Hollywood Homicide (2003)
Hollywood Cops
Hollywood Homicide (2003) Hollywood Cops
Oder: Cops sein oder nicht Cop sein, das ist hier die Frage!
Joe Gavilan (Harrison Ford) ist ein mit allen Wassern gewaschener Cop in Hollywood, der zusammen mit seinem Partner, dem Greenhorn K.C. Calden (Josh Hartnett) immer dann gerufen wird, wenn es hinter der Fassade des glamourösen Jahrmarkts der Eitelkeiten zur Sache geht. Und dabei hat es Joe wahrhaftig nicht leicht. Um seine diversen Ratenzahlungen und Schulden zu begleichen, arbeitet er neben seinen Ermittlungen in Teilzeit als Immobilienmakler und versucht, dabei endlich den grossen Coup zu landen. Sein Partner K.C. jobbt währenddessen nebenher als Yogalehrer und träumt von einer Hollywood-Karriere als Schauspieler.
Als sich in einem angesagten Club ein Mord an einer kompletten Rapformation ereignet, sehen beide Cops ihre Chance gekommen: Joe hofft, endlich einen Interessenten für ein besonders attraktives Haus zu finden und K.C. glaubt, hier die richtigen Leute zu treffen, die ihm bei seiner Schauspielerlaufbahn helfen können. Und so hetzen die beiden von einem Termin zum nächsten. Vom Hausbesichtigungstermin zur Autopsie, vom Verhör zum Yogaunterricht - immer auf der Spur potentieller Käufer, einflussreicher Agenten und möglicher Verdächtiger.
DVD-Rating
Was ist der Unterschied zwischen einem Film, der witzig ist und einem der witzig sein will? Klar, der eine ist eben witzig, der andere könnte Hollywood Homicide sein. Nix da war's mit einem Buddy-Knüller à la Lethal Weapon goes to Hollywood, der Film bombte gewaltig - und leider nicht ganz zu unrecht. Die Geschichte um die Cops, die eigentlich keine sein wollen und hahaha-witzige Nebenjobs haben, kommt unglaublich öde und grausam platt daher. Der unwichtige Mordaufhänger ist von lächerlichem TV-Niveau, ein Dienstaufsichtsfall wird auch noch reingeschoben, komische Momente sind höchst selten wirklich komisch. Dann noch ein bisschen Action und trauriges Bösewicht-Material drauf gestreuselt und einen viel zu lauten Hiphop-Soundtrack druntergelegt (das junge Publikum will ja auch noch bedient werden). Fertig ist das gemischmaschte Filmgefühl.
Und wenn der Film seine guten Momente hat, dann liegt das zumeist an Harrison Ford - sei es auf dem Kinderfahrrad böse Jungs verfolgend oder mit dem ein oder anderen zynisch schiefen Lächeln - auch wenn dieser letzthin nicht gerade ein glückliches Händchen in seiner Rollenauswahl bewiesen hat. In K-19 spielte er den russischen Kapitän ach so aufgesetzt und nun stellt man ihm den gerade hier merklich deplatzierten Josh Hartnett an die Seite. Himmeldonnerwetter, welch ein Casting-Prozedere muss zu dem Entscheid geführt haben? Wenn man aber wirklich wissen möchte, wie nervig das eigene Handygeklingle sein kann, dann sollte man sich Hollywood Homicide mal ansehen...
Somit bleibt kurz und bündig zu sagen: Wer Ford in einem besseren Umfeld sehen möchte: her mit der Indy-Box! Oder warten bis nächstes Jahr Indiana Jones 4 kommt.
Bild und Ton der DVD sind gut. Durchgehend prägnante Farben und eine gute Schärfe zeichnen den Bildtransfer aus. Aus den Surround-Boxen gibt's einiges an Abwechslung, vor allem aber viel Bass (in der Clubszene) und Dynamik. Auch die Dialoge sind knackig und sauber. Weit weniger interessant sind die Features. Wer nach dem Film noch Lust hat, kann sich eine Polizeidoku antun oder sich dem Werbe-Making-Of hingeben.
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2.9 Sterne (19 Bewertungen) | 11 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 09.03.2004
- Bildformat: 2.40:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: Filmkommentar Regisseur; Filmdokus (Ex-LAPD-Cops berichten. Vertrauliche Akten. Making of); Filmografien; diverse Trailer.



