House of 1000 Corpses (2003)

Haus der 1000 Leichen

House of 1000 Corpses (2003) Haus der 1000 Leichen

Oder: Zirkus der markaberen Art

House of 1000 Corpses

Welcome to the Freak Show

Mary (Jennifer Jostyn), Jerry (Chris Hardwick), Denise (Erin Daniels) und Bill (Rainn Wilson) fahren mit dem Auto quer durch Amerika, um einen Reiseführer über die verrückten Dinge zu schreiben, die man so in the road antrifft. Da sie kein Benzin mehr haben, halten sie bei bei Captain Spaulding's "Museum of Monsters and Madmen", einer Tankstelle, die gleichzeitig ein Museum für die berühmtesten Serienkiller ist. Das Museum entpuppt sich als Geisterbahn, die sehr visuell die Tätigkeiten der kranken Massenmörder dokumentiert. Besonders sind die vier von einem Dr. Satan beeindruckt, der seine Patienten aufs hässlichste zerstückelt hat und letzten Endes an einem Baum in der Gegend aufgeknüpft wurde, von wo seine Leiche am nächsten Morgen spurlos verschwunden war.

House of 1000 Corpses

hääää, was hast du gesagt?

Die vier wollen natürlich den Ort des Geschehens besuchen und fragen nach einer Karte, um den Baum zu finden. Auf dem Hinweg fahren sie in einen gewaltigen Wolkenbruch und so haben sie Mitleid mit einer Frau, die am Strassenrand wartet. Sie stellt sich als Baby Firefly (Sheri Moon) vor und die Freunde beschliessen, sie erst nach Hause zu fahren. Danach können sie immer noch Hinrichtungsplatz besuchen.

Eine Autopanne zwingt die Freunde allerdings, sich bei den Fireflys einquartieren zu müssen. Diese feiern gerade Halloween und laden sie natürlich ein, gleich am grossen Festmahl mitzuessen. Was aber anfänglich wie eine etwas schräge Halloweenparty anfängt, artet bald darauf in einen schrecklichen Alptraum aus, den sie nie wieder vergessen werden....


DVD-Rating

Mit House of 1000 Corpses gab der bis zu dem Tage nur als Schockrocker bekannte Rob Zombie sein Debüt auf der grossen Leinwand. Er etablierte sich innert kürzester Zeit als kreativer Kopf auf dem Horrorsektor, der seinen Filmen einen sehr spezifischen Look verpasst und genauso makabere, wie auch spassige und brutale Schocker abliefert.

House of 1000 Corpses vereinnahmt den Zuschauer bereits in den ersten Minuten ab, als zwei Deppen Captain Spaulding ins Messer laufen, der sie sprichwörtlich auseinander nimmt. Erst dann setzt die eigentliche Story ein, bei der die vier Teenager auf die durchgeknallte Familie Firefly triffen. Die Fireflys sind im klassischen Texas Chainsaw Massacre-Stil gehalten - jedes Familienmitglied überbietet das andere an Wahnsinn. Die Rollen wurde sehr gut gecastet und alle blühen in ihren kranken Charakteren richtig auf.

Die Story selber beschränkt sich auf ein Minimum und handelt primär davon, die vier Teenager möglichst kreativ zu zerstückeln. Dabei gelingt es House of 1000 Corpses immer wieder, neue Twists und Überraschungen in den Film einzubauen, die völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Liebevoll ausgearbeitete und in den Film eingestreute Details geben dem Film eine gewisse Qualität, so dass man ihn auch gerne ein zweites Mal anschaut.

Trotz viel Lob ist die negative Seite leider auch vorhanden. Der haardünne Plot mit der Suche nach Dr. Satan bietet nur eine Rahmenhandlung und trotz Kreativität schweift House of 1000 Corpses teilweise in Szenen ab, die stark bremsen. Obwohl das nächste Highlight nicht lange auf sich warten lässt, fragt man sich zwischendurch ernsthaft, was diese und jene Szene eigentlich sollte. Die regelmässig eingebauten Bildcollagen sind gewöhnungsbedürftig und geben zwar etwas tiefere Einblicke in die Tätigkeiten der Familie, dienen aber sonst nur dazu, etwas mehr Gore auf die Leinwand zu zaubern.

Fazit: House of 1000 Corpses ist ein sehr gelungenes Debüt von Rob Zombie, das deutlich zeigt, was für Potential in ihm steckt. Das Resultat ist ein vielseitiger, brutaler aber auch sehr spassiger und makaberer Schocker, der für Horrorfans, die nichts gegen etwas schrägere Genrefilme haben, sicher zu empfehlen ist.

Die DVD begrüsst den Zuschauer mit Captain Spaulding und viel Gefluche. In den anderen Menus lässt die DVD alle Hauptdarsteller zu Wort kommen. Diese sind allerdings sehr schlecht synchronisiert und gehen einem nach anfänglicher Belustigung recht schnell auf den Geist. Die Bonusfeatures fallen trotz ihrer Menge inhaltlich zu dünn aus. Das Making Of entpuppt sich als ein paar lose zusammen geschnittene Interviews, die nicht viel aussagen. Auch sonst werden keine grosse Einblicke in die Dreharbeiten und die Entstehung der verschiedenen Masken geben. Auf der technischen Seite kommt der Film selber wird, wie inzwischen zu erwarten ist, in recht guter Qualität weg.

3.8 Sterne 3.6 Sterne
3.8 Sterne (22 Bewertungen) | 3 Kommentare

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20.11.2006 / db


DVD-Infos

Uncut, erschienen am 01.02.2004

  • Bildformat: Widescreen 1.85:1 (Anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (DTS 5.1) & (DD 5.1) / Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Audiokommentar mit Rob Zombie / Behind the Scenes / Originaltrailer / Making Of / Fotogalerie / Casting