Little Girl Blue (2003)

Little Girl Blue (2003)

Oder: Teenies, Eltern, SMS!

Little Girl Blue

Jung, sexy und... dumm?

Sandra (Muriel Neukom) ist neu im Quartier. Und schüchtern. Die Mädchen aus der Klasse machen es ihr auch nicht gerade leicht: Sandra passt viel zuwenig in die coole Clique um Nadja (Marina Guerrini) und Isa (Alini Blaich). Doch als sie den 14jährigen Mike (Andreas Eberle) trifft, scheint alles vergessen. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Was Sandra aber nicht weiss: seit längerem hat auch Nadja ein Auge auf Mike geworfen - und diese lässt nichts aus, um mit ihren körperlichen Reizen zu punkten...

Little Girl Blue

Früh übt sich!

Trotzdem kommen sich Sandra und Mike langsam näher. Doch schon bald wird ihre erste Liebe auf eine harte Probe gestellt. Eines Tages beobachten sie Mikes Mutter (Sabine Berg) mit einem fremden Mann (Mark Kuhn). Mike ist entrüstet. Er kann es nicht fassen, dass nur ein Jahr nach dem Tod seiner Schwester die Familie nun endgültig zerstört werden soll. Aber auch Sandra ist fassungslos. Wie soll sie Mike klarmachen, dass der Fremde ihr Vater ist? Aus Angst, Mike zu verlieren, versucht sie mit allen Mitteln, das Geheimnis zu hüten. Dabei verstrickt sie sich immer mehr in Widersprüche. Mike, der ihren Stimmungswandel nicht verstehen kann, wendet sich enttäuscht von ihr ab.


DVD-Rating

Ein feiner, kleiner Schweizer Teenie-Film, der ohne allzu hohe Ansprüche zu stellen, nett unterhält. Auszusetzen gibt es an Little Girl Blue wenig und wenn, dann vielleicht die nicht über alles erhabene Vermischung heftiger Familienprobleme, Liebesgeschichten und lustigeren Momenten. Allerdings wird zum Glück, ausser im letzten Drittel, gerade auf dem allzu schwierigen Terrain "Drama" nicht allzu heftigst herumgeritten. In diesen Phasen fallen allerdings die Schwächen in der Erzählweise und die nicht immer so sattelfesten Darsteller auf. Dennoch, Little Girl Blue ist die bessere Variante des grausam moralischen Thirteen. In der Riege der Jungdarsteller behauptet sich vor allem Muriel Neukom in der Rolle der etwas scheuen Sandra, sie hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Laut eigenen Angaben soll Little Girl Blue der erste Schweizer Film sein, der im High Definition Format gedreht wurde. Das Bild auf der DVD kommt auch wirklich sehr sauber und klar rüber, die eine oder andere Szene erscheint mir dennoch zu dunkel. Ungeachtet dessen hätten sich grad jüngst ein, zwei Schweizer Filme daran ein Beispiel nehmen sollen (The Ring Thing, Ferienfieber), die nicht gerade einen vorbildlichen Qualitätseindruck auf technischer Seite hinterlassen haben (das andere, inhaltliche Dilemma dieser "Werke" sprechen wir an dieser Stelle lieber nicht an).

Wer seine kleine Filmothek an Schweizer Unterhaltungsfilmen mit einem 2004er Exemplar erweitern möchte, liegt mit Little Girl Blue sicher nicht falsch.

4.3 Sterne 3.0 Sterne
4.3 Sterne (12 Bewertungen) | 1 Kommentar

3.53.5
11.01.2005 / pb


DVD-Infos

DVD erschienen am 30.11.2004

  • Bildformat: 16:9
  • Sprachen: Schweizerdeutsch (DD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Französisch, Englisch.
  • Extras: Making Of, Trailer.