The Haunted Mansion (2003)

Die Geistervilla

The Haunted Mansion (2003) Die Geistervilla

Oder: "Bu-Hüchen"...

Sie sind eigentlich eine normale Familie. Die Evers. Vater Jim (Eddie Murphy) und Mutter Sara (Marsha Thomason) sind im Immobiliengeschäft und bauen mit ihren Erfolgen eine sichere Zukunft für sich und ihre Kinder (Arree Davies und Marc John Jeffries) auf. Vor allem Vater Jim ist so geschäftstüchtig, dass er schon mal die eine oder andere Verabredung mit seiner Frau vergisst oder die Fussballspiele des Sohnes nicht besuchen kann. Der übliche Stress, halt.

The Haunted Mansion

"Feuert die Putzfrau!"

Doch dieses Wochenende soll alles anders werden. Die Eltern haben sich vorgenommen, mitsamt Familie ein Wochenende in Ruhe und voll Familienspass zu verbringen. Als dann allerdings das Telefon klingelt und die beiden auf ein Haus aufmerksam gemacht werden, dass sie doch bitte verkaufen sollen, wird auf dem Ferientrip ein kleiner Umweg eingelegt.

Dort angekommen, sind die Immobilienprofis Evers begeistert. Ein gigantisches Haus, das eine hohe Provision verspricht. Dass hinter dem Haus ein grosser Friedhof ist, scheint niemanden richtig zu stören. Und dass der geheimnisvolle Butler Ramsley (Terrence Stamp) ein wandelnder Geist zu sein scheint, merkt ebenfalls niemand. Der Hausherr, Master Gracey (Nathaniel Parker), scheint sich inzwischen intensiv um die Ehefrau Evers zu kümmern, was natürlich Jim nicht unbedingt gefällt...

The Haunted Mansion

"Reich mir die Flosse, Genosse"...

Als die Kinder in der Nacht durch ein helles Licht geweckt werden und so dem Geheimnis des Hauses auf die Spur kommen, wird Jim Evers ebenfalls involviert. Denn erstens scheint es hier von Geistern nur zu wimmeln und zweitens hat der Herr des Hauses unschönes mit der inzwischen verschwundenen Ehefrau vor... Und die einzige, die annähernd weiss, was hier abgeht, ist Madame Leota (Jennifer Tilly). Ihres Zeichens ein Kopf in einer Glaskugel, die alles weiss und alles sieht, aber leider in fast unverständlichen Rätseln spricht...

Wird die Familie wieder zusammenfinden? Was steckt hinter dem Fluch von Gracey-Manor? Was hat der Butler damit zu tun?


Kinofilm-Rating

Sie versuchen's noch einmal. Die Disneystudios haben nach dem Erfolg von Pirates of the Caribbean wohl Blut geleckt und bringen mit The haunted Mansion einen weiteren Film in die Kinos, der auf einer Themenparkattraktion basiert. Und mit Eddie Murphy konnte man sogar einen Schauspieler verpflichten, der, vor allem in den USA, noch immer die Leute in's Kino zieht. Dass der Film aber bei weitem nicht an den Piratenspass heranreicht und auch sonst eher ein Ärgernis ist, beweist, dass man nun mit dieser Strategie erst mal pausieren sollte.

Versprochen wird viel. Wenn man die „Geschichte" dieser Attraktion ein bisschen näher betrachtet, dann freut man sich auf 999 Geister, viele „Bu-Hu" und lustige Gestalten. Dass es dann schlussendlich weder das eine, noch das andere ist, enttäuscht auf der ganzen Linie. Geister, die ja eigentlich als Hauptattraktion angepriesen werden, sieht man nur wenige. Zum fürchten ist einzig die Szene in der Gruft. Ansonsten wird einem hier ein enttäuschend humorloses Stück Familienkino vorgesetzt, indem nicht einmal die Schauspieler überzeugen können.

Eddie Muprhy spielt humorlos wie selten. Da helfen auch seine zeitweise angebrachten Sprüche nicht. Der Butler versucht gruselig zu sein, schafft es aber nur selten. Den Rest der Crew kann man schlichtweg vergessen. Sogar Jennifer Tilly als Kopf im Glas hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Auch wenn ihre Figur noch eine der Interessantesten ist.

Fazit: The haunted Mansion ist langweilig, vorhersehbar und uninteressant. Die Geister sind harmlos, zu wenig lustig, geschweige denn zum gruseln. Das einzige, was wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlässt, ist das Haus selber. Da hätte man viel, viel mehr daraus machen können, bzw. müssen. So wurde aus einer an sich akzeptablen Idee ein Film, der auf keiner Linie überzeugt und sich in die Flopliste des Eddie Murphy einreihen wird.

Ja, ich war brutal enttäuscht. Aber merkt man dem Review an, oder?

2.0 Sterne
2.0 Sterne (37 Bewertungen) | 5 Kommentare

22
15.12.2003 / muri