Elf (2003)

Buddy - Der Weihnachtself

Elf (2003) Buddy - Der Weihnachtself

Oder: Zwölf, Dreizehn, Vier...

Elf

Keine Selbsthilfegruppe

An einem Weihnachtsabend vor vielen, vielen Jahren krabbelt ein kleiner, schnuckliger Junge im Waisenhaus fein säuberlich und unentdeckt in den Geschenkesack vom Weihnachtsmann persönlich - so gelangte er als blinder Passagier in Santas Werkstatt am Norpol *zitter-klapper-kalt*. Dort wächst er bei einem Pflegevater-Elf auf und wird als "ebenbürtiger" Elf erzogen... bis er - Buddy (Will Ferrell) -irgendwann zu einem dreimal so grossen (wie seine Adoptiveltern) Nicht-Elfen heranwächst. Und da liegt auch eines der Probleme: Alle sehen ein, dass Buddy in der Elfenwelt immer ein Aussenseiter bleiben wird; deshalb muss er sich auf die abenteuerliche Reise machen, seine wahren Wurzeln - seine Familie - zu entdecken.

Als die Weihnachtszeit - die Elfen haben viele Geschenke zu produzieren - naht, beginnt Buddy seine Elternsuche mit einem Trip to New York. Dort entdeckt er eine ihm vollkommen unbekannte Welt. Er begreift sehr schnell, dass das Leben in einer solchen Metropole nicht nur aus Süssigkeiten und Schlittschuhlaufen besteht, und er auch in New York ebenso ein Aussenseiter wie am Norpol ist.

Elf

XXXXXXmas!!

Und wirklich: Buddy findet seinen wirklichen Vater, den dauergestressten Kinderbuchverleger Walter Dobbs (James Caan), der auf Santas Liste der "unartigen Buben" steht *urx!*. Walter will Buddys fantastischer Geschichte nicht wirklich Glauben schenken - denn im Grunde geht's ihm nur um positive Bilanzen.

Elf

Beee-Haaa?

Buddy lernt auch seine neue (Stief-)Mutter (Mary Steenburger) und seinen zehnjährigen Halbbruder Michael (Daniel Tay) kennen. Letzterer glaubt jedoch weder an Elfen noch an den Weihnachtsmann; und sowieso scheinen alle New Yorker vergessen zu haben, welche Bedeutung Weihnachten zukommen sollte.

Die Festtage stehen also vor der Tür und Buddy erkennt, wozu ihn das Schicksal ausersehen hat: Er muss nicht nur seine Familie überzeugen, sondern allen New Yorkern - der ganzen Welt (!) - die frohe Botschaften vom Weihnachtsfest überbringen.


Kinofilm-Rating

Juhui, die Elfen sind zurück! Aber, - oh weh - hier müssen Legolas, Arwen und Agent Smith (äh, falscher Film) draussen bleiben *sniff*. Hier geht's nicht um ElBen, sondern um ElFen. Elfen, die schnucklige, farbenfrohe, kindliche Elfenkleidung tragen. Elfen, die um die dreieinhalb Mal kleiner sind als ein Durchschnittsmensch. Elfen, die fleissiger sind als alle dort drüben im Fernen Osten. Elfen, die... oh, aber da passt doch unser "Buddy" nicht ganz rein, oder? Hum, mal aufkrempeln, warum zu Weihnachten ein Elfenfilm ins Kino kommt:

Sind es wieder die lieben Amis, die mit ihren The Grinch, Santa Clause, Rudolph, the Red-Nosed Reindeer - und nun eben mit Elf - die Festtage ins Kino bringen und jede Marketingidee in Bares umwandeln wollen?! (...à la 31. Oktober - Halloween) Mir kommt's so vor. Denn eine innere Beziehung kann ich zu Mr Elf einfach nicht aufbauen. Da fehlt's mir wahrscheinlich an einer Kindheits-Prägung.

Um dem Film einen Gut-Stempel zu verpassen, braucht man jedoch trotz obiger Aussage nicht Elf-vorbelastet zu sein. Der Film ist unterhaltsam, teilweise lustig und dann wieder herz"an"wärmend. Dies ist v.a. dem Hauptdarsteller, diesem grüngekleideten Riesen (!) aka Will Ferrell zu verdanken. Er stolpert mit einer charmanten Naivität durch New York und findet sogar ein Weibchen, das ihm den Kopf auf liebenswürdige Art verdreht (naja, eher passiv). Da das Movie beinahe alle Altersklassen ansprechen will, wurde auf das grüüüselige *chch* Intime verzichtet. So richtig schön kindsgerecht. Also, liebe Eltern. Macht euch keine Sorgen: Die Kleinen werden den Film verkraften - auch wenn sie bei der Story nicht immer ganz durchblicken.

Nochmals zurück zu Will Ferrell, der eine heidengute Stimme hat *singsing*. Und da der Herr wirklich überdurchschnittlich gross daherkommt, ist's umso witziger, den Vergleich "Elf-Mensch" zu sehen. Gut, gut, ich geb's ja zu. Eigentlich bin ich nicht für so gehypte Weihnachtsfilme; Elf hat aber etwas, das mir zusagt.

Sonst gibt's nicht mehr viel zu erzählen. Der Film empfehl' ich all den Kinogängern - Gross und Klein - die sich gerne von einer guten Weihnachtsgeschichte für 95 Minuten unterhalten lassen möchten. Sowohl dem Auge, wie auch den Ohren wird wohldosierter weihnachtlicher Kitsch präsentiert. Und ein Happy End lässt den Festtagsstress für ein paar Stunden vergessen.

3.6 Sterne
3.6 Sterne (16 Bewertungen) | 4 Kommentare

4.54.5
23.11.2003 / nd