Dreamcatcher (2003)
Dreamcatcher (2003)
Meine Güte, was musste der Film bei Kritik und Publikum unten durch. Erstaunlich bei einem so versierten Regisseur wie Lawrence Kasdan, für den James Newton Howard unter anderem schon bei Wyatt Earp und Grand Canyon komponiert hat. Howards Musik ist äusserst low key geprägt, orchestral und elektronisch vermischt, recht üppig in der zurzeit grasierenden Horrormusikwelle, fast unthematisch (= nicht einprägsam) und auswechselbar. Somit dem Film dienend, abseits aber wenig anhaltendes bietend. Wären nicht einige kurze, kräftig vorantreibende Momente, die auf Howard hinweisen (Stück 7, "Henry Returns to the Cabin" oder Stück 9 "Henry Meets Owen") man wüsste nicht, von wem die Musik stammt. Dreamcatcher ist eine leise (zuweilen laute) Enttäuschung, die Erwartungen beim Duo Kasdan/Howard sind halt immer etwas höher. An vergangene Howardsche Höhepunkte wie The Sixth Sense und Unbreakable kommt Dreamcatcher bei weitem nicht heran. Eine verpasste Gelegenheit.
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