Roads to Koktebel - Koktebel (2003)

Der Weg nach Koktebel

Roads to Koktebel - Koktebel (2003) Der Weg nach Koktebel

Oder: Die Russenreise

Roads to Koktebel - Koktebel

Csernyevics und Puskepalis

Ein arbeitsloser Ingenieur ist nach dem Tod seiner Frau auf dem Weg nach Koktebel auf der Krim. Die ukrainische Halbinsel im schwarzen Meer ist die Heimat seiner Schwester und da sollen er und sein 11-jähriger Sohn nun unterkommen. Ohne Geld haben die beiden den 1200 langen Weg von Moskau in Angriff genommen. Man isst Fallobst und lässt sich von leeren Güterzügen transportieren. Der Vater verdient sich als Taglöhner ein bisschen etwas dazu. Bei einem dieser Gelegenheitsjobs eskaliert die Situation. Nach einem nächtlichen Saufgelage wird der Ingenieur angeschossen. Der Krankenschwester, die ihn danach notfallmässig verarztet, kommt der Vater näher als es dem Sohn beliebt. Als die Reise wegen der körperlichen Liebe zwischen den beiden Erwachsenen nicht mehr weiter zu gehen scheint, macht sich der Sohn alleine auf den weiteren Weg.


Film-Rating

Man wirft der amerikanischen Filmindustrie oft Einfallslosigkeit vor. Mit all den Sequels und Remakes ist diese Klage auch nicht weiter verwunderlich. Es ist deshalb schade, dass auch die Filme aus der ehemaligen Sowjetunion, die es in unsere Kinos schaffen, nicht allzu abwechslungsreich sind. Wie schon Vozvrashcheniye im letzten Jahr ist auch Koktebel ein mit Preisen überhäuftes Roadmovie über eine Vater-Sohn Beziehung. Zählt man noch den kasachischen Shiza dazu, der auch einen Jungen auf dem Sprung ins Erwachsenenalter zeigte, dazu sind es dann schon drei Film, die sich sehr ähneln in Machart und Aussage.

Wurmstichige Äpfel, von Technomusik beschallte Toilettenhäuschen aus Holz und mittels Hosensäcken pantomimisch dargestellte Elefantenohren sind visuelle Details, welche die beiden Jungfilmer Boris Chlebnikow und Alexej Popogrebskij benutzen, um die dialogarme Geschichte in menschenleerer Umgebung voranzubringen. Es dauerte sieben Jahre von der ersten Idee bis zur gesicherten Finanzierung des Films. Die Zeit wurde vor allem mit der Auswahl von originalen Drehorten verbracht. Dass die sorgfältige Suche nach Locations nicht als verloren gegangene Zeit gelten durfte, ist im Film zu spüren. Zu was das russischen Filmschaffen aber sonst im Stande ist, wird erst wieder Nightwatch zeigen, der so wie's aussieht Ende Monat nun doch in die Schweizer Kinos kommen wird.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

13.09.2005 / rm

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