Dreamcatcher (2003)
Dreamcatcher (2003)
Oder: ein Winterausflug der anderen Art...
Henry (Thomas Jane), "Beaver" (Jason Lee) und ihre beiden Freunde Jonesy und Pete machen wie jedes Jahr einen gemeinsamen Jagdausflug in den Wäldern von Maine. Seit früher Kindheit sind die vier Kumpels und haben inzwischen zwar ihre eigenen Leben und Probleme, verbringen aber jedes Jahr diese eine Woche zusammen. Denn als sie in ihrer Kindheit den geistig zurückgebliebenen Duddits (Donnie Wahlberg) vor Schlägern retteten, ist nichts mehr so wie es war. Die Freunde haben Duddits's Gabe zur Telepathie übernommen. Wie sich aber herausgestellt hat, ist diese Gabe allerdings eher ein Fluch für die vier.
Als sie dieses Jahr in ihrer Hütte sitzen und sich über ihren Fluch Gedanken machen, taucht ein verstörter Jäger auf. Der Mann ist von einer ausserirdischen Lebensform befallen und ihm auf der Spur ist das amerikanische Militär unter dem Kommando des kompromisslosen Colonel's Curtis (Morgan Freeman). Und sein Job ist es, diese Aliens, die sich in die Körper der Menschen fressen, zu zerstören.
Die vier Freunde sind in grösster Gefahr, denn es gilt nun, sich gegen das nahende Militär zu wehren und sich natürlich nicht von den Aliens kontrollieren zu lassen. Dass die Aliens von einem der Freunde Besitz ergreift, macht die Sache nur komplizierter und aussichtloser. Zur falschen Zeit, am falschen Ort...
Kinofilm-Rating
Verfilmungen von Stephen King-Büchern sind entweder Top oder Flop. Da gab es geniale Filme wie Shining, Stand by me oder Misery und auf der anderen Seite schwache Sachen wie Brennen muss Salem oder Rhea M. Mit Dreamcatcher wird nun sein neuestes Werk "Duddits" verfilmt.
Sympathische (Haupt-)Personen, schleimige Wurm-Aliens (die mich immer wieder an das Kondom des Grauens erinnert haben) und schauspielerische Top-Leistungen (vor allem von Damian Lewis als Jonesy, dessen Zwiegespräche mit den Aliens ganz stark sind), viel Action und ebenso viel Gruselhorror.
Diese Zwiegespräche von Jonesy (er spricht amerikanisches Englisch) und dem Alien "Mr. Gray" (er spricht britisches Englisch) sind genial. Der gleiche Schauspieler spricht zwei Akzente und macht so die Mindgames für alle sichtbar. Daneben hat mich persönlich auch noch Donnie Wahlberg als Duddits überzeugt. Obwohl seine Rolle eher klein ist und erst gegen Schluss so richtig in Fahrt kommt, beeindruckt mich seine Präsenz. Wenn man bedenkt, dass er mal bei "New Kids on the Block" gesungen hat... Morgan Freeman bleibt allerdings blass und oberflächlich. Da hätte man sicherlich mehr aus seiner Figur des bösen Colonel's machen können.
Wenn man das Buch gelesen hat, könnte man wohl etwas enttäuscht sein. Denn wie mir inzwischen gesagt wurde, seien die diversen Szenen im Buch ganz anders als im Film. Wer allerdings einfach einen guten, spannenden und gruseligen Horror-Thriller sehen will, der kann sich Dreamcatcher ohne weiteres ansehen. Mir hats sehr gut gefallen, auch wenn der Schluss eher Hollywood-typisch ist und gegen den Rest des Filmes abfällt. Wie viele King-Verfilmungen, ist auch diese neuste eine Geschmacksache...
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2.8 Sterne (100 Bewertungen) | 10 Kommentare



