The Legend of Evil Lake (2003)
The Legend of Evil Lake (2003)
Oder: Geistreiches aus Korea
Im Jahre 57 vor Christus entsteht das Kaiserreich Shilla. In einer blutigen Schlacht schlägt dessen erster Kaiser Park Hyokkose den Stamm des Auta. Der böse Geist von Auta wird für immer in einem See ertränkt und Kaiser Park schlägt sein Schwert in den Boden, das solange es stecken bleibt, weiteres Ungemach verhindern soll.
Tausend Jahre später wurde aus dem einst prächtigen Kaiserreich eine schwächliche Nation in zermürmenden Kriegen verwickelt und mit in sich zusammenfallenden Grenzen. General Biharan, ein treuer Krieger der Kaiserin Chinsong, kämpft weiter für sein Land. Aber nach jahrelangen Schlachten hat er nur noch einen Wunsch. Er möchte mit seiner Geliebten Jaunbie einen ruhigen Lebensabend führen.
Eines Tages als General Biharang sich mal wieder auf dem Schlachtfeld tummelt, wird Jaunbie von Unbekannten vergewaltigt. Als sie sich wehrt, fällt sie in den See in dem der böste Geist des Auta lauert. Der böse Fluch wird geweckt und in der Gestalt von Jaunbie beginnt sich Auta am Shilla-Kaiserreich zu rächen.
Kinofilm-Rating
Endlich ein Film, der voll und ganz ans Festival International du Film Fantastique 2004 (NIFFF) passt, welches sich auf Englisch als "The Swiss Event for Fantastic Films and Asian Cinema" anpreist. The Legend of the Evil Lake ist ein Ritterfilm im altertümlichen Korea mit bösen Geistern, kaiserlichen Heeren und tollen Schwertkämpfen. Man kennt solche Fantasy Geschichten aus Hong Kong. Wer schon mal so was gesehen hat, weiss, dass er sich auf die wirrsten Geschichten mit meist fliegenden Kriegern, die Gliedmasse aller Art abtrennen, gefasst machen kann. Die Filmemacher aus Südkorea haben sich denn auch Hilfe aus China geholt. Wer schon bei den auf Bambusstauden hüpfenden Gestalten von Crouching Tiger, Hidden Dragon ungläubig sein Haupt abwendete, wird schon in den ersten fünf Minuten von The Legend of Evil Lake enttäuscht werden. So geht's da los und es entwickelt sich ein Gewirr aus imposanten Schlachtszenen à la Braveheart und bösen Blicken von besessenen Asiatinnen. Natürlich hat der General grausame Mühe damit, dass das Böse aussieht wie seine Freundin. Die Kaiserin ist zudem auch noch verknallt in ihn. Dabei hat sie schon genug Sorgen mit ihrem Hofstaat, der nicht immer spurt, wie sie will in Sitzungen, die an den Senat aus der Episode II erinnern. Dem Plot ist nicht einfach zu folgen. Ob es am Staunen über die Kostüme liegt, an der Undifferenzierbarkeit der asiatische Gesichter, oder ob da wirklich beim Drehbuch geschlampt wurde, ist im nachhinein nicht mehr festzustellen. Ist aber auch egal, die CGI Effekte nicht nämlich auch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Hauptsache Asia und Fantastic. Weit entfernt von der Klasse eines Hero aber trotzdem ein Riesengaudi macht The Legend of Evil Lake dem Festival, an dem er lief, alle Ehre.
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3.4 Sterne (7 Bewertungen) | 1 Kommentar


