Love Actually (2003)
Tatsächlich... Liebe
Love Actually (2003) Tatsächlich... Liebe
Oder: Love, actually, is all around us.
London, kurz vor Weihnachten. In dieser Zeit der Besinnung, der Liebe und der Stille treffen verschiedene Menschen auf Probleme mit eben dieser komischen und ewig unverstandenen Liebe. Und während der alternde Rockstar Billy Mack (Bill Nighy) mit einer grauenhaften Version eines Klassikers versucht die Charts am Weihnachtsabend zu toppen, sind verschiedene Charaktere in Sachen Liebe unterwegs.
Der Premierminister (Hugh Grant) findet sich in seinem Amt nur schwer zu recht. Als er sich dann in eine Bedienstete verliebt, fängt das Chaos an. Seine Schwester Karen (Emma Thomson) hat es auch nicht leicht. Ihre Ehe mit Harry (Alan Rickman) steckt in der Krise und zu allem Überfluss hat es der Ehemann auch noch mit liebestollen Mitarbeiterinnen (Heike Makatsch) zu tun. Die Kollegin von Karen, Sarah (Laura Linney), ist seit Jahren in einen Mitarbeiter verliebt, traut sich aber nie, ihm das zu sagen.
Der Author Jamie (Colin Firth) versucht, in Frankreich über eine schwere Trennung wegzukommen und bemerkt, dass die Hausmädchen dort seinen Schmerz lindern könnten. Die frisch verheiratete Juliet (Keira Knightley ) muss feststellen, dass nicht nur ihr Mann auf sie steht, sondern auch sein bester Freund, während Daniel (Liam Neeson) seine Trauer um die verstorbene Ehefrau zu verarbeiten versucht, indem er seinem Stiefsohn hilft, dessen Liebe für's Leben zu finden.
Dann gibt es da noch Engländer, die glauben, dass echte Traumfrauen nur in Amerika zu finden sind und 2 Lichtdoubles, die während eines Einsatzes in einer Erotik-Produktion bemerken, dass sie sich eigentlich gar nicht so unsympathisch sind....
Alle diese Verliebten, Romantiker, Geliebten, Zurückgewiesenen und Unentschlossenen treffen sich während diesen Feiertagen in den möglichsten und unmöglichsten Situationen. Wer wird schlussendlich glückliche Weihnachten feiern können? Finden sich Paare wieder? Werden geheime Wünsche erhört?
In diesem Sinne: All you need is love und lasst Herzen sprechen!
DVD-Rating
Richard Curtis ist der Grösste! Zumindest in seinem Fach. Mr. Bean, Blackadder, Four Weddings And A Funeral, Notting Hill, Bridget Jones's Diary. Alles klar? Am Anfang all dieser Streifen standen Worte von Curtis Feder. Wenn es um Liebeskomödien geht: Curtis fragen. Ok, ich bin vielleicht etwas voreingenommen, nach dem Interview mit Curtis, Linney und Santoro, aber, nein, eigentlich, Curtis ist einfach toll. Und seine erste Regiearbeit wirklich gelungen. Die vielen Details, die Vernetzung der diversen Geschichten, die Stimmung, die Charakteren. Toll.
Zu den Schauspielern. Nun. Es spielen in diesem Film mehr als 100 mit. Und nicht wenige davon haben ziemlich bekannte Gesichter. Dazu nur kurz etwas zu: Hugh Grant: Der macht ja oft dasselbe. Das er sich dabei aber immer noch verbessern kann finde ich erstaunlich. Liam Neeson: Über ihn teilen sich glaub die Meinungen. Ich finde ihn gut. Nicht zuletzt seit ich die einzig andere Komödie gesehen habe in der er mitspielt: Gun Shy Laura Linney: Gehört wohl zu den Schauspielerinnen die man oft sieht, einem aber nie richtig auffallen. Dabei ist sie doch beachtenswert. Nur schon wegen gewissen Filmen, in denen sie mitgespielt hat. Was ich sie am Interview nicht mehr fragen konnte: Sie spielt dauernd traurige/tragische Rollen. Dann wirkt sie mal in einer Komödie mit und welche Rolle kriegt sie? Jene der besorgten Schwester die ihren Bruder rund um die Uhr betreut und darum für sich selbst keine Zeit mehr hat. Eine Rolle für's Leben? Bill Nighy: Spielt Billy Mack, den alternden Rockstar. Fabulös. Besonders witzig für Leute die Bill auch in Underworld gesehen und erkannt haben. Er hat dort eine etwas andere Rolle. Rowan Atkinson: Das Mr. Bean auch Sprechen kann, wissen wir hierzulande spätestens seit Johnny English. Hier beweist er in einer kurzen Rolle ausnahmsweise einen ganz stillen Humor.
Zu den Bonusmaterialien. Bei den gelöschten Szenen fand ich positiv, dass Author/Regisseur Curtis vorher jeweils kurz sagt, wieso diese Szene gelöscht wurde und/oder in welchem Zusammenhang sie stand. Das sollte immer so sein. Ein Videoclip zu Billy Macks "Cristmas is all around us" ist ein Muss für Billy Fans. Nach Visionierung ist zumindest eines klar. Eine so schlechte Interpretation mit einem solchen Videoclip hätte auch im echten Leben locker den ersten Platz der Hitparade erreicht.
Ein weiterer Bonus ist "Storytellers", wo man ein bisschen zu sehen/hören bekommt wie Autor und Regisseur Richard Curtis arbeitet und wie er auf die Ideen für seine Filme kommt.
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4.7 Sterne (152 Bewertungen) | 13 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 17.05.2004
- Bildformat: 1:2.35
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1) / Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch / Englisch
- Extras: Musik (Videoclip zu Christmas is all around us), Behind the Scenes (deleted scenes, audio commentary, storytellers), Trailers (Oxfam - Hilfsorganisation und Thunderbirds)



