Final Destination 2 (2003)

Final Destination 2 (2003)

Oder: Die verrücktesten Unfälle der Welt

Final Destination 2

Den Tod mit bösen Blicken besiegen?

Ein Jahr ist vergangen seit dem Flugzeugabsturz und somit dem ersten Teil von Final Destination. Damals flog eine Schulklasse nach Paris, doch vor dem Start hatte einer der Schüler eine Vision. Er sah wie das Flugzeug kurz nach dem Abheben explodiert. Panikartig verliessen er und ein paar seiner Kollegen das Flugzeug und erlebten wenige Augenblicke später wie die Vision zur Realität wurde.

Doch das Unfassbare geschah nur einen Monat danach. Alle Schüler die im letzten Moment das Flugzeug verliessen, starben bei mysteriösen Unfällen - nur eine Schülerin überlebte und weilt seitdem in einer Heilanstalt.

Final Destination 2

Das wäre fast unangenehm geworden.

Auch Kimberly Corman (A.J. Cook) wird wieder an dieses Ereignis erinnert, da alle Fernsehstationen über den Jahrestag berichten, doch ihre Gedanken sind an einem anderen Ort. Mit ihrer besten Freundin und zwei Kollegen geht es nämlich in die Ferien und sie bekommt dafür den Wagen von ihrem Vater. Doch schon an der Highway-Einfahrt hat Kimberly eine schreckliche Vision. Sie sieht, dass ein LKW wegen einer defekten Bindung seine Baumstammladung verliert und deshalb einen grossen Verkehrsunfall auslöst. Dabei sterben nicht nur sie sondern auch viele andere Verkehrsteilnehmer

Final Destination 2

"Ich habe ja gehupt!"

Als ihr bewusst wird was sie gerade gesehen hat, ergreift sie die Initiative und blockiert die Einfahrt. Nach langem Gehupe und Gefluche der anderen Verkehrsteilnehmer, die deshalb nicht weiterfahren können, fährt ein mit Baumstämmen beladener LKW vorbei, der wenige Meter später seine Ladung verliert und eine Massenkarambolage auslöst bei der viele Menschen sterben...

Kimberly hat zwölf anderen Menschen das Leben gerettet und somit den Plan vom Tod durcheinander gebracht. Jetzt ist er hinter jedem einzeln her und will den Fehler korrigieren. Doch die meisten geben nicht auf und kämpfen gemeinsam gegen die Absicht vom Tod an. So holen sie nicht nur Clear Rivers (Ali Larter) aus der Gummizelle heraus sondern versuchen auch den Sensemann zu überlisten...


Kinofilm-Rating

Normalerweise nimmt man für ein Horror-Film-Sequel die gleichen Schauspieler (falls sie den ersten Teil überlebt haben), einen neuen Mörder und eine neue Story. Bei Final Destination 2 ist das gleich umgekehrt: Andere Schauspieler, gleicher "Mörder" und gleiche Story.

Wie schon im ersten Teil versuchen die Opfer ein "Todesmuster" zu finden um dem Tod ein weiteres Mal zu entkommen. Doch alle Theorien lassen sich nicht bestätigen da sich der Sensemann scheinbar an keine Regeln hält. Ein billiger Abklatsch ist der zweite Teil aber nicht. So wirkt der Film viel selbstbewusster und kommt gleich zu Beginn in hohe Fahrt. Dieses Tempo kann der Film in weiten Teilen des Filmes halten. Doch auch wegen den interessanten Wendungen und Gespräche zwischen den Charakteren, kommt nie Langeweile auf.

Das Beste am Film (obwohl das jetzt sehr makaber klingt) sind die originellen Unfälle mit denen sich die Schauspieler von der Bildfläche verabschieden. Während man normalerweise an einem Herzstillstand, Lungenkrebs oder Genickbruch stirbt, ist der Final Destination 2 - Sensemann um einiges einfallsreicher. Da werden Leute zerquetscht, aufgespiesst, durchbohrt, zerschnitten... Dabei wurde übrigens der Szenenschnitt sehr spät angesetzt damit sich der Zuschauer vom Ableben überzeugen kann.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger und den vielen anderen Teenie-Horrorfilmen wirkt Final Destination 2 eher wie eine Komödie. Nicht nur wegen den oben erwähnten Unfallszenen, sondern auch wegen dem schwarzen Humor der sich in jeder Szene eingeschlichen hat. Nach jedem dieser, fast unmöglich passierenden, Unfällen ziehen sich die Mundwinkel der Zuschauer unwillkürlich nach oben.

Fazit: Final Destination 2 ist schneller, spannender und witziger als sein Vorgänger. Gänsehaut bekommt man aber nie da man auf Angst- und Schock-Effekte verzichtet hat. Dafür gibt es viele Überraschungen in der Handlung und originelle Unfälle. Übrigens, es ist spannend zu beobachten wie alle Kinobesucher beim verlassen des Kinos einen grossen Bogen um den Aufzug gemacht haben und stattdessen die Treppen benutzten... ;)

4.2 Sterne
4.2 Sterne (122 Bewertungen) | 18 Kommentare

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07.03.2003 / sj