird er zum Priester geweiht und darf nach Rom reisen um dort die Angelegenheiten des Augustiner-Ordens zu vertreten. Doch in der Hochburg der Katholischen Kirche entdeckt Luther die andere Seite der Kirche: es wird fast keine Möglichkeit ausgelassen die Gläubigen um ihr hart verdientes Geld zu bringen indem an jeder Ecke Relikte verkauft werden oder man den verstorbenen Angehörigen, gegen Geld, ewige Ruhe verspricht.

Luther

Uwe Papst der V.

Als er ins Kloster zurückgekehrt, berichtet er seine errungene Erfahrung seinem engsten Vertrauten. Dieser glaubt an die Fähigkeiten von Luther und schickt ihn daraufhin an die Universität in Wittenberg. Dort übernimmt er den Lehrstuhl für Theologie und wird auch schon ein Jahr später zum Doktor seines Fachs ernannt.

Einige Jahre später zeichnet sich Luthers Schicksal ab. Im Jahre 1517 wird die Stadt von Johann Tetzel, einem Gesandten aus Rom, besucht. Um die Päpstliche Kasse aufzustocken bittet man die Bewohner um eine Gabe. Diese Bitte erfolgt aber in Form einer Drohung und leeren Versprechungen für das Leben nach dem Tod. Luther beginnt sich gegen diese Ausbeutung zu wehren - er weiss aber nicht welches Ausmass dies für ihn hat...


Kinofilm-Rating

In Luther wird Martin Luthers Lebensabschnitt von 1505 bis 1534 erzählt. In diesen 30 Jahren entwickelt sich Luther vom Gläubigen über den Theologen bis hin zu einem Reformer der katholischen Kirche. Um den Religionsstoff interessant auf die Leinwand zu bringen verpflichtete man bekannte, internationale Schauspieler. Joseph Fiennes (Shakespeare in Love), Alfred Molina (Frida, Spider-Man 2) und Uwe Ochsenknecht (Das Boot) sind nur einige der bekannten Namen.

Jedoch scheint die Filmcrew mit dem Stoff nicht richtig klar gekommen zu sein. Der Film startet sehr holprig und wirr. Alle die noch nie etwas von Luther gehört haben, werden nicht "abgeholt". Auch die vielen Zeitsprünge und die religiösen Dialoge tragen nicht zur Verständigung bei. Auch die Schauspieler scheinen sich nicht wohl zu fühlen und lassen den Funken nicht rüberspringen.

Erst nach 90 langen Minuten hatte ich mich in den Film gelebt und konnte somit die letzten 30 Minuten "geniessen". Geniessen ist bei dieser Technik aber recht schwierig. So wirkt das Bild emotionslos und erinnert eher an einen TV-Film. Und da mir auch die anderen technischen Aspekte (Sound, Kameraführung und Schnitt) nicht gefallen haben, folgt diese schlechte Wertung. Vielleicht wird ein Kenner der Luther-Story vom Film unterhalten, vom Gang ins Kino kann ich der Masse jedoch nur abraten.

3.1 Sterne
3.1 Sterne (51 Bewertungen) | 13 Kommentare

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08.03.2004 / sj