The Hulk (2003)

The Hulk (2003)

Oder: Mach mich nicht wütend!

The Hulk

Was ist gross, kräftig und verbirgt sich hinter Tor 1?...

Dr. David Banner (Nick Nolte) ist Wissenschaftler bei der U.S. Armee. Er ist auf der Suche nach einem Gen, welches die natürliche Selbstheilung um ein vielfaches beschleunigt. Obwohl sich das Experiment immernoch in der Versuchsphase befindet, injiziert Banner sich den Stoff im Selbstversuch. Kurz darauf wird Davids Frau schwanger und bringt einen gesunden Jungen (Bruce Banner) zur Welt. Gesund? Nicht ganz, Banner hat seine mutierte DNA an seinen Sohn vererbt.

The Hulk

... richtig!

Eines Tages kommt das Militär hinter die Pläne von David und wirft ihn aus dem Programm raus. Wutendbrand und nicht mehr unter Kontrolle leitet er das Selbstzerstörungsprogramm der Anlage ein und wandert dafür dreissig Jahre hinter Gitter.

Bruce (Eric Bana) wächst anschliessend bei einer Pflegefamilie auf und wird selber Wissenschaftler im Gebiet der "Nano-Medizin". Eines Tages ereignet sich im Labor ein Unfall, bei dem Bruce Radioaktiven Strahlen ausgesetzt ist. Dieser Unfall hätte ein normaler Mensch nicht überlebt, doch Bruce ist etwas Besonderes. Doch nach dem Unglück zieht er sich zurück und auch sein Verhältnis zu seiner Ex-Freundin und Mit-Wissenschaftlerin Betty Ross (Jennifer Connelly) scheint immer mehr zu verkümmern. Denn jedes Mal wenn Bruce wütend wird, verwandelt er sich zu etwas grossem, sehr starkem und unberechenbaren...


Kinofilm-Rating

Nach Spiderman, X-Men und Daredevil kommt ein weiterer Comic-Held aus dem Marvel-Universum auf die Kinoleinwand: Der unglaubliche Hulk. Wer qualitativ nichts Gutes erwartet wird spätestens beim Cast anders denken. So spielt Oscar-Preisträgerin Jennifer Connelly (A Beautiful Mind) eine grosse Nebenrolle und Asiens Regiestar Ang Lee (Crouching Tiger, Hidden Dragon) sitzt auf dem Regiestuhl.

Fans der Ang Lee Filme werden sich aber gleich fragen, weshalb er auf einmal einen Popcorn-Streifen dreht, denn so kommt Hulk in all den Trailern rüber. Das dem nicht so ist, ist für alle Besucher sehr überraschend, denn Hulk kann man eher in der Kategorie "Drama mit Actionsequenzen" weder bei den "Action-Filmen" ablegen.

Die ganzen Szenen in denen der grüne Riese nicht zu sehen ist haben zwar zum Teil Längen, doch langweilig wird es nie. Das liegt zum einen an der starken schauspielerischen Leistung (allen voran Jennifer Connelly und Eric Bana), und zum anderen an den genialen Übergängen der verschiedenen Szenen. Diese wurden nämlich Comic-Gerecht ins Szene gesetzt. Auch in den einzelnen Sequenzen gibt es eine Innovation: Oft wird auf der Leinwand nicht nur eine Kameraansicht gezeigt, sondern bis zu acht verschiedenen. Diese werden genutzt, um zu zeigen, was im selben Moment an verschiedenen Orten passiert, oder wie eine Szene aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet aussieht - das macht Spass!

Die Action Sequenzen sind zwar eher spärlich gesät, überzeugen aber auf ganzer Linie. Der Hulk hängt sich an Flugzeuge, zerstört Panzer und bringt eine ganze Stadt ins Zittern. Nur die Figur selbst und ihre Sprungfähigkeit können bemängelt werden. Auch die grosse CGI-Szene gegen Ende des Films konnte nicht wirklich überzeugen und wirkte eher "übertrieben".

Fazit: Hulk ist nicht der Action-Kracher den uns die Trailer versprochen haben. Doch das macht den Film keinesfalls schlechter, denn das "Action-Drama" ist sehr schön inszeniert, glänzt mit innovativen Sequenzen, hat überzeugende Schauspieler und starke Special-Effects. Zumindest Fans von Marvel, Ang Lee und Jennifer Connelly werden begeistert sein!

3.3 Sterne
3.3 Sterne (135 Bewertungen) | 50 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
20.06.2003 / sj