The Lizzie McGuire Movie (2003)

Popstar auf Umwegen

The Lizzie McGuire Movie (2003) Popstar auf Umwegen

Oder: Amore mio in Roma

The Lizzie McGuire Movie

Cheese?

Lizzie Mc Guire (Hillary Duff) ist ein junges Mädchen, dass soeben die High-School hinter sich gebracht hat und sich nun aufs College freut. Zwar ging die Abschlussfeier, Lizzie-typisch, in die Hose, aber nun soll es ja für zwei Wochen mit der ganzen Klasse nach Rom gehen. Kultur lernen und so...

Unter den wachen und strengen Augen von Frau Ungermeyer (Alex Borstein) haben nun Lizzie, ihr bester (und unsterblich in sie verliebter) Freund Gordo (Adam Lamberg) ein wackeres Programm und für Spass und Abenteuer scheint keine Zeit zu bleiben.

The Lizzie McGuire Movie

Amore in the making

Bis Lizzie auf Paolo (Yani Gellman) trifft. Paolo, ein berühmter Teeniestar und landesweit bekannt, hat ein Problem. Seine Ex-Freundin und Duettpartnerin Isabella (ebenfalls von Hillary Duff gespielt) hat ihn sitzen lassen. Sie will nichts mehr von ihm wissen und zusammen singen will sie auch nicht. Und erstaunlicherweise ist Lizzie der guten Isabella wie aus dem Gesicht geschnitten. Da muss doch was zu machen sein...

So erobert der feurige Italiener das Herz der schüchternen Lizzie und das ganze soll in einem Auftritt bei einer grossen Preisverleihung gipfeln. Lizzie als Isabella an der Seite von Paolo. Wenn das nur gut geht...

The Lizzie McGuire Movie

"Brummo brummo"

Denn da sind noch einige Schwierigkeiten zu meistern, wie zum Beispiel Lizzies Eltern, die, angestachelt vom kleinen, nervenden Bruder, auf dem Weg nach Rom sind. Dann hat Lizzie panische Angst, vor Publikum auf der Bühne zu stehen und Frau Ungermeyer ist ihrem Vorhaben auf der Spur. Dazu kommt noch Gordo, der seine Liebe endlich gestehen will und die Tatsache, dass Paolo mit falschen Karten zu spielen scheint, macht das Ganze auch nicht einfacher...


DVD-Rating

Wenn man sich in Amerika mal hinsetzt und den Disney-Channel anschaut, dann bekommt man Teenie-Serien en masse geboten. Eine dieser Serien ist "Lizzie McGuire". Das Leben, Lieben und Leiden eines Teenager-Mädchens, dass ihre spontanen Gedanken dem Zuschauer als Zeichentrickfigur mitteilt, so dass man weiss, was sie wirklich in diesem Moment denkt und fühlt. Im Amerika scheint dieses Vorhaben erfolgreich zu klappen, denn nicht nur ist mit Hillary Duff ein neuer Stern am Popsternchenhimmel aufgetaucht, sondern der Film spielte auch locker seine Produktionskosten am ersten Wochenende wieder ein. Und die Karriere der Hillary Duff weitet sich nun auch auf Europa aus, wo sie mit "So yesterday" ihren ersten grösseren Hit landen konnte.

Nun, als Nicht-Lizzie-Gucker und sicherlich nicht der Zielgruppe angehörender Seher, wurde mir hier ein typisch amerikanisches 08/15-Teenie-Filmchen präsentiert, dass nicht zu begeistern mag und in dem die perfekt inszenierten Bilder von Rom den visuellen Höhepunkt bieten. Zwar ist Hillary Duff schon eine herzige und niedliche, aber mit ihrer Piepsstimme und ihrem minutenlangen Gesangsauftritt gegen Ende ging sie mir dann schon ein wenig auf die Nerven. Dazu kommt eine Geschichte, die so vorhersehbar ist, wie ich morgen früh wieder zur Arbeit muss. Keinerlei Überraschungen, nette Teenager, nervende Lehrer und zuckersüsse Popmusik, die eigentlich eine Karieswarnung verdient hätte.

Schauspielerisch kommt man nicht über Massenware hinaus und man hat das Gefühl, dass dieser Film hauptsächlich produziert wurde, um die Hauptdarstellerin einem breiteren und internationalerem Publikum bekannt zu machen. Ein überlanges Werbevideo, sozusagen.

Fazit: Wären die witzigen Trickfilm-Einlagen von Lizzie's Figur nicht gewesen, wäre ich wahrscheinlich nach kürzester Zeit eingeschlafen. Diese Sequenzen brachten mich immerhin teilweise etwas zum schmunzeln, während der Rest des Filmes eine Zielgruppe anspricht, der ich mindestens 15 Jahre entwachsen bin und geschlechtlich auch nicht angehöre. Tja, selber Schuld, wenn man immer wieder die Hoffnung hat, dass doch wiedermal ein richtig guter Realfilm aus dem Hause Disney die Wege in den DVD-Player findet.

Das Bonusmaterial auf der recht farbig und süss-flippig daherkommenden DVD ist voll auf die Hauptdarstellerin ausgerichtet. Man sieht ihr Musikvideo, ist mit ihr im Tonstudio, begleitet sie auf einer Vespa-Fahrt durch Rom und in den zusätzlichen Szenen kann man sehen, wie das alternative Ende aussieht. Dazu noch ein mehr oder weniger informativer Blick hinter die Kulissen. Das wars dann auch schon. Nicht wirklich gut, aber das war ja der Film auch nicht...


OutNow.CH:

Bewertung: 2.52.5

 

23.04.2004 / muri

Community:

Bewertung: 3.4 (15 Bewertungen)

 

 

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